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Demokratische Werte als Gemeinschaftsaufgabe

Schüler gegen Hass! Wie die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät

Schülergipfel 2026

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Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust fand am 4. Februar 2026 der jährliche Schülergipfel statt. Unter dem Titel „Schüler gegen Hass! Wie die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät“ lud die Veranstaltung in Kooperation mit dem Stadtschülerrat Dresden in die Dreikönigskirche ein. Rund 100 Schülerinnen und Schüler setzten sich dort mit den aktuellen Herausforderungen der Erinnerungskultur und dem wachsenden Antisemitismus auseinander.

Dieser Austausch findet vor dem Hintergrund einer tiefgreifend veränderten Realität statt: Während langjährige Gewissheiten bröckeln und Debatten um die Wehrpflicht die junge Generation direkt fordern, prägen Kriegsbilder den digitalen Alltag. In den sozialen Medien bestimmen dabei oft nicht Fakten oder Angemessenheit den Diskurs, sondern Algorithmen, die Emotionen und Reichweite systematisch über die Wahrheit stellen.

 

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Lina Berends seitens der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. sowie Max Andrè Haller, der für den Stadtschülerrat Dresden sprachen. Ein besonderes Grußwort richtete zudem Bürgermeister Jan Donhauser, Beigeordneter für Bildung, Jugend und Sport, an die Teilnehmenden, womit der Grundstein für einen intensiven Austausch gelegt wurde.

Den Auftakt gestaltete Brigitte Lange mit einem Vortrag über den Verein „Stolpersteine für Dresden e. V.“. Sie beleuchtete nicht nur die Hintergründe der Initiative, sondern machte die Geschichte anhand konkreter Schicksale greifbar. Dabei sprach sie über die Verfolgung von Juden, Sinti, Homosexuellen und Zeugen Jehovas während der NS-Zeit und ging im Anschluss auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler zu den einzelnen Biografien ein. Anschließend gingen die Schülerinnen und Schüler in die jeweiligen Workshops und Diskussionen.

Der erste Workshop widmete sich dem Thema „Antisemitismus und jüdisches Leben“. Unter der Leitung von Elena Tanaeva (Jüdische Gemeinde zu Dresden K. d. ö. R. sowie Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V.) und Pfarrerin Friederike Hecker (Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V.) erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Vielfalt jüdischen Alltags. Im Zentrum standen dabei nicht nur die historische Einordnung, sondern auch der gemeinsame Dialog über aktuelle Herausforderungen im Kampf gegen Antisemitismus.

 

Im Workshop „Dienst an der Gemeinschaft – Diskussion zur Dienstpflicht“ wurde eine Debatte geführt, die für die anwesenden Jugendlichen von brennender Bedeutung ist. Unter der Moderation von Stephan Hoberg (Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.) wurden gemeinsam mit Hauptmann Franz Conrad (Jugendoffizier Dresden), Robinson Dörfel (Sächsische Jugendstiftung) und der Schülerin Hedi Götze (Stadtschülerrat) zunächst die Voraussetzungen für den anschließenden Austausch geschaffen. Dabei erläuterte Hauptmann Conrad die strategischen Hintergründe der neuen Dienstpflicht, wie etwa die potenzielle Bedrohung durch Russland und regte einen Dialog an, in dem die Schülerinnen und Schüler gemeinsam über die Ursachen, Notwendigkeiten und Probleme dieser Entwicklung reflektierten. Als wichtige Alternative und Ergänzung stellte Robinson Dörfel zudem die vielfältigen Möglichkeiten eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) vor.

Im dritten Workshop, „Antisemitismus, Diskriminierung und Fake News – Meinungsmache und Manipulation auf TikTok?“, stand die digitale Lebenswelt der Jugendlichen im Fokus. Unter der Leitung von Anna von Mansberg (Articlett Schule) untersuchten die Teilnehmenden direkt an ihren eigenen Smartphones oder Tablets, wie Algorithmen auf TikTok gezielt Emotionen schüren. Der Workshop vermittelte praktische Kompetenzen, um Manipulationen frühzeitig zu erkennen und der zunehmenden Polarisierung in sozialen Netzwerken mit Fakten und Medienkompetenz zu begegnen.

 

Der vierte Workshop wurde als „Demokratieworkshop“ von Max Andrè Haller (Stadtschülerrat) gestaltet. Hier lag der Schwerpunkt auf der aktiven Mitgestaltung und der Frage, was Demokratie ganz konkret bedeutet. In diesem geschützten Raum konnten die Schülerinnen und Schüler über die Funktionsweise der Demokratie diskutieren und Ideen der eigenen Beteiligung entwickeln.

 

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Auswertungsrunde unter der Leitung von Max Andrè Haller und Maike Gutschick vom Stadtschülerrat Dresden. Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, wie Prävention gegen Hass und Antisemitismus nachhaltig im Schulalltag verankert werden kann. Die Schülerinnen und Schüler waren sich einig, dass der Schutz demokratischer Werte eine Gemeinschaftsaufgabe ist, die über den Schülergipfel hinaus direkt in die Klassenzimmer getragen werden muss.

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Contact Lina Berends
Linda Berends
Referentin Politisches Bildungsforum Sachsen
lina.berends@kas.de +49 351 563446-13 +49 351 563446-10
Landessignet Sachsen

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