Jakob Wöllenstein

Leiter des Auslandsbüros Belarus

Expertise



 

  • Europäische Integration (Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa)
  • Außen- und Sicherheitspolitik
  • Energiepolitik
  • Russland, Ukraine, Belarus, Georgien, Armenien, Aserbajdschan, Litauen, Lettland, Estland

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Publikationen

Länderberichte

Unionsstaat „Bela-Russland“? Vereinigung vertagt

von Jakob Wöllenstein

Strukturell verschiedene Interessen: Trotz enger Partnerschaft vorerst keine vertiefte Integration von Russland und Belarus
Der 8. Dezember 2019 war mit Anspannung erwartet worden, da an diesem Tag anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens des „Vertrags über die Schaffung des Unionsstaats“ zwischen der Republik Belarus und der Russischen Föderation beim Treffen der beiden Staatsoberhäupter die Integration beider Länder auf eine neue Stufe gehoben werden sollte. Seit Monaten hatten Arbeitsgruppen Roadmaps ausgearbeitet, die nun in Form eines Aktionsplans feierlich verabschiedet werden sollten. Doch trotz „deutlicher Fortschritte“ in den Verhandlungen kam es erneut zur Vertagung. Wenngleich zu einer Reihe der trennenden Fragen Kompromisse möglich sind, bleiben einige Interessenunterschiede grundsätzlich und eine Verschmelzung beider Länder in einem Superstaat scheint unwahrscheinlich.

Länderberichte

Belarus vor den Parlamentswahlen

von Jakob Wöllenstein

Trotz restriktiver Maßnahmen im Vorfeld scheinen demokratische Fortschritte nicht ausgeschlossen. Sie wären hilfreich für die Beziehungen mit dem Westen.
Am 17. November sind etwa sieben Millionen Belarussinnen und Belarussen zur Wahl des Repräsentantenhauses aufgerufen. Das Interesse daran im Land ist niedrig, da die Wahlen vielen als rein bürokratischer-administrativer Akt gelten. In vergangenen Jahren war Kritik an der Nichteinhaltung demokratischer Standards neben der Menschenrechtsfrage einer der zentralen Streitpunkte im Verhältnis zwischen Minsk und dem Westen. Der nicht unumstrittene vorgezogene Wahltermin fällt nun in eine Zeit, in der Belarus in außen-, sicherheits- und wirtschaftspolitischen Fragen eine vorsichtige Annäherung mit dem Westen sucht und durch seine Vermittlerrolle im Ukrainekonflikt Vertrauen aufbauen konnte. Die Wahlen bilden daher einen Prüfstein, ob auch in dieser zentralen Frage zumindest kleine Fortschritte möglich sind – ausgeschlossen scheint es nicht.

Länderberichte

Ein Vierteljahrhundert Lukaschenka

von Jakob Wöllenstein

Kein Staatschef in Europa ist schon so lange an der Macht wie er
Seit 1994 ist Aliaksandr Lukaschenka Präsident von Belarus. Das 25. Jubiläum seines Machtantritts am 20. Juli 2019 verging ohne Pomp. Dabei hat das autoritäre Staatsoberhaupt das unabhängige Belarus geprägt wie kein anderer.

Länderberichte

Minsk gibt sich „Lesik“

von Jakob Wöllenstein

Mit der Austragung der zweiten „Europäischen Spiele“ hofft Belarus neben sportlichem Medaillensegen auch auf Touristenströme und Imagegewinn
Minsk steht wenige Tage vor einer sportlichen Großveranstaltung, die trotz moderater Gesamtkosten zum Minusgeschäft werden könnte. Dennoch freut sich die Stadt und hat die Gelegenheit, sich den internationalen Gästen und Medien von der besten Seite zu präsentieren. Dies könnte helfen, weiter für ein pragmatisches, verbessertes Verhältnis mit dem Westen zu werben, da die Beziehungen mit Russland angespannt bleiben und der Gastgeber eine Reihe wirtschaftlicher Probleme immer stärker zu spüren bekommt.

Länderberichte

Kreuz-Reinemachen in Kurapaty

von Jakob Wöllenstein

Teilabriss einer „Volksgedenkstätte“ für Opfer der Stalinzeit bei Minsk
Die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alixejiwitsch sprach von einem „künftigen Bezugspunkt der belarussischen Geschichte“, die Parlamentsabgeordnete Hanna Kanopatska nannte es „satanische Blasphemie” und die erste Reaktion des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses der Nationalver-sammlung, Valerij Voronetskij, war „Verwirrung, Schmerz und Angst“. Erhitzte Gemüter und eine offene Konfrontation zwischen staatlichen Behörden auf der einen und eine seltene Mischung aus Aktivisten, Vertretern von Kirchen und Oppositionsparteien sowie einfachen Bürgern und Teilen der Staatsmacht auf der anderen Seite prägten das Bild in diesen Tagen gut zwei Wochen vor Ostern.

Veranstaltungsberichte

Rumänien hat gewählt - Vertrauen in deutsch-rumänische Beziehungen

von Jakob Wöllenstein

Podiumsdiskussion über den Ausgang der Parlamentswahlen 2016
Am vergangenen Sonntag haben die Bürger Rumäniens nach elf Monaten Regierungszeit eines Expertenkabinetts ein neues Parlament gewählt. Die Sozialdemokraten erreichten in beiden Kammern eine deutliche Mehrheit, während die bürgerliche PNL auf gut 20 Prozent zurückgefallen ist und neue politische Kräfte den Plan betreten haben. Bei einer Podiumsdiskussion sprachen wir mit Politikern und Wissenschaftlern aus Rumänien und Deutschland über Hintergründe und Konsequenzen des Wahlausgangs.

Veranstaltungsberichte

Ausschreibung: Stipendien für Studierende aus Belarus

von Jakob Wöllenstein

Zum Studium in Belarus oder an der EHU in Vilnius
Das Büro Belarus der Konrad-Adenauer-Stiftung vergibt Stipendien an belarussische Studentinnen und Studenten aller Fachrichtungen, die einen Bachelor-, Masterabschluss oder einen PhD an belarussischen Hochschulen (einschließlich der EHU in Vilnius) erwerben wollen. Die Studierenden erhalten 150 Euro pro Monat. Das Programm dauert in der Regel 12 Monate und wird durch Seminare sowie persönliche Beratungen begleitet. Eine weitere Förderung bis zum Studienabschluss ist grundsätzlich möglich.

Veranstaltungsberichte

Auf mitteleuropäischen Abwegen?

von Jakob Wöllenstein, Katharina Heiß

Tschechien und die Slowakei im Kontext der Visegrád-Gruppe
Der Ausgang der Parlamentswahlen in der Slowakei am 5. März 2016 überraschte das Land und die Parteienlandschaft in erheblichem Maße. Sämtliche Umfragen und Prognosen hatten sich als unzutreffend herausgestellt. Dr. Werner Böhler, KAS-Auslandsmitarbeiter in Tschechien und in der Slowakei, begann vor diesem Hintergrund seinen Vortrag mit einem Überblick über die Wahlen und die damit einhergehende aktuelle politische Lage in der Slowakei.