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Deutschland und Asien: „Es geht hauptsächlich darum, wie vernetzt man ist“

de Stefan Stahlberg

Mehr Austausch und weniger Protektionismus forderten Politiker und Unternehmer beim 4. Deutsch-Asiatischen Wirtschaftsdialog in Berlin

Im Schatten des Handelskriegs zwischen China und den USA trafen sich bereits zum vierten Mal Politiker und Unternehmensvertreter zum Gedankenaustausch: Sie diskutierten über die Dringlichkeit wirtschaftlicher Vernetzung und freien Handels, wie nah sich Deutschland und Asiens Staaten eigentlich bereits sind und wieso auch die Einbindung kleinerer Staaten wichtig ist.
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Asien und Deutschland sind sich sowohl in Ihren Zukunftsvorstellungen als auch im wirtschaftlichen Austausch näher als vermutet, denn „wir stehen alle vor ähnlichen Herausforderungen: Wir wollen Arbeitsplätze für junge Menschen und soziale Sicherheit schaffen sowie den Umweltschutz stärken. Wir wollen eine friedliche Welt für uns und unsere Kinder, ein menschenwürdiges Leben“, fordert Peter Altmaier.

Peter Altmaier, Minister für Wirtschaft und Energie Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. / Johanna Frank
Wirtschaftsminister Peter Altmaier: "Wir müssen als Partner agieren."
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Begeistert zeigt sich der deutsche Wirtschaftsminister von der Dynamik in Asien, vom bisher Erreichten: „Diese Menschen denken genauso wie wir, wir haben ähnliche Interessen und müssen Lösungen finden.“ Auf seinen Reisen in die Region werde er häufig gefragt, wie Deutschland Klimaschutz betreibt. Das zeige ihm, dass Deutschland als Vorbild fungiere und entsprechend effektive Lösungen entwickeln müsse: „Wenn Klimaschutzmaßnahmen Wirtschaftswachstum gefährden, dann würde das niemand nachahmen.“

Parag Khanna, Managing Partner von FutureMap Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. / Johanna Frank
Parag Khanna, Managing Partner von FutureMap

Auf den Handelskonflikt zwischen China und den USA hatte Altmaier eine klare Antwort: „Multilaterale Verhandlungen sind immer besser als unilaterale Entscheidungen. Wir müssen als Partner agieren.“ Denn „Wirtschaftskriege haben immer mehr als zwei Beteiligte“, ergänzt Parag Khanna. Der indisch-amerikanische Politikwissenschaftler und Buchautor hat die Handelsbeziehungen zwischen den asiatischen Staaten untereinander und mit internationalen Partnern detailliert analysiert und kommt zu einer einfachen Erkenntnis: „Es geht hauptsächlich darum, wie vernetzt man ist.“

S.E. Dr. Dhiravat Bhumichitr, Botschafter des Königreichs Thailand in Deutschland Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. / Johanna Frank
S.E. Dr. Dhiravat Bhumichitr, Botschafter des Königreichs Thailand in Deutschland

Dass es auch wichtig sein kann, dass kleine Länder wie Sri Lanka in eingebunden sind, betont Sagala Ratnayaka: „Wir haben einige gute Freihandelsabkommen, wodurch auch deutsche Industrieunternehmen profitieren“, so der Minister für Häfen und Schifffahrt. Auch der Botschafter des Königs von Thailand in Deutschland sieht sein Land in der Rolle, die ASEAN-Staaten mit Deutschland und Europa zu verbinden: „Thailand will Brückenbauer sein“, so Dhiravat Bhumichitr. Beide Beispiele zeigen, dass schließlich alle Asiaten am Welthandel teilnehmen. Khanna bringt es auf den Punkt: „Asien ist mehr als nur China.“

Mark Hauptmann, Mitglied des Deutschen Bundestags Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. / Johanna Frank
Mark Hauptmann, Mitglied des Deutschen Bundestags

Europas Vernetzung mit den Wirtschaftsräumen Asiens sei jedenfalls gut, „das muss so weitergehen.“ Immerhin liege das Handelsvolumen zwischen Europa und Asien bei etwa 1,6 Billionen Dollar, zwischen Europa und den USA hingegen bei knapp 1,1 Billionen Dollar, so Khanna. Die nackten Zahlen zeigen, dass „Deutsche Unternehmen sind wesentlich an Asiens Wirtschaft interessiert“, so Mark Hauptmann. Der CDU-Bundestagsabgeordnete plädierte für freien und fairen Handel, auch im Sinne der 1.600 deutschen sogenannten hidden champions, also kleinerer Unternehmen, „die sich jetzt internationalisieren und Wirtschaftsverbindungen nach Asien aufbauen wollen“. Klare Worte richtete er an die Handels- und Zollpolitiken Chinas und der USA: „Wir sollten weder Protektionismus noch Grenzen fördern, denn wir brauchen einen stärkeren Austausch!“

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