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행사 보고서

Die Zukunft gestalten - Auf neuen Wegen in die Pflege

Wie sich Pflege neu arrangieren lässt

Erfurter Tischgespräch und Nordhäuser Gespräch

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Was immer der demographische Wandel mit sich bringen mag, eines scheint sicher: Die Zahl der Menschen mit altersbedingten Beschwerden und Krankheiten wird zunehmen. Gleichzeitig wird sich die Zahl professionell Pflegender kaum entsprechend steigern lassen. Politiker, Ärzte und Bürger selbst müssen also neu überlegen, wie die Gesellschaft beeinträchtigte Menschen künftig versorgen will.

Am 13. März 2014 veranstaltete das Politische Bildungsforum Thüringen der Konrad-Adenauer-Stiftung aus gegebenem Anlass das Nordhäuser Gespräch zum Thema „Die Zukunft gestalten – Auf neuen Wegen in die Pflege“. Im Museum Tabakspeicher zu Nordhausen begrüßte die Landesbeauftragte der KAS Maja Eib, neben über 40 interessierten Gästen auch vier ausgewiesene Sachverständige zu Vortrag, Diskussion und Podiumsgespräch. Mit dem Vortrag von Herrn Professor Dr. Klaus Dörner eröffnete ein Experte den Abend, der einerseits ein Vorreiter ist in Sachen alternative Pflegeformen und andererseits auch selbst der älteren Generation unserer Gesellschaft angehört. Der Hamburger Professor, Mediziner, Sozialpsychiater und Autor, plädiert seit vielen Jahren dafür, die gewohnten Wege zu verlassen und statt der institutionalisierten Pflege in Heimen auf lokale Netzwerke zu setzen, die die Betreuung ambulant, im bürgerschaftlichen Sozialraum arrangieren. Als maßgebliche Akteure sind dabei solidarische Bürger gefragt - Angehörige, Nachbarn und Freunde, die von professionellen Kräften unterstützt werden. Prof. Dörner betont, dass man „nur gemeinsam gegen dieses bisher noch nicht dagewesene menschheitsgeschichtliche Phänomen des Epochen- und Generationsumbruchs vorgehen kann“. Der sogenannte „Bürger-Profi-Mix“ in Verbindung mit alternativen Pflegeformen wie Wohngemeinschaften, die ambulant betreut werden oder die Aufnahme von Pflegebedürftigen in Gastfamilien, bieten den wohl geeignetsten Weg um nicht nur den demografischen Wandel und den Mangel an Pflegepersonal zu bewältigen, sondern auch den älteren, pflegebedürftigen Menschen unser Gesellschaft ein gutes und würdevolles Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu ermöglichen.

Bereits am Mittag lud das Politische Bildungsforum der KAS in Erfurt zum Tischgespräch. Auch hier konnten 20 Gäste, unter ihnen Vertreter regionaler Pflegeeinrichtungen und Michael Panse (Beauftragter des Landes Thüringen für das Zusammenleben der Generationen), einen Impulsvortrag von Prof. Dr. Dörner verfolgen und diskutierten anschließend verschiedene Lösungsansätze.

Dass etwas verändert werden muss, weiß auch Christian Gumprecht, Sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, der am Abend die Eckpunkte des am selben Tag im Landtag diskutierten Wohn- und Teilhabegesetzes (ThürWTG) darstellte und dessen Ziele erklärte. Mit dem neuen Gesetz, welches das Heimgesetz des Bundes ablösen soll, könnten wichtige Reformanliegen angegangen und alternative Pflegeformen erprobt werden. Gumprecht betonte die Notwendigkeit, die Pflegequalität für die Zukunft sicher zu stellen, die Bewohner mitwirken zu lassen und bald eine Lösung zu finden, die im Interesse der gesamten Gesellschaft liegt.

In der darauffolgenden Podiumsdiskussion begrüßte der Schirmherr der Nordhäuser Gespräche Dr. Klaus Zeh, gleichfalls Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen, neben den beiden Referenten, den 2. Beigeordneten des Landkreises Nordhausen Stefan Nüßle, der außerdem Ansprechpartner für den Pflegestützpunkt des Landkreises ist. Im weiteren Verlauf sollte es nun um die Frage gehen, wie eine Stadt bzw. ein Landkreis zukünftig die Ideen von Herrn Prof. Dr. Dörner, im Rahmen des von Christian Gumprecht vorgestellten Thüringer Wohn- und Teilhabegesetzes, in eine konkrete Praxis umsetzen kann. Dr. Klaus Zeh und Stefan Nüßle betonten, dass sie die Anregungen aufnehmen und eine umfassende Bedarfsanalyse zu alternativen und ambulanten Pflegeversorgungen für ihre Region starten werden. Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Zeitpunkt nun reif sei um die Weichen für eine nachhaltige Pflegepolitik zu stellen und unsere Zukunft nach den Bedürfnissen und Wünschen der Senioren gemeinsam sozial und menschenwürdig zu gestalten.

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연락처 Maja Eib
Maja Eib
Landesbeauftragte und Leiterin Politisches Bildungsforum Thüringen
maja.eib@kas.de +49 (0) 361 65491-0 +49 (0) 361 65491-11

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Erfurt Deutschland