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Konrad-Adenauer-Straße und -Büste in Budapest eingeweiht

Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und Präsident des Europäischen Parlaments a.D., Hans-Gert Pöttering, hat heute in Budapest im Rahmen einer Feierstunde die erste Büste von Konrad Adenauer in Ungarn feierlich enthüllt. Zu diesem Anlass wurde auch das Schild der Konrad-Adenauer-Straße im Budapester Stadtwäldchen eingeweiht.

In seiner Ansprache vor Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgergesellschaft betonte der Stiftungsvorsitzende die Bedeutung des Ungarnaufstandes für die Freiheit des Kontinents. Die Einigung Europas sei erst möglich geworden, als 1989 Menschen in den mittel- und osteuropäischen Staaten für die Freiheit auf die Straße gingen und die Ungarn mit dem Paneuropäischen Picknick und der Grenzöffnung „den ersten Stein aus der Mauer brachen“ (Helmut Kohl). Er betonte, dass die Europäische Union eine Rechtsgemeinschaft sei und dies ermögliche eine friedliche Problemlösung. "Autoritäre Regime können und dürfen niemals ein Vorbild sein, weil sie das Recht missachten", so der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Pöttering appellierte zudem daran, mit einem „entschlossenen Willen die Einheit Europas jeden Tag immer wieder zu verteidigen und gemeinsam die schwierigen Herausforderungen insbesondere in der aktuellen Flüchtlingskrise zu meistern“. Neben ihm sprach auch der Leiter des Kabinettsbüros des ungarischen Ministerpräsidenten, Minister Antal Rogán sowie Prof. Dr. Mária Schmidt, Generaldirektorin des Museums Haus des Terrors.

Auf dem Sockel der Büste ist ein Zitat von Konrad Adenauer eingraviert: „Die Einheit Europas war ein Traum von wenigen. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Heute ist sie eine Notwendigkeit für uns alle.“ Die Büste besteht aus Bronze und wurde von dem Künstler Richard Juha aus Debrecen geschaffen. Stifter sind die Stiftung für die Geschichts- und Gesellschaftsforschung Mittel- und Osteuropas sowie die Stiftung für ein Bürgerliches Ungarn.

Im Rahmen seines Aufenthaltes in Ungarn traf Hans-Gert Pöttering auch mit dem Präsidenten des Verbandes der Jüdischen Glaubensgemeinschaften Ungarns, András Heisler, sowie mit dem Oberrabbiner Ungarns, Róbert Frölich, zu einem Gedankenaustausch zusammen. In der Großen Synagoge in der Dohány Straße legte der Stiftungsvorsitzende am sogenannten Baum des Lebens, einem Holocaust-Denkmal für die Budapester Juden, einen Gedenkstein nieder.

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Berlin Deutschland