Nationalismus


„Uns ist sehr wichtig, dass wir gemeinsam eine starke Antwort auf das Coronavirus finden. Es kennt keine Grenzen, es kennt keine Nationalitäten.“ So äußerte sich die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Anfang 2020 haben der Ausbruch von COVID-19 und die ­daraus folgende anhaltende Corona-Pandemie weltweit ein neues Maß an Ausnahmezuständen hervorgerufen. Dazu zählt auch, dass innerhalb der Europäischen Union Grenzen geschlossen und Grenzkontrollen eingeführt wurden.

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Inhalt

Nationalismus

  • Editorial

    „Uns ist sehr wichtig, dass wir gemeinsam eine starke Antwort auf das Coronavirus finden. Es kennt keine Grenzen, es kennt keine Nationalitäten.“ So äußerte sich die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Anfang 2020 haben der Ausbruch von COVID-19 und die ­daraus folgende anhaltende Corona-Pandemie weltweit ein neues Maß an Ausnahmezuständen hervorgerufen. Dazu zählt auch, dass innerhalb der Europäischen Union Grenzen geschlossen und Grenzkontrollen eingeführt wurden.

    von Gerhard Wahlers

  • Einfache Erklärungen

    Ressentiments gegen die Europäische Union, Schaffung von Feindbildern: Nationalistische Parteien erzielen seit einigen Jahren fast überall in Europa wieder beachtliche Wahlergebnisse und stellen die demokratische Entwicklung in vielen Mitgliedsländern der EU vor große Herausforderungen. Die Gründe dafür sind vielfältig und regional unterschiedlich. Wie aber kann eine erfolgversprechende politische Antwort aussehen? Warum nationalistische Kräfte in Europa erstarken

    von Wilhelm Hofmeister

  • Indigene Identität in Lateinamerika

    Indigene Identität in Lateinamerika unterscheidet sich fundamental von postmaterieller Identitätspolitik im Westen, sie könnte jedoch von deren Aufschwung profitieren. Aufgrund tiefsitzender Repräsentationsdefizite ist die Frage indigener Politik in quasi allen Ländern der Region präsent, jedoch in stark unterschiedlicher Ausprägung. Für die Region bedeutet indigene Identität eine weitere Manifestation der Ungleichheit ihrer Gesellschaften und eine Herausforderung an die Politik. Kultureller Reichtum und sozialer Sprengstoff

    von Georg Dufner

  • Nationale Identität gegen Druck von außen

    Die prorussischen und proeuropäischen Pole der belarussischen Nationalidentität, so sehr sie einander in inhaltlichen Fragen ausschließen, gehören nüchtern betrachtet zu Belarus in seiner heutigen Form dazu. Identitätspolitisch ist diese Erkenntnis eine Chance, die inneren Narrative zu versöhnen und interne Spannungen zu lösen. Letztlich kann durch diese Sichtweise auch auf internationalem Parkett das Profil des Landes geschärft werden – insbesondere gegenüber dem Westen, wo Belarus aufgrund seiner langjährigen Selbstverortung weiterhin oft schlicht als Anhängsel Russlands wahrgenommen wird. Versöhnt Belarus seine widerstreitenden Narrative?

    von Jakob Wöllenstein

  • Religiöser Nationalismus in Südasien

    Die jüngste Serie von Gewalthandlungen in Südasien wirft die Frage auf, inwieweit die Gewalt in den Gesellschaften mit dem Aufstieg des religiösen Nationalismus zusammenhängt. Ein Blick auf dessen Wurzeln, Entwicklung und Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hilft, eine Antwort darauf zu finden. Zwischen nationaler Einheit und gesellschaftlicher Spaltung

    von La Toya Waha

  • „Hypernationalismus“?

    Wenige Regionen werden bezüglich ihrer wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sicherheitspolitischen Verfasstheit durch derart massive Veränderungen herausgefordert wie die Golfstaaten. Veränderungen, die auch zu einer Auflösung bisheriger identitätsbildender Faktoren führen. An ihre Stelle treten heute Nationalisierungsprojekte, mit denen der Vorwurf einhergeht, die Golfstaaten verfolgten einen aggressiven „Hypernationalismus“. Identitäts- und Nationalismusdebatten am Golf

    von Fabian Blumberg

Weitere Themen

  • Die Lage im Sahel

    Die Sahelregion steht nunmehr seit mehreren Jahren im Fokus der europäischen und deutschen Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik. Trotz eines erheblichen Engagements der internationalen Staatengemeinschaft seit der erfolgreichen französischen Militäroperation Serval gegen terroristische Gruppen in Mali im Januar 2013 hat sich die Sicherheitslage jedes Jahr weiter verschlechtert. Nicht allein dschihadistische Vereinigungen wie ­GSIM und ­EIGS tragen zu dieser instabilen Lage bei, sondern auch lokal geprägte, in Teilen ethnische Konflikte, bewaffnete Milizen und organisierte Kriminalität. Was sind die Hintergründe dieser sich verschärfenden Lage und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die europäische und deutsche Unterstützung der Sahelstaaten? Konsequenzen für das internationale Engagement

    von Thomas Schiller

  • Coronavirus in Lateinamerika

    In Lateinamerika werden die rechtspolitischen Folgen, die aus der Coronakrise hervorgehen, in großem Umfang davon abhängen, wie die Regierungen der Region ihre Macht in Zeiten des Notstands ausüben. Missbrauchen Lateinamerikas Regenten ihre Befugnisse zur Zementierung ihrer Macht, sieht es für den Rechtsstaat in Lateinamerika in Zukunft finster aus. Wissen sie ihre Macht mit Maß auszuüben und ihre Länder mit gutem Führungsstil aus der Krise zu leiten, könnten sie verloren geglaubtes Vertrauen zurückgewinnen. Eines ist sicher: Die Coronakrise wird die politischen Spielregeln verändern. Chance oder Bedrohung für den Rechtsstaat?

    von Marie-Christine Fuchs

Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) der Konrad-Adenauer-Stiftung sind eine Zeitschrift für internationale Fragen, Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Sie haben das Ziel, einen Teil der im Zusammenhang mit der Auslandsarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung gesammelten Informationen der Öffentlichkeit bzw. Fachöffentlichkeit in Deutschland zugänglich zu machen. Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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