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รายงานกิจกรรม

„Demokratie braucht Bildung – Bildung braucht Haltung“

โดย Sebastian Weise

4. Hanna‑Renate‑Laurien‑Rede

Am 12. März 2026 fand in der Akademie der Konrad‑Adenauer‑Stiftung in Berlin die vierte Hanna‑Renate‑Laurien‑Rede mit Festrednerin Senatorin Katharina Günther‑Wünsch statt.

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Am 12. März 2026 fand in der Konrad‑Adenauer‑Stiftung die vierte Hanna‑Renate‑Laurien‑Rede statt, ein Format, das jährlich einer der prägendsten Berliner Politikerinnen gewidmet ist. Hanna‑Renate Laurien stand wie kaum eine andere für klare Haltung, Mut, Verantwortungsbewusstsein und eine Bildungspolitik, die die demokratische Kultur stärkt.

In diesem Jahr hielt Senatorin Katharina Günther‑Wünsch die Festrede und sie nutzte den Abend für ein engagiertes Plädoyer für politische Bildung, Werteorientierung und demokratische Resilienz.

 

Eine klare Analyse der Herausforderungen und ein optimistischer Blick nach vorn

Gleich zu Beginn machte die Senatorin deutlich, wie sehr liberale Demokratien weltweit unter Druck geraten sind. Populistische Erfolge, verrohte Debatten und der Einfluss von Desinformation bilden heute eine Realität, der sich junge Menschen täglich ausgesetzt sehen.

Katharina Günther‑Wünsch betonte, dass Demokratie kein Selbstläufer sei. Sie erfordere Menschen, die bereit sind, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und für Grundwerte einzustehen. In diesem Sinne sei politische Bildung eines der zentralen Werkzeuge, um demokratische Resilienz zu stärken, gerade in Zeiten sozialer Medien, in denen Lautstärke und Emotionalisierung oft über Fakten stehen.

 

Schule als Schutzraum und Übungsraum der Demokratie

Ein Schwerpunkt der Rede lag auf der Rolle der Schule. Die Senatorin hob hervor, dass der Bildungsauftrag – junge Menschen zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu befähigen – unvermindert gilt.

Sie stellte klar, dass das Neutralitätsgebot häufig falsch interpretiert werde. Neutralität bedeute keine Wertneutralität. Lehrkräfte seien nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet, Haltung gegen antidemokratische Tendenzen zu zeigen und die freiheitlich‑demokratische Grundordnung zu verteidigen.

Katharina Günther‑Wünsch verwies auf bestehende Berliner Projekte, die demokratische Mitbestimmung im Schulalltag praktisch erfahrbar machen, von Klassenräten über Klimavereinbarungen bis zum Schüler‑Haushalt an inzwischen über 200 Schulen. Solche Formate seien nicht nur pädagogische Werkzeuge, sondern lebendige Demokratieerfahrungen, die Selbstwirksamkeit fördern.

 

Politische Bildung stärken – von der Kita bis zur Oberstufe

Besonders hob die Senatorin hervor, dass Demokratiebildung früh beginnen müsse. Berlin verankere Partizipation bereits im neuen Bildungsprogramm der Kitas. In der Grundschule und an weiterführenden Schulen werde politische und demokratische Bildung fachübergreifend vermittelt als Bildung über, durch und für Demokratie.

Um das Schulpersonal zu stärken, verwies sie auf neue Handreichungen, Fortbildungsangebote und die Arbeit des Landesinstituts für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung. Angesichts von Antisemitismus, Rassismus und digital verbreiteten Verschwörungserzählungen brauche Politische Bildung starke und gut vorbereitete Lehrkräfte.

 

Kontroverse Themen nicht scheuen: Die Debatte um Handynutzung

In ihrer Rede setzte sich die Bildungssenatorin zudem differenziert mit der zunehmenden Forderung nach Handy‑ oder Social‑Media‑Verboten für junge Menschen auseinander.

Katharina Günther‑Wünsch stellte klar, dass Verbote selten nachhaltige Lösungen bieten und junge Menschen nicht pauschal entmündigt werden sollten. Stattdessen brauche es intensive, offene Debatten darüber, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit sozialen Medien aussehen könne.

Sie kündigte hierfür einen Runden Tisch an, der Vertreterinnen und Vertreter aller relevanten Gruppen einbezieht, von Schulleitungen über Jugendsozialarbeit bis hin zu den Schülerinnen und Schülern selbst.

 

Würdigung Hanna‑Renate Lauriens: Vorbild für Mut, Integrität und Haltung

Nicht zuletzt würdigte die Senatorin Hanna‑Renate Laurien als Politikerin, deren Glaubwürdigkeit aus dem Zusammenspiel von Haltung, Authentizität und Handeln gewachsen sei.

Hanna‑Renate Laurien habe nie einfache Antworten gesucht, sondern immer den offenen Diskurs, eine Haltung, die gerade heute wertvoller denn je sei.

 

Fazit: Demokratie braucht Menschen, die Haltung zeigen

Die Festrede setzte markante Akzente:

  • Demokratiebildung ist Kernaufgabe unserer Zeit.
  • Wertevermittlung und Haltung sind kein Widerspruch zum Neutralitätsgebot, sondern Voraussetzung für demokratische Erziehung.
  • Schule ist ein zentraler Ort demokratischer Erfahrung.
  • Kontroverse Themen gehören zum demokratischen Diskurs, nicht in den Untergrund.

Senatorin Katharina Günther‑Wünsch schloss mit einem Appell, der ganz im Geist Hanna‑Renate Lauriens stand: sich bei jeder Gelegenheit für die Demokratie und für die junge Generation stark zu machen.

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