Als erstes wurden die Schüler quer über den Appellplatz, wo die Gefangenen jeden Tag um 04:30 Uhr kontrolliert worden sind, vor Arbeitsbeginn, bis zum Hauptgebäude geführt. Auf dem Weg waren viele zerbröckelte Steine, was zur Frage führte, was es damit auf sich hat. Diese und viele weiteren Fragen wurden den Schülern in einem ruhigen Raum beantwortet. Die Gedenkstättenpädagogin arbeitete interaktiv mit den Schülern und sammelte Ideen, was die Schüler unter Gefangenen des KZ verstanden. Es war schockierend zu erfahren, wie die Gefangenen unter der SS behandelt wurden. Es wurde erzählt, dass viele nach sechs Wochen nicht mehr lebten: wegen Gewalt, Unterernährung, schlechter Hygiene, Überfüllung, Zwangsarbeit oder weiteren Umständen. Die Schüler hörten aufmerksam zu und waren sehr aktiv mit ihren Ideen und Fragen. Besonders interessant für die Schüler aus Bremen war es zu erfahren, dass die damaligen 10 KZ-Außenlager zum KZ in Neuengamme gehörten.
Zunächst ging die Gruppe nach draußen und kam vor einem Güterwagon an, in dem 80 bis 100 Gefangene gedrängt wurden, um sie zu anderen KZs zu transportieren. Der Boden fühlte sich anders an. Womöglich lag es daran, dass sich sehr viel Ton unter der Erde befand, den die Gefangenen bearbeiten sollten für die Produktion der Klinkersteine, die benötigt wurden, um Häuser in Hamburg zu bauen. Nach Angaben der Gedenkstättenmitarbeiterin befindet sich unter dem Gelände Asche verbrannter Leichen, was den besonderen Bodenbelag erklärt. Selbst heute wissen viele Angehörige nicht, was mit den meisten Gefangenen passiert ist. Die Zwangsarbeiter wurden entmenschlicht. Ihre Begräbnisstätte sind oft unbekannt.
Es wurde ein Bild eines französischen Künstlers gezeigt, der auch einst in dem KZ war, es aber geschafft hatte, zu flüchten. Es zeigte den Appellplatz, wo mehrere Zwangsarbeiter hintereinander in Reihen standen und sich leicht bückten, welches die Körperermüdung darstellen soll. Die Gedenkstättenpädagogin erzählte, dass sie gestreifte Kleidung trugen mit schlechtem Material aus Zellulosefasern. Sie trugen Plaketten mit einer Nummer drauf, mit der sie immer angesprochen wurden, und hatten ein Dreieck auf ihrer Kleidung. Je nach dem individuellen Grund des Gefangenen, wurde ein bestimmtes Dreieck zugeteilt. Die politischen Häftlinge bekamen ein rotes Dreieck. Juden bekamen mehrere Dreiecke aufeinander, sodass es wie der David Stern aussah.
Als nächstes wurde die Gruppe wieder ins Hauptgebäude geführt. Die Schüler konnten auf eigener Faust Briefe, Bilder und Wertgegenstände sehen. Bei einem der Gefangenen war es ein Taschenmesser mit Dosenöffner und Löffel. Bei einem anderen Gefangenen konnte man die Briefe lesen, worin verdeutlicht wurde, wie sehr die SS Elektriker und Bauarbeiter brauchte. Wegen ihrer Nützlichkeit wurden ihre Fähigkeiten ausgebeutet, aber sie wurden etwas besser behandelt als die anderen Zwangsarbeiter. Es gab Kunstwerke, die das Geschehen abbildeten. Ein Mann, der am elektrischen Draht hing wegen Suizid, oder abgemagerte Menschen. Den Duschraum konnten die Schüler auch besuchen. An den Informationstafeln stand, dass die Leichen abgestellt worden sind, bis der Bestatter vom anderen Ende Hamburgs kam, um sie mitzunehmen. Deshalb entschied das KZ, ein Krematorium zu bauen, welches aber nicht ausreichte für die Anzahl an Toten.
Zum Schluss zeigte die Mitarbeiterin den Ort, wo die Klinkersteine produziert wurden. Da lernten die Schüler den Prozess der Produktion kennen. Sie erzählte, dass die Zwangsarbeiter mit sehr heißen Öfen arbeiteten, wobei manche sich verbrannten. Da die Hygiene sehr schlecht war, wurden solche Verletzungen bakteriell infiziert und führten bei größeren Wunden zum Tod. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort bis 2003 zu einem Gefängnis. Seit 2005 kann jeder das KZ kostenlos besuchen.
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