Die Besucher konnten sich aktiv einbringen, ihr Wissen in einem Quiz testen oder ein Puzzle zum Grundgesetz im Wettbewerb gegen die Prominenten lösen, was sich als gar nicht so leicht herausstellte. Zuvor konnten sie die Frage beantworten: „Was verbinden Sie mit dem Grundgesetz?“ Maria Grunwald, Journalistin und Moderatorin, führte durch die Veranstaltung und griff die Antworten der Besucher, die in einer Mind-Map präsentiert wurden, wieder auf. Musikalisch begleiteten Sara Dähn und Thomas Blaeschke als Voice Over Piano u.a. mit „Cool“ und Ann Doka u.a. mit „Talkin‘ like before“ die Veranstaltung.
Zahlreiche Gäste interessierten sich für die Würdigung des Grundgesetzes auf dem Bremer Marktplatz und beteiligten sich aktiv. Beispielsweise berichtete eine Mutter von ihrer Herangehensweise, das Grundgesetz ihrem 11-jähigen Sohn zu erklären. Die Strategie scheint aufgegangen zu sein. Der Junge fasste für alle zusammen: „Demokratie ist, wenn alle mitbestimmen dürfen.“ „Demokratie und Freiheit sind keine Dienstleistungen“, machte Renate Heitmann, Geschäftsführender Vorstand der shakespeare company, klar und forderte: „Wir müssen uns alle einbringen“. Der öffentliche Rundfunk nimmt hier eine besondere Rolle ein. Dr. Yvette Gerner, neue Intendantin von Radio Bremen, fügte hinzu, dass die Gesellschaft sich sachlich und informiert über Themen und gesellschaftliche Fragen austauschen müsse.
Vizeweltmeister und Vorsitzender des Aufsichtsrates von Werder Bremen, Marco Bode, beschrieb, dass das Grundgesetz eine gute Möglichkeit sei unseren Wertekanon zu beschreiben. Bernd Neumann, Kulturstaatsminister im Kanzleramt a.D., mahnte: „Freiheit ist schön, aber keine Selbstverständlichkeit, die täglich neu erkämpft wird.“ CDU-Landesvorsitzender Carsten Meyer-Heder fasste abschließend zusammen: „Das Grundgesetz ist besonders heute aktuell wie nie zuvor!“ Der Besucher Gottfried Sprotte ergänzte, dass es erschreckend sei, was aus den rechten und linken Ecken an Ideen und Taten käme. Er machte deutlich: „Wir müssen Farbe für das Grundgesetz bekennen!“
Der Demokratiewächter machte das von Beginn an. Gleich mehrfach war er laut und deutlich zu vernehmen:
„Hört ihr Leut' und lasst euch sagen,
der Demokratie hat's 5 vor 12 geschlagen.
Rechte, linke Populisten
und die ganzen Extremisten,
sind halt keine Demokraten.
Hört ihr Leut' und lasst euch sagen,
der Demokratie hat's 5 vor 12 geschlagen.
…“
Der Demokratiewächter war auch in Bremerhaven in der Fußgängerzone sowie in Bremen-Nord auf dem Sedanplatz mit von der Partie.
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