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Der Hamburger Hafen - Heimat sehen, schmecken, riechen

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Die Sonne scheint so hell, dass man das Gefühl hat, man könnte jedes einzelne Staubkorn in ihren Strahlen erkennen. Am Hamburger Hafen herrscht auf den ersten Blick ein pures Durcheinander. Leute aus den verschiedensten Ländern huschen aneinander vorbei, einige stehen nur da und starren auf das durch die Sonne zum Glitzern gebrachte Wasser. Andere gehen Ihrer Arbeit am Hafen nach und freuen sich bereits auf den Feierabend, doch jeder hat seine Aufgabe und verbindet etwas mit dem Hafen.

Es ist voll. Menschenmassen schlendern an der Elbe entlang und beobachten vorbeifahrende Schiffe. Ab und zu wird die angenehm kühle Brise von Fischgeruch begleitet. Die meisten Menschen tragen eine Sonnenbrille, sind leicht bekleidet und schmücken die Atmosphäre des Hafens mit Ihrem Lächeln. Aus der einen Ecke ist Musik eines Straßenmusikanten zu hören. Er sitzt mit seiner Mundharmonika auf einem Klappstuhl, hat einen Kaffeebecher vor seinen Beinen platziert und bringt durch sein Talent einige Leute dazu, ihm etwas Kleingeld zu geben. Jedes Mal lächelt er den Leuten dankbar zu und spielt voller Euphorie weiter seine Lieder.

Alle paar Minuten wird seine Musik von lauten Rufen wie „Hafenrundfahrt! Hier die Tickets!“, „Eine Stunde glücklich sein“ oder „Heute gibt’s hier den Blondinenrabatt, nicht so schüchtern die Damen!“ übertönt. Diese kommen aus der Richtung eines Ticketverkäufers für Hafenrundfahrten.

Er bezeichnet den Hafen als Heimat und verbindet seine Arbeit mit viel Spaß, da er sowohl mit den gebürtigen Hamburgern, als auch den Touristen gerne in Kontakt steht und gut findet, dass sie durch die Schiffsrundfahrten begleitet von Sonne, guter Laune und der Elbe um sich herum, einiges von Hamburg zu sehen bekommen. Er ist groß, ziemlich stämmig und hat einen grauen, dichten Bart. Seine Mundwinkel sind beim Sprechen über seine Arbeit und Heimatstadt Hamburg fast durchgehend gehoben. Der Glanz in seinen Augen gleicht dem der Elbe. Er ist ein sehr fröhlicher, aufgeweckter Mann und man hat das Gefühl er würde die Atmosphäre des Hamburger Hafens durch seine positive Ausstrahlung wiedergeben.

Geht man weiter, wird man wieder in Richtung Straße gelenkt, welche von vielen Autos und Sightseeing-Bussen befahren ist. Es ist sehr laut und scheint ein Gegensatz des Hafens zu sein. Doch die dicht befahrene Straße scheint ein wichtiger Bestandteil des Hafens zu sein, denn diese überqueren die Leute, um zum Hafen zu gelangen, um auf das Wasser blicken zu können, den hellblauen Himmel zu betrachten oder zu entspannen. Das Heimatgefühl ist groß und der Hamburger Hafen einer der Orte, welcher Zufriedenheit, Entspannung und Wohlsein nahezu perfekt verkörpert.

Von Jennifer Brinkmann

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