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Ein Aufbruch mit „Subsidiarität und Solidarität“

Empfang der KAS auf dem 98. Katholikentag in Mannheim

Im Rittersaal des Mannheimer Schlosses hat die Konrad-Adenauer-Stiftung 500 geladene Gäste zu ihrem traditionellen Empfang auf dem Katholikentag willkommen heißen dürfen. Der Ehrenvorsitzende der KAS, Prof. Bernhard Vogel, begrüßte neben zahlreichen kirchlichen Würdenträgern auch viel Politprominenz, darunter etwa Maria Böhmer, Julia Klöckner und Maria Flachsbarth.

Nicht minder klangvoll und prominent besetzt war die diesjährige Rednerliste, auf der ganz oben der apostolische Nuntius Jean-Claude Périsset stand. Er unterstrich die Bedeutung des Katholikentages. Die in der Welt einzigartige und vorbildliche Veranstaltung mache die Botschaft Jesu Christi lebendig und biete Orientierung. In Anspielung an das Motto des Kirchentages - „Einen neuen Aufbruch wagen“ - nannte Périsset Solidarität und Subsidiarität unverzichtbare Voraussetzungen hierfür. „Jeder mit vollem Einsatz und im Einklang miteinander“, so der Nuntius. Es brauche Nächstenliebe und das Vertrauen darin, dass in der Kirche alle nötig sind - jeder nach seinem Amt und nach seinen Kräften.

Perisset erklärte, das Motto müsse theologisch verstanden werden. Es müsse ein Aufbruch im Glauben sein. Hilfreich dabei seien die Reden des Papstes, die er im vergangenen Jahr in Deutschland gehalten habe, so der Apostolische Nuntius. Er mahnte insbesondere die Politik, auf Grundlage der katholischen Soziallehre zu wirken. Es sei dringend notwendig, die päpstlichen Papiere hierzu genauer zu studieren.

Auch der Ministerpräsident Baden-Württembergs, Winfried Kretschmann, der im Anschluss an Périsset das Wort ergriff, ging auf die Bedeutung des Subsidiaritätsprinzips für die Kirche ein. Die Entfaltung der individuellen Fähigkeiten unter Selbstbestimmung und Eigenverantwortung sei ein „großes Geschenk“, das allerdings immer noch weiter entwickelt werden könne. Zu häufig betrachte die Kirche Subsidiarität nur als „hervorragenden Exportartikel“. Das sei „bedauerlich“, auch weil dies für ihn wie schon für Amtsvorgänger Erwin Teufel „ein großes Anliegen sei“, so Kretschmann unter Applaus.

Kretschmann warb dafür, das Evangelium immer wieder neu in die Welt zu tragen und zeitgenössisch machen. Die alten Werte, die das Christentum in unsere Gesellschaft gebracht habe, müssten mit modernen Werten wie etwa Nachhaltigkeit verbunden werden. „Dann gibt es einen neuen Aufbruch“, so Kretschmann.

Alois Glück betonte anschließend die Rolle der politischen Stiftungen bei diesem Aufbruch. „Wir brauchen sie als Brückenbauer hinein in die Politik, hinein in die Gesellschaft“, so der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. In einer Zeit neuer Ordnungen, in der sicher geglaubte Strukturen zusammenbrechen, brauche es für die anfallenden Aufgaben dringend Foren des Austauschs.

Vor dem Hintergrund der Ereignisse um die KAS in Ägypten und in den Emiraten sagte Glück, dass Religionsfreiheit ein Grundelement einer jeden modernen offenen Gesellschaft sein müsse. Es gehe dabei nicht um Sonderrechte für Christen, auch wenn diese zu den am meisten verfolgten Religionsgemeinschaften weltweit gehörten.

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