Auslandsinformationen 4/2005


Halbzeit mit Licht und Schatten. Das zweite Regierungsjahr von Präsident Lula da Silva in Brasilien / Die Beziehungen Chiles zu seinen Nachbarländern – ein Verhältnis zwischen Bewunderung und Missgunst / Das Zerbrechen des europäischen Konsenses in Spanien. Über den Ausgang des Referendums zur Europäischen Verfassung vom 20. Februar 2005 / Russlands südkaukasische Peripherie / Zum neuen türkischen Strafgesetzbuch / Rückblick auf den Genozid. Leugnen und Erinnern. BÜCHER ÜBER DEN VÖLKERMORD AN DEN ARMENIERN

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Inhalt

  • Halbzeit mit Licht und Schatten

    Das zweite Regierungsjahrvon Präsident Lula da Silva in Brasilien

    Mit der Wahl des weitgehend unbekannten Cavalcanti zum Präsidenten der Abgeordnetenkammer Brasiliens ist der politische Spielraum des bislang ohnehin nicht allzu erfolgreichen Präsidenten des Landes, Ignacio Lula da Silva, kleiner geworden, und auch eine baldige Inangriffnahme der von diesem nach seinem Amtsantritt versprochenen sozialen Reformen ist nunmehr unwahrscheinlicher denn je.

    von Wilhelm Hofmeister

  • Die Beziehungen Chiles zu seinen Nachbarländern

    Ein Land zwischen Bewunderung und Missgunst

    Das Verhältnis des weltweit wirtschaftlich und politisch als Musterland geltenden Chile zu seinen Nachbran Argentinien, Bolivien und Peru ist keineswegs frei von Spannungen, jedoch macht die unlängst nach EU-Vorbild gegründete Comunidad Sudamericana Hoffnung auf eine verbesserte Kooperation in der Region und damit auch auf eine Relativierung der in dieser herrschenden bilateralen Spannungen.

    von Helmut Wittelsbürger, Stefanie Möller

  • Das Zerbrechen des europapolitischen Konsenses in Spanien

    Über den Ausgang des Referendums zur Europäischen Verfassung vom 20. Februar 2005

    Sowohl das dürftige Ergebnis des spanischen Referendums über den Vertragstext zur Europäischen Verfassung als auch die schwache Beteiligung an demselben dürfen getrost als Folge der innenpolitischen Auseinandersetzungen der beiden Volksparteien Spaniens, PSOE und PP, gesehen werden, deren Verhalten einer Förderung der europäischen Sache in dem traditionell europafreundlichen Land keineswegs dienlich war.

    von Michael Däumer, Stefan Reith

  • Russlands südkaukasische Peripherie

    Angesichts des Verlustes seiner weltpolitischen Rolle sowie zahlreicher Konflikte in und um den Kaukasus ist Moskau derzeit bemüht, seine neuen geostrategischen Ziele durch eine wirtschaftspolitische Reintegration auf dem ehemaligen Sowjetterritorium, den Erwerb von Firmenanteilen im Energiesektor seiner Nachbarstaaten sowie eine allmähliche Russifizierung der von Sezessionstendenzen geprägten kaukasischen Teilrepubliken zu erreichen.

    von Alexander Warkotsch

  • Zum neuen türkischen Strafgesetzbuch

    Das im September 2004 verabschiedete neue türkische Strafgesetzbuch stellt in mancher Hinsicht einen großen Schritt in Richtung Modernisierung des Landes dar, jedoch zeigen die noch vorhandenen Defizite, so etwa die ungenügende Verankerung der Menschenrechte und die noch ausstehende Angleichung vieler Landesgesetze an das neue Werk, dass der Weg der Türkei in Richtung Europa noch weit ist.

    von Silvia Tellenbach

  • Rückblick auf den Genozid. Leugnen und Erinnern

    BÜCHER ÜBER DEN VÖLKERMORD AN DEN ARMENIERN

    Zahlreiche, in aller Welt erschienene Veröffentlichungen ganz unterschiedlicher, indes sehr bewegender Art widmen sich dem im April 1915 von der seinerzeitigen jungtürkischen Regierung begonnenen Massenmord an den Armeniern; einem Ereignis, das von der offiziellen Türkei nach wie vor geleugnet wird und dessen Erwähnung im Lande selbst unter Strafe steht.

    von Aschot Manutscharjan

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