Reuters / Ramzi Boudina

Monitor

Neue Rezepte für resiliente Gesundheitssysteme in Afrika

(Fort-)Schritte für eine vertiefte EU-AU-Kooperation

Der afrikanische Kontinent schien bis Anfang 2021 im Vergleich zu anderen Regionen besser durch die Pandemie zu kommen. Dieses positive Bild wird durch erneute Corona-Wellen getrübt und eine Zunahme der Fallzahlen durch die jüngst in Botswana und Südafrika nachgewiesene Corona-Variante „Omikron“ erwartet. Die vorliegende Analyse zeigt Fortschritte in der Zusammenarbeit zwischen EU und Afrikanischer Union (AU) in der Pandemiebekämpfung und zur Schaffung widerstandsfähiger Gesundheitssysteme auf.

Die Notwendigkeit nachhaltig gestärkter Gesundheitssysteme für globale Gesundheitssicherheit ist durch den Beginn einer dritten Corona-Welle verstärkt ins Bewusstsein getreten. Fälle der Ende November erstmals in südafrikanischen Laboren identifizierten neuen Omikron-Variante schüren Ängste vor einer deutlichen Zunahme der Fallzahlen. Im Zuge der Pandemie werden aber auch strukturelle Probleme der afrikanischen Gesundheitssysteme deutlich: Die Afrikanische Union (AU) und ihre Seuchenschutzbehörde Africa Centers for Disease Control and Prevention (Africa CDC) haben zwar in der Pandemiebekämpfung bemerkenswerte Erfolge erzielt, die Eindämmung in afrikanischen Ländern wird jedoch durch strukturelle Schwächen in der Gesundheitsversorgung und nur langsam angelaufene Impfkampagnen erschwert. 

Die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten leisten im Rahmen des Team Europe-Ansatzes einen Beitrag zur Abmilderung der unmittelbaren Auswirkungen der Pandemie. Zahlreiche neue Initiativen zielen nun auf die kontinentale Koordination in der Krise und die längerfristige Erhöhung der Resilienz der Gesundheitssysteme ab, um gemeinsam mit der AU einen nachhaltigen Aufbau von Strukturen und Kapazitäten in relevanten Bereichen wie Forschung und Innovation, Arzneimittel-Regulierung und -Produktion voranzubringen.

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