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Auslandsinformationen

Warum Australiens neues außenpolitisches Rollenverständnis Chancen für Deutschland bietet

von Dr. Christian E. Rieck, Sabina Wölkner

Partnerschaftliche Zeitenwende

Australien rückt aus dem Schatten seiner geografischen Lage und entwickelt sich zu einem immer einflussreicheren Akteur im Indopazifik. Während die Rivalität zwischen den Großmächten zunimmt, definiert Canberra seine geopolitische Rolle in der Region neu und schafft damit Anknüpfungspunkte für Europa und insbesondere Deutschland. Welche Chancen eröffnet Australiens Zeitenwende für die deutsche Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik?

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In Kürze
  • Australien vollzieht vor dem Hintergrund verschärfter Großmachtrivalität im Indopazifik eine strategische Neuorientierung und entwickelt sich von einer abgewandten Regionalmacht zu einem aktiven Garanten von Sicherheit und Stabilität. Getrieben wird dieser Kurswechsel durch Chinas machtpolitisches Auftreten, wachsende Zweifel an der langfristigen Verlässlichkeit der USA und ein verändertes Bedrohungsumfeld.
  • Die neue Rolle geht mit höheren Verteidigungsausgaben, Vorwärtsverteidigung und einer Verdichtung von Allianzen einher, insbesondere durch AUKUS sowie vertiefte Partnerschaften mit Japan, Südostasien und ausgewählten europäischen Staaten. Wirtschaftliche Abhängigkeiten von China sollen dabei begrenzt werden, ohne die Beziehungen vollständig zu kappen.
  • Für Deutschland eröffnen sich neue Kooperationspotenziale in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, etwa bei Rüstungskooperationen, gemeinsamer Forschung, Ausbildung und technologischer Interoperabilität. Auch AUKUS bietet Anknüpfungspunkte für industrielle Zusammenarbeit.
  • Zugleich gewinnt die Entwicklungszusammenarbeit im Südpazifik sicherheitspolitische Bedeutung. Dreieckskooperationen mit Australien und Neuseeland in Klimaanpassung, maritimer Sicherheit, Bildung und Digitalisierung könnten Stabilität fördern sowie deutsche Präsenz im Indopazifik strategisch stärken.
 

Das internationale Umfeld hat sich auch für Australien eingetrübt. Aus ökonomischen Wettbewerbern sind im Indopazifik – trotz intensiver Versuche der Regionalmächte, die kooperative Ordnung in der Region zu erhalten – sicherheitspolitische Rivalen geworden, bald vielleicht sogar militärische Gegner. Das sich verschlechternde geopolitische Umfeld erzwingt in Canberra ein neues Bild von Australiens Rolle in der Region, gegenüber den Großmächten China und den USA sowie gegenüber den Europäern, mit denen das Land schon heute in der Außen-, Entwicklungs-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik vielfältig verbunden ist.

Diese tiefgreifende Neuorientierung Australiens im Indopazifik, die innenpolitisch überparteilich abgesichert erscheint, sollten Deutschland und Europa konstruktiv begleiten, wie dies von Teilen der strategic community in Canberra auch aktiv eingefordert wird. Berlin darf seine Bedeutung und ebenso seine militärische Macht nicht überschätzen, doch die Voraussetzungen für eine solche partnerschaftliche Zeitenwende stehen gut. Der Indopazifik ist ökonomisch und sicherheitspolitisch eine Region von überragender strategischer Bedeutung. Deutsche und europäische Interessen in dieser riesigen und komplexen Region mit den verteidigungspolitischen Erfordernissen in Osteuropa in ein Gleichgewicht zu bringen, wird die vielleicht größte Herausforderung für die deutsche Außen-, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik werden. Bereits finalisierte Übereinkünfte, wie das europäisch-australische Freihandelsabkommen sowie das abgeschlossene EU-Sicherheits- und Verteidigungsabkommen, schaffen hier ein neues Momentum.I

 

Grundlagen traditioneller australischer Grand Strategy

Lange genoss Australien eine geografische Dividende: Sydney trennen von Shanghai fast 8.000 Kilometer, Perth von Singapur etwa 4.000 Kilometer, Darwin von Tokio über 5.000 Kilometer. Das dünn besiedelte Land konnte sich daher bei der Landesverteidigung auf die Befestigung der Nordterritorien beschränken und sonst eine Strategie der maritimen Abwehr weit vor der australischen Küste verfolgen. Daher spielte Australien in der Vergangenheit eine wichtige Rolle in der Nachschubversorgung sowie in der militärisch-industriellen Produktion und als sicherer Hafen für verbündete Flottenverbände oder strategische U-Boote.1 Für die klassische Machtprojektion durch die schnelle Verlegung großer militärischer Verbände war Australien, anders als z. B. Guam oder Okinawa, weit weniger bedeutsam; zu weit waren die Krisenherde, vor allem in Südostasien, entfernt.

Australien konnte sich lange auf die Stabilisierung seiner unmittelbaren Nachbarschaft konzentrieren.

Noch im Kalten Krieg herrschte in der australischen strategischen Debatte daher die Konflikthypothese vor, dass sich Gefahren für das Staatsterritorium wie in den Weltkriegen nur von Norden her ergeben würden, also weit entfernt von den großen Bevölkerungszentren im Südwesten und Südosten des Landes – und dass Canberra zur Reaktion auf solche Gefahren wegen der langen Anmarschwege mehrere Wochen Vorlauf hätte.2 Beides erleichterte die Verteidigungsplanung des Landes deutlich und führte zu einem weitverbreiteten Sicherheitsgefühl in Politik und Gesellschaft, das sich z.B. in zwar gut ausgestatteten, aber relativ kleinen Streitkräften ausdrückt.II

Diese sicherheitspolitische Sondersituation brachte es mit sich, dass sich Australien als regionale Führungsmacht auf die Stabilisierung seiner unmittelbaren Nachbarschaft, vor allem im Südpazifik, konzentrieren konnte.3 Die australische Außenpolitik projizierte Macht fast ausschließlich in den Südpazifik, unterhielt konstruktive politische und wirtschaftliche Verbindungen nach Südostasien sowie weitgehend apolitische Wirtschaftsbeziehungen mit China. Stabilisierung umfasste dabei stets militärische und entwicklungspolitische Instrumente, etwa durch friedensschaffende Interventionen wie in Osttimor 1999 bis 2000 und 2006 bis 2012 oder bei Naturkatastrophen 2017 in Vanuatu oder 2022 in Tonga. Von einem großen diplomatischen Fußabdruck in Indonesien abgesehen, mit dem Australien im 20. Jahrhundert eine komplizierte Geschichte verbindet,III spielte Canberra bis zur neuen Regionalstrategie 2025 eine vergleichsweise kleine Rolle in Südostasien und übte keinen Einfluss in Ostasien aus. Australien erschien damit gegenüber seiner erweiterten Region als abgewandte Macht.4 In scharfem Gegensatz dazu standen die engen sicherheits- und verteidigungspolitischen Beziehungen mit den traditionellen Verbündeten: London und Washington.

Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg Chinas veränderte sich diese Situation zunächst nicht. Im Gegenteil: Canberra profitierte stark vom chinesischen Wirtschaftswunder. Dies galt besonders für den Bergbau und die Landwirtschaft in Australien, aber auch z. B. für den dortigen tertiären Bildungssektor, für den die kaufkräftige chinesische Mittelschicht in den 2000er-Jahren zur wichtigsten Einkommensquelle wurde. Eingebettet war diese fruchtbare Wirtschaftsbeziehung in eine weitgehend reibungslose ökonomische Integration zwischen China sowie Südost- und Ostasien. Interdependenz stabilisierte lange die regionale Ordnung, absorbierte den friedlichen Aufstieg Chinas und senkte die Wahrscheinlichkeit zwischenstaatlicher Konflikte.5

Zugleich erschöpft sich das australische Bekenntnis zur regelgebundenen Weltordnung nicht in diplomatischen Initiativen, sondern erhält durch die Zeitenwende in Canberra auch eine sicherheitspolitische Komponente. In der sich verschärfenden Systemrivalität sollen die Errungenschaften der freien Welt nicht kampflos aufgegeben werden und der Einfluss Chinas, vor allem in der südpazifischen Nachbarschaft, soll nicht einfach hingenommen werden. Dabei kann Canberra seine vielfältigen regionalen Verbindungen in die Waagschale werfen, vor allem die sich schnell vertiefenden Beziehungen zu Japan, Südkorea, Indonesien und, mit Abstrichen, auch zu Vietnam und den Philippinen. Australien hat begonnen, die regionale Gegenmachtbildung gegen ein zunehmend robust auftretendes China aktiv zu unterstützen.

Das ist ein starkes Fundament für eine strategische Partnerschaft, die auf allen Ebenen vertieft werden kann und sollte. Besonderes Augenmerk sollte auf der Entwicklungszusammenarbeit sowie auf der Sicherheitspolitik liegen, die beide geopolitisch stärker zusammengedacht werden müssen.

 

Geopolitisierung der Sicherheitspolitik

Die außen- und sicherheitspolitische Debatte in Canberra ist heute stark von der Wahrnehmung geprägt, dass sich das strategische Umfeld Australiens fundamental verändert habe6: Denn Chinas Strategie im Indopazifik geht weit über die nine dash line im Südchinesischen Meer hinaus: Sicherheitspartnerschaften im Südpazifik, eine Hochseeflotte, die bald global Macht projizieren kann, Fähigkeiten zum area denial gegenüber extraregionalen Mächten wie den USA – und das Damoklesschwert über Taiwan.7 Das chinesische Verhältnis zu Australiens Partner im regionalen Interessenverbund QUAD, Indien, bleibt zwar unterkühlt, ist aber nicht antagonistisch, sodass Pekings Energie sich ganz auf das Südchinesische Meer und die erste Inselkette konzentrieren kann. All das erzwingt in Canberra ein strategisches Umdenken.

Zugleich regen sich Zweifel an der langfristigen Verlässlichkeit und Bündnisfähigkeit der USA.8 Zwar bleiben jene Australiens zentraler Sicherheitsgarant – abzulesen etwa am ANZUS-Vertrag, der engen nachrichtendienstlichen Kooperation im Rahmen der Five Eyes sowie am gemeinsamen Bauprogramm strategischer U-Boote (AUKUS) –, doch die politische Polarisierung in Washington, ein erratischer Führungsstil und damit verbundene mögliche strategische Prioritätenwechsel nähren die Sorge, Australien könne in einer Krise stärker auf eigene militärische Fähigkeiten zurückgeworfen sein.9 Der Auftritt des amerikanischen Kriegsministers Pete Hegseth während des jüngsten Shangri-La-Dialogs, bei dem er eine stärkere Lastenteilung der regionalen Partner einforderte, hat diesen Eindruck noch verstärkt.10

Das AUKUS-Abkommen steht für die aktive Vertiefung militärtechnologischer Partnerschaften, die Canberra zielstrebig und überparteilich verfolgt.

Das 2021 unter Australiens Premierminister Scott Morrison mit den USA und Großbritannien geschlossene Sicherheitsabkommen AUKUS ist ob seiner militärtechnologischen Ambition singulär, doch es steht symbolisch für die aktive Vertiefung der Sicherheitspartnerschaften, die Canberra zielstrebig (und überparteilich) verfolgt. Die drei Partner werden gemeinsam eine neue Klasse nuklear angetriebener Jagd-U-Boote entwickeln (Pillar I), wodurch die Reichweite der australischen U-Boote entscheidend vergrößert wird, die nun über größere Entfernungen und länger unerkannt im Einsatz bleiben können. Daneben werden von den AUKUS-Partnern weitere Technologieprojekte in den Bereichen Unterseefähigkeiten, Quantentechnologie, Künstliche Intelligenz, Cyber, Überschall und elektronische Kampfführung entwickelt (Pillar II). Das erste Projekt werden Unterseedrohnen zur Verbesserung des maritimen Lagebilds sein.11 Diesen Weg hat Kevin Rudd, ehemaliger Premierminister und bis März 2026 Botschafter Australiens in Washington, auch gegenüber der zweifelnden Regierung Trump erfolgreich verteidigt.12

Doch nicht nur AUKUS verdeutlicht die langfristige sicherheitspolitische Ausrichtung Australiens auf das machtpolitisch ambitionierte China. Canberras verstärkte Präsenz in der Region zeichnet sich durch eine vertiefte sicherheitspolitische Kooperation mit den pazifischen Inselstaaten aus, die mit einzelnen Partnern auch integrationsähnliche Elemente aufweist. Hinzu kommen Initiativen zu Polizeikooperationen (Pacific Policing mit Mikronesien), eine diplomatische und sicherheitspolitische Aufwertung Südostasiens (einschließlich ASEAN), eine Vertiefung strategischer Partnerschaften in Ostasien (Südkorea, Japan) sowie schließlich eine Gegenmachtbildung sowohl durch gemeinsame Übungen im Südchinesischen Meer an der Seite regionaler Freunde (Philippinen) als auch durch eine Vertiefung der Allianzen mit extraregionalen Partnern (AUKUS, QUAD).13

Seit 2025 ist in Canberra ein stärkerer Fokus auf die Regionalmächte im Indopazifik zu beobachten: Mit Indonesien wurde im Februar 2026 ein Sicherheitspakt geschlossen, der es beiden Staaten erlaubt, bei Bedarf gemeinsam auch militärische Maßnahmen zu ergreifen.14 Durch langfristige Rüstungsinvestitionen wie den Kauf von elf Fregatten der Mogami-Klasse werden die Interoperabilität mit und der Technologietransfer aus Japan gestärkt.15 Australien scheint allerdings noch kein Verhältnis zu Indien gefunden zu haben, das über den Sicherheitsdialog in QUAD hinausgeht. Die tiefste militärische Integration erreichte Canberra zuletzt mit Papua-Neuguinea, das bis zu 10.000 Soldaten in die australischen Streitkräfte entsenden kann und, im Rahmen des im Oktober 2025 unterzeichneten Beistandspaktes, den Australiern die Nutzung papuanischer militärischer Infrastruktur erlaubt.16

Diese Entwicklungen zeigen, dass Canberra heute sehr viel stärker als früher auf Vorwärtsverteidigung setzt – also auf eine Strategie der frühzeitigen und kraftvollen Machtprojektion nach Südostasien und in den Südpazifik hinein, um chinesische Ambitionen weit vor der Küste Australiens abschrecken und notfalls abwehren zu können. Der Aspekt der maritimen Sicherheit steht vor allem auch deshalb stets im Zentrum der australischen Sicherheitsstrategie, weil er dem Kalkül einer Insel- und Handelsnation folgt. Zentrale Bedeutung haben folglich – allein oder gemeinsam mit regionalen Partnern – die Sicherung freier Seewege, die Gewährleistung offener Kommunikationslinien im Indopazifik und der Schutz maritimer Infrastruktur, über die ein Großteil des australischen Außenhandels abgewickelt wird. Erst vor dem Hintergrund dieser strategischen Neuausrichtung wird das Großprojekt AUKUS, das im Verteidigungshaushalt zu großen Verwerfungen führt und dennoch von einem überparteilichen Konsens getragen ist17, nachvollziehbar. Es hält mit Pillar II darüber hinaus auch Ansatzpunkte für rüstungstechnologische Kooperationen mit weiteren Partnern wie Japan oder Deutschland bereit.IV

Für die deutsche Verteidigungsindustrie überwiegen bei Australien die Kooperations- gegenüber den Wettbewerbselementen.

Wie könnte eine Sicherheitspartnerschaft mit Australien konkret aussehen?

Berlin sollte sein Instrumentarium in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik stärker partnerorientiert ausrichten: Rüstungsexporte sollten intensiviert werden, aber es sollte auch eigene Produktion dorthin verlagert sowie stärker in gemeinsame Forschung und Entwicklung investiert werden. Als Hochtechnologienation verfügt Australien über gute Infrastrukturen für Forschung und Entwicklung, auch in der Rüstungsindustrie, was eine vielfältige Zusammenarbeit ermöglichen könnte. Für die deutsche Industrie überwiegen darüber hinaus die Kooperations- gegenüber den Wettbewerbselementen im Rüstungssektor – anders als in Japan oder Südkorea, wo lokale Unternehmen auf den globalen Rüstungsmärkten immer stärker als Konkurrenten der Deutschen auftreten.V

Deutschland kann durch gezielte Rüstungskooperationen mit Australien einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der australischen Wehrfähigkeit leisten. Im Mittelpunkt müssten gemeinsame Projekte in der Marine-, Luftverteidigungs- und Drohnentechnologie sowie die Verbesserung der Interoperabilität mit europäischen Systemen stehen. Deutsche Stärken bei Sensorik, Radartechnik, U-Boot-Komponenten, Fernwaffen wie Taurus und Flugabwehrsystemen wie IRIS-T könnten Australiens Fähigkeiten ergänzen, ohne die Interoperabilität mit den USA zu gefährden. Auch Kooperationen in der Munitionsproduktion und der Wartung sowie resiliente Lieferketten würden die langfristige Einsatzbereitschaft erhöhen. Darüber hinaus eröffnen sich Kooperationspotenziale im Bereich kritischer Rohstoffe sowie beim Ausbau entsprechender Verarbeitungskapazitäten, die in Australien bislang nur begrenzt vorhanden sind und für den Verteidigungssektor zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Deutsche Drohnen-Start-ups könnten von den Erfahrungen australischer Firmen profitieren, indem Canberra und Berlin die Schaffung von Joint Ventures aktiv unterstützen, z.B. durch einen gemeinsamen Entwicklungsfonds, auf den sich solche Verbünde bewerben könnten. Beim Radpanzer Boxer von Rheinmetall ist eine Zusammenarbeit bereits etabliert: Rheinmetall Defence Australia produziert in Queensland für die australischen Streitkräfte.

Zudem könnte Deutschland Ausbildungsprogramme für australische Streitkräfte anbieten (bzw. umgekehrt) und gemeinsame Übungen im Indopazifik-Raum stärker unterstützen, wie dies etwa durch die regelmäßige Teilnahme von Bundeswehrsoldaten an den Übungen Talisman Sabre (Heer) oder Pitch Black (Luftwaffe) bereits geschieht.VI Auch der Austausch in Forschung und Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz und Cyberabwehr bietet erhebliches Potenzial und großen Nutzen für beide Seiten, wie der autonome Drohnen- und Informationskrieg in der Ukraine zeigt.

Solche Partnerschaften auf industrieller Ebene wären langfristig angelegt und könnten im Idealfall der deutschen Industrie die Beteiligung an Technologieprojekten unter Pillar II von AUKUS erlauben. Sie würden die strategische Autonomie beider Partner im Indopazifik erhöhen, Vertrauen schaffen und die bisherige strategische Solidarität mit Australien in der Region durch militärische Präsenz gut ergänzen. Allerdings bräuchten sie dafür eine kontinuierliche politische Begleitung durch Kanzleramt und Bundeswirtschaftsministerium, nicht nur durch das in Berlin neu aufgestellte Government-to-Government (G2G)-Büro des Beschaffungsamts der Bundeswehr. Zugleich stand dieser Kooperationsbereich aber auch innerhalb der AUKUS-Partnerschaft bislang kaum im Mittelpunkt.

 

Versicherheitlichung der Entwicklungszusammenarbeit

China versucht durch wirtschaftliche Abhängigkeiten, Infrastrukturprojekte und sicherheitspolitische Kooperationen, politischen Einfluss auf kleinere Staaten auszuüben, vor allem auf die Inselstaaten des Südpazifiks. Dieser Versicherheitlichung der Entwicklungszusammenarbeit muss die Bundesregierung verstärkt Rechnung tragen – um den vulnerablen Staaten in der Region im Kampf gegen den Klimawandel beizustehen und die chinesische Machtprojektion zurückzudrängen.

Vor allem die südpazifischen Inselstaaten sind – trotz der Eröffnung der ersten Deutschen Botschaft in Suva im Juli 2023 und des Besuchs von Außenminister Wadephul im Februar 2026 – in der deutschen strategischen Debatte bisher unterbelichtet geblieben. Dabei sind die Inselstaaten von größter Bedeutung als Basen zur Machtprojektion über den Pazifik hinweg und in die Antarktis hinein, wo Peking in Zukunft verstärkt Rohstoffansprüche anmelden dürfte.18 Da die Pazifikinseln auch existenziell vom Klimawandel betroffen sind und sie im Bereich Klimaresilienz über großes Wissen und moralisches Kapital verfügen, müssten sie für die deutsche Entwicklungspolitik im Rahmen der Bereitstellung globaler öffentlicher Güter eine größere Rolle spielen.

 

Wie müsste eine Entwicklungspartnerschaft mit Australien aussehen?

Auch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit sowie die Wissenschafts- und Technologiepolitik sollten stärker an den Interessen der Partner ausgerichtet werden, um die Attraktivität, die Legitimität und damit die Partnerschaftsfähigkeit Deutschlands in der Region zu erhöhen. Australien, aber auch Neuseeland sind im Südpazifik grundsätzlich gute Partner, weil sie in der Region einen zwar nicht unumstrittenen, aber legitimen Führungsanspruch geltend machen können.19

Insbesondere der Bereich Klimaanpassung bietet erhebliches Potenzial für eine stärkere Koordinierung zwischen Deutschland und Australien.

Die Pazifikinseln verfolgen einen autonomen Kurs zwischen den Großmächten (friends to all, enemy to none). Das wird auch intensiveres entwicklungspolitisches Werben nicht grundsätzlich ändern. Vor diesem Hintergrund erscheint eine stärkere Koordinierung zwischen Deutschland, Australien und Neuseeland grundsätzlich sinnvoll, da Australien seine Entwicklungszusammenarbeit bereits explizit im Rahmen regionaler Strukturen wie dem Pacific Islands Forum koordiniert und auf Zusammenarbeit mit anderen Partnern ausgerichtet hat. Allerdings bleibt eine umfassende Arbeitsteilung im Sinne klar abgegrenzter Rollen bislang begrenzt, da unterschiedliche strategische Prioritäten der Geber einer stärker strukturierten Koordinierung oft entgegenstehen. Das Ziel müsste sein, bestehende regionale Kooperationsstrukturen wie das Pacific Island Forum und damit die Selbstwirksamkeit der Inselstaaten zu stärken.20 Auf diese Weise könnten Deutschland, Australien (und Neuseeland) gemeinsam zu Stabilität, Resilienz und nachhaltiger Entwicklung im Südpazifik beitragen.

Ein zentraler Kooperationsbereich wäre die Klimaanpassung und Resilienzförderung: Für viele pazifische Inselstaaten stellen der steigende Meeresspiegel, Extremwetterereignisse und die Versalzung landwirtschaftlicher Flächen die größten Sicherheits- und Entwicklungsherausforderungen dar. Deutschland könnte seine Expertise in den Bereichen Klimafinanzierung, erneuerbare Energien und nachhaltige Infrastruktur einbringen, während Australien und Neuseeland aufgrund ihrer geografischen Nähe über umfangreiche regionale Netzwerke und Umsetzungskapazitäten verfügen.21 Zwar existieren Ansätze gemeinsamer Initiativen in multilateralen Formaten. Diese Kooperation erfolgt bislang jedoch ohne, dass eine systematische strategische Abstimmung erkennbar wäre. Vor diesem Hintergrund bietet insbesondere der Bereich Klimaanpassung erhebliches Potenzial für eine stärkere Koordinierung zwischen Deutschland, Australien und europäischen Partnern, setzt jedoch entsprechende politische Prioritäten bei den Ländern voraus.

Ein zweites Feld wäre die maritime Entwicklungspolitik. Die pazifischen Staaten kontrollieren weitläufige ausschließliche Wirtschaftszonen, verfügen jedoch oft nur über begrenzte Fähigkeiten zur Überwachung und nachhaltigen Nutzung ihrer Meeresressourcen. Deutschland könnte Programme zu Fischereimanagement, Meeresforschung und dem Schutz mariner Biodiversität unterstützen, während Australien und Neuseeland ihre Erfahrungen im Küsten- und Ressourcenmanagement beisteuern.22 Darüber hinaus gewinnt in einzelnen Inselstaaten die Nutzung mariner Rohstoffe und Ressourcen an Bedeutung. Neben dem umstrittenen Tiefseebergbau, den Länder wie Nauru, die Cookinseln, Kiribati und Tonga vorantreiben, während andere Staaten wie Fidschi, Vanuatu oder Palau ihn ablehnen, umfasst dies auch Rohstoffförderung in den ausschließlichen Wirtschaftszonen. Vor diesem Hintergrund besteht ein erheblicher Bedarf an internationaler Unterstützung, um eine nachhaltige Nutzung dieser Ressourcen im Einklang mit Umwelt und Sozialstandards sicherzustellen.

Großes Potenzial besteht zudem in der Aus- und Weiterbildung. Gemeinsame Stipendienprogramme, Ausbildungspartnerschaften und Hochschulkooperationen könnten lokale Fachkräfte in Bereichen wie Verwaltung, Klimapolitik, Gesundheitswesen und Ingenieurwissenschaften fördern. Auch eine binationale deutsch-australische Hochschule wäre denkbar, die sich diesen Themen widmen könnte.23 Deutschland würde hierbei seine wissenschaftliche Exzellenz einbringen, während australische und neuseeländische Hochschulen aufgrund ihrer regionalen Nähe attraktive Ausbildungsstandorte darstellen würden. Überdies könnten die drei Staaten – im Rahmen von Global Gateway – die digitale Konnektivität der Inselstaaten verbessern. Investitionen in digitale Infrastrukturen für Regierungsführung und Gesellschaft sowie in Cybersicherheit würden wirtschaftliche Entwicklung fördern und die staatliche Handlungsfähigkeit stärken.

Alle diese Themenfelder bieten Potenzial für Dreieckskooperationen, in denen deutsche Gelder und australisches technisches Wissen (oder umgekehrt) auf konkrete Entwicklungsbedarfe träfen. Ein solches Modell würde die Stärken aller Beteiligten nutzen: deutsche Finanz- und Technologiekapazitäten, australische Logistik- und Sicherheitsressourcen sowie neuseeländische Erfahrungen im Umgang mit kleinen Inselstaaten und indigenen Gemeinschaften.24

Langfristig könnte daraus sogar ein strukturierter deutsch-australisch-neuseeländischer Entwicklungsdialog für den Pazifik entstehen. Dieser könnte Doppelstrukturen vermeiden und europäische sowie regionale Ressourcen effektiver bündeln. Für Deutschland hätte dies zudem den Vorteil, dass Entwicklungspolitik, Klimadiplomatie und Indopazifik-Strategie besser miteinander verknüpft würden. Die Zusammenarbeit würde damit nicht nur zur nachhaltigen Entwicklung der Inselstaaten beitragen, sondern auch die außenpolitische Vernetzung Deutschlands im südlichen Indopazifik vertiefen.

Eine trilaterale Entwicklungskooperation mit Australien und Neuseeland würde Deutschland darüber hinaus ermöglichen, seine Präsenz im Indopazifik auszubauen, ohne die Fehler einer rein geopolitisch motivierten Politik zu wiederholen. Gerade die pazifischen Inselstaaten betonen regelmäßig, dass sie nicht zum Objekt eines Großmachtwettbewerbs werden wollen, sondern Partner suchen, die ihre eigenen Entwicklungsprioritäten unterstützen.25 Im Zentrum entsprechender Ansätze müsste daher die Stärkung der eigenen Kapazitäten und Handlungsspielräume der Inselstaaten stehen. Zugleich zeigt die australische Pazifikpolitik, dass entwicklungspolitisches Engagement häufig klar mit sicherheits- und geopolitischen Zielsetzungen verknüpft ist, insbesondere mit dem Ziel, Chinas Einfluss in der Region zu begrenzen. Daraus folgt, dass eine trilaterale Kooperation nur dann Erfolg verspricht, wenn sie ihre geopolitischen Implikationen mit einer glaubwürdigen entwicklungspolitischen Ausrichtung verbindet und nicht primär als Instrument strategischer Konkurrenz wahrgenommen wird.

Auch der deutsche entwicklungspolitische Instrumentenkasten ist breiter und auch zwangsläufig geopolitischer geworden. Die Ergänzung des Team Europe-Ansatzes durch Dreieckskooperationen mit liberalen Regionalmächten wie Australien dürfte die Wirksamkeit deutscher Entwicklungspolitik in der Region noch erhöhen.

 

Ausblick: Australische Gestaltungsmacht liegt in unserem Interesse

Es geht Australien letztlich um die strategische Solidarität Europas: Außen- und sicherheitspolitisch sollte die Bundesregierung daher den Indopazifik als einen mit dem Euro-Atlantik verbundenen Schauplatz betrachten und folglich dort auch weiterhin in Abstimmung mit anderen EU-Mitgliedstaaten mehr Präsenz zeigen – obschon ihr immer bewusst bleiben muss, dass die Europäer niemals genug Macht in die Region projizieren könnten, um China militärisch einzuhegen. Vielmehr ist auch die deutsche Konzentration auf die NATO-Ostflanke, also der deutsche Beitrag zur transatlantischen Lastenteilung, ein Element dieser strategischen Solidarität, weil sie im Indopazifik befreundete Kräfte freisetzt.

Die Versicherheitlichung der australischen, wie auch der deutschen, Außenbeziehungen vor dem Hintergrund des russischen Kriegs gegen die Ukraine seit 2022 beinhaltet trotz manch wirtschaftlicher Enttäuschung für beide Seiten große Chancen für einen „strategischen Neustart“: Die „Haltung der Zurückhaltung“ sowie das entsprechende außen- und entwicklungspolitische Instrumentarium, das sich aus der Zivilmachtrolle der Bundesrepublik ergibt, waren nach dem Ende des Kalten Krieges gut geeignet, Deutschlands Position international zu festigen.26 Deutsche Zivilmacht muss nun aber realistischer und damit robuster werden, um wirksam zu bleiben – soft power braucht in der aufziehenden Großmachtrivalität einen Resonanzkörper, ein Fundament aus hard power.27

Großbritannien und Frankreich haben diesen Zusammenhang seit Langem verstanden und halten für Deutschland in der Zeitenwende außen- und sicherheitspolitische Lektionen bereit. Dasselbe gilt für aufstrebende westliche Mittelmächte wie Kanada oder Australien, die einen liberalen Internationalismus mit einem robusten militärischen Dispositiv verbinden. Die australische Regierung unter Anthony Albanese und insbesondere Vizepremier und Verteidigungsminister Richard Marles investiert in das Instrumentarium einer robusten Mittelmachtpolitik, wie sie auch Mark Carney in Kanada ausgerufen hat: Gleichgesinnte Mittelmächte müssten auch sicherheitspolitisch enger zusammenstehen, mit oder ohne die USA.

 
Tabelle 1: Vergleich des Anteils der Verteidigungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt
 
  Deutschland Australien USA Frankreich Japan
2021 1,30 % 1,97 % 3,40 % 1,98 % 1,03 %
2022 1,34 % 1,88 % 3,30 % 1,96 % 0,97 %
2023 1,50 % 1,86 % 3,29 % 1,95 % 1,10 %
2024 1,84 % 1,90 % 3,43 % 2,01 % 1,29 %
2025 2,27 % 1,92 % 3,12 % 2,03 % 1,41 %
 

Quelle: Stockholm International Peace Research Institute: SIPRI Military Expenditures Database.

 

In diesem Kontext sollte die Bundesregierung unter Friedrich Merz auf eine Neudefinition der deutschen Partnerschaften weltweit hinwirken, wobei Staat und Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft, Sicherheits- und Entwicklungspolitik stärker zusammenwirken müssen: Neben etablierten wertebasierten Partnerschaften mit liberalen Demokratien innerhalb und außerhalb der G7 und der NATO bedarf es stärkerer transaktionaler Partnerschaften mit „gleichgesinnten“ Staaten weltweit, insbesondere jedoch im asiatisch-pazifischen Raum, wo viele der zentralen Akteure der liberalen internationalen Ordnung angesiedelt sind. Damit würde sowohl das Ziel der Vertiefung der westlichen Gemeinschaft verfolgt als auch dem Expansionsstreben Chinas etwas entgegengesetzt.

Das sich ausprägende aktivere Profil Australiens und seine verstärkte Präsenz im Indopazifik kann also auch Europa nutzen. Die Hinwendung Canberras zu seiner Region sollten Berlin und Brüssel unterstützen – im Interesse einer Stärkung des politischen Westens, der sich weniger rein euroatlantisch und stärker auch indopazifisch definieren müsste.

 

 

Dr. Christian E. Rieck ist Associate Professor of War Studies am Lehrstuhl für Militärgeschichte der Universität Potsdam. Er forschte 2025 mit einem Fellowship der Konrad-Adenauer-Stiftung am United States Studies Centre der Universität Sydney.

 

 

Sabina Wölkner ist Leiterin des Regionalprogramms Australien und Pazifik der Konrad-Adenauer-Stiftung mit Sitz in Canberra. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen sicherheits- und außenpolitische Fragestellungen in Australien und dem Pazifik.

 

 
  1. Wegweisend ist in diesem Kontext die jüngst veröffentlichte National Defence Strategy 2026, die das Prinzip der self-reliance stärker in den Mittelpunkt rückt, also die Fähigkeit, militärische Fähigkeiten eigenständig aufzubauen und einzusetzen. Gleichzeitig soll die sicherheitspolitische Zusammenarbeit stärker diversifiziert werden.↩︎
  2. Die Australian Defence Force (ADF) verfügt über ca. 60.000 Soldaten (28.000 im Heer, 15.000 in der Marine, 16.000 in der Luftwaffe), ergänzt um ca. 30.000 beorderte Reservisten. Einer der wichtigsten Gründe hinter der Entscheidung, bis zu 10.000 Papuaner in den australischen Streitkräften dienen zu lassen, ist das Bestehen großer Personalengpässe.↩︎
  3. 1963–1966 wurde im Rahmen der Konfrontation zwischen Malaysia und Indonesien (Konfrontasi) von Australien ein unerklärter Krieg auf Borneo und der Malaiischen Halbinsel geführt.↩︎
  4. Japan war 2025 gemeinsam mit den USA, Großbritannien und Australien an einer militärischen Übung beteiligt, was Pillar II zugeordnet wurde.↩︎
  5. Polen hat 2025 als erstes NATO-Mitglied den südkoreanischen Kampfpanzer K2 Black Panther von Hyundai Rotem gekauft und sich gegen den deutschen Leopard 2 entschieden. Die südkoreanische Hanwha steht derzeit auch mit der deutschen TKMS in einem Bieterwettbewerb um die Ausschreibung der neuen kanadischen Jagd-U-Boote. Damit hat Südkorea einen neuen wichtigen Markt für seine Rüstungsgüter erschlossen. Die japanische Mitsubishi Heavy Industries hat sich im Fregattengeschäft mit Australien gegen die deutsche TKMS durchgesetzt.↩︎
  6. So werden auf der RAAF-Basis Pearce bereits deutsche Tornado-Waffensystemoffiziere zu Jetpiloten ausgebildet. Das Programm ist das Ergebnis einer Absichtserklärung, die 2024 vom Inspekteur der Luftwaffe, Ingo Gerhartz, und seinem RAAF-Amtskollegen Stephen Chappell unterzeichnet wurde.↩︎
 
  1. Grey, Jeffrey 2008: A Military History of Australia, Cambridge University Press, 02/2008, S. 140–191.↩︎
  2. White, Hugh 2019: How to Defend Australia, La Trobe University Press, 02.07.2019.↩︎
  3. Hoskins, Ian 2021: Australia and the Pacific: A history, UNSW Press, 10/2021.↩︎
  4. Miriam Prys spricht in einem solchen Fall von einem „Detachment“. Prys, Miriam 2010: Hegemony, Domination, Detachment: Differences in Regional Powerhood, International Studies Review 12: 4, 12/2010, S. 479–504, hier: S. 489, in: https://ogy.de/a9h2 [08.06.2026].↩︎
  5. Kliem, Frederick 2022: Great Power Competition and Order Building in the Indo-Pacific. Towards a New Indo-Pacific Equilibrium, Routledge, 24.06.2022.↩︎
  6. Department of Foreign Affairs and Trade 2025: AIIA Gala Dinner Keynote Address, Rede, 17.11.2025, in: https://ogy.de/axxy [04.06.2026].↩︎
  7. Kirchberger, Sarah 2015: Naval Power and Its Role in China’s Rise, in: Kirchberger, Sarah 2015: Assessing China's Naval Power: Technological Innovation, Economic Constraints, and Strategic Implications, 07/2015, S. 21–56, hier: S. 42, in: https://ogy.de/rzy2 [08.06.2026].↩︎
  8. Green, Michael J. 2019: By More Than Providence. Grand Strategy and American Power in the Asia Pacific Since 1783, Columbia University Press, 01/2019.↩︎
  9. Lowy Institute 2026: In 2026, 73% say Australia’s alliance relationship with the United States was important to its security., in: https://ogy.de/fh54 [04.06.2026].↩︎
  10. Marston, Hunter 2026: At Shangri-La, Washington and Southeast Asia talked past each other, Lowy Institute, 01.06.2026, in: https://ogy.de/zw1a [04.06.2026].↩︎
  11. Groffman, Nicolas 2026: AUKUS sees the sea – not everyone will, Lowy Institute, 03.06.2026, in: https://ogy.de/upvm [04.06.2026].↩︎
  12. Kelly, Joe 2026: How Morrison, Rudd and Marles forced Pentagon rethink on its AUKUS review, The Australian, in: https://ogy.de/ihgz [04.06.2026].↩︎
  13. Zum Indopazifik als „neuer strategischer Karte“ Australiens bereits 2014: Medcalf, Rory 2014: In defence of the Indo-Pacific: Australia's new strategic map, Australian Journal of International Affairs 68: 4, 14.05.2014, S. 470–483, in: https://ogy.de/vwbz [08.06.2026]. Zum Engagement in Südostasien: Rodan, Gary 2025: The new political economy of Australia – Southeast Asia engagement, Australian Journal of International Affairs 79: 6, 31.10.2025, S. 10091016, hier: S. 1012 f., in: https://ogy.de/ewh8 [08.06.2026].↩︎
  14. Wong, Hon Penny 2026: Australia and Indonesia sign historic security treaty, Minister for Foreign Affairs, 07.02.2026, in: https://ogy.de/xw3e [04.06.2026].↩︎
  15. Marles, Richard / Conroy, Pat 2026: Australia locks in delivery of our first three general purpose frigates, Australian Government, 18.04.2026, in: https://ogy.de/kdt3 [04.06.2026].↩︎
  16. Lam, Lana / Ng, Kelly 2025: Australia signs key defence deal with Papua New Guinea, BBC, 06.10.2025, in: https://ogy.de/jfei [04.06.2026].↩︎
  17. Lowy Institute 2023: In 2023, 49% said more safe when asked about Australia., in: https://ogy.de/j5s9 [04.06.2026].↩︎
  18. Press, Anthony J. / Bergin, Anthony 2022: Coming into the Cold: China's interests in the Antarctic, Australian Journal of International Affairs 76: 2, 30.03.2022, S. 1–19, hier: S. 13, in: https://ogy.de/521v [08.06.2026].↩︎
  19. Australien ist im Südpazifik mit 2,15 Mrd. AUD im Haushaltsjahr 2025–2026 der wichtigste Geber von Entwicklungshilfe. Größter Empfänger ist Papua-Neuguinea mit 681 Mio AUD. Department of Foreign Affairs and Trade: Australia's Official Development Assistance Budget Summary 2025-26, in: https://ogy.de/cqjj [04.06.2026].↩︎
  20. Das ist nicht immer einfach: Moore, Liam 2024: A dysfunctional family: Australia's relationship with Pacific Island states and climate change, Australian Journal of International Affairs 78: 3, 13.02.2024, S. 286–305, hier: S. 293 f., in: https://ogy.de/1nuo [08.06.2026].↩︎
  21. Hill, Cameron 2026: Development with depth: (re)building Australia's aid capability, Australian Journal of International Affairs, 12.03.2026, S. 1–7, hier: S. 5, in: https://ogy.de/bjd8 [08.06.2026].↩︎
  22. Ide, Tobias 2023: Climate change and Australia's national security, Australian Journal of International Affairs 77: 1, 25.01.2023, S. 26–44, hier: S. 34 f., in: https://ogy.de/occ8 [08.06.2026].↩︎
  23. Deutscher Akademischer Austauschdienst: Binationale Hochschulen, Fakultäten und Institute, in: https://ogy.de/te74 [04.06.2026].↩︎
  24. Einen Überblick über Neuseelands regionale Beziehungen: de Jong, Marco 2024: Losing the Pacific to the Anglosphere: AUKUS and New Zealand's regional engagement, Australian Journal of International Affairs 78: 5, 25.09.2024, S. 644–651, in: https://ogy.de/asoy [08.06.2026].↩︎
  25. Köllner, Patrick 2021: Beyond „Indo-Pacific“: Understanding Small Pacific Powers on Their Own Terms, GIGA Focus Asia 5, German Institute for Global and Area Studies (GIGA) / Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, in: https://ogy.de/ukv2 [08.06.2026].↩︎
  26. Rieck, Christian E. 2026: Raumfahrt und Reaktoren: Wissenschaftsdiplomatie als bundesdeutsche Ersatzaußenpolitik nach 1990, Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte , i.E. ↩︎
  27. Rieck, Christian E. 2026: Anarchy in the international system: A new era of realism?, Diálogo Político 1/2026, Konrad-Adenauer-Stiftung, 17.02.2026, S. 20–33, in: https://ogy.de/ay4y [04.06.2026].↩︎

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