Zwei JONAlisten mit renommierten Journalistenpreisen ausgezeichnet

Nannen-Preis und Axel-Springer-Preis: Zwei begehrte Auszeichnungen gehen an Dominik Stawski und Miguel Helm von der Journalistischen Nachwuchsförderung (JONA).

Gleich zwei Absolventen der Journalistischen Nachwuchsförderung (JONA) der Konrad-Adenauer-Stiftung haben dieses Jahr einen Journalistenpreis gewonnen: KAS-Altstipendiat Dominik Stawski wurde mit dem Nannen-Preis 2020 ausgezeichnet für seine Reportage über vier Menschen, die auf ein Spenderherz warten. Miguel Helm erhielt den Axel-Springerpreis für Jungjournalisten in Gold für seine Geschichte über den sexuellen Missbrauch einer Minderjährigen.


"Wenn das Herz versagt und es nur eine Rettung gibt" – Das ist der Titel der Reportage des JONA-Altstipendiaten Dominik Stawski, die in diesem Jahr mit dem Nannen-Preis ausgezeichnet wurde. Stawski erzählt darin die Geschichte von vier Herzpatienten, die auf ein Spenderherz warten. Das Problem: Es gibt nicht genug. Keiner der vier Patienten kann daher sicher sein, ein lebensrettendes Herz zu erhalten. Was diese Ungewissheit und Angst mit Menschen macht, beschreibt der Journalist eindrücklich in seiner Reportage. Für seinen Beitrag wurde Stawski mit dem Nannen-Preis in der Disziplin beste Reportage (Egon Erwin Kisch-Preis) ausgezeichnet. 

Miguel Helm hat mit „Sie ist 13, er 52“ ebenfalls eine aufrüttelnde Geschichte geschrieben. In seinem Beitrag geht es um den sexuellen Missbrauch eines minderjährigen Mädchens, das fünf Jahre verschwunden war – verführt und verschleppt von einem 52-Jährigen. Für diese Reportage wurde Helm mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ausgezeichnet. 

„Sie kommentieren nicht, Sie erklären durch beschreiben, nehmen den Leser mit in andere Leben“, lobt Theo Koll, Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, den jungen Journalisten Helm in seiner Laudatio und nennt damit auch gleich einen der wichtigsten Kernaufträge für gute Journalisten.

Miguel Helm sagt zu seiner Auszeichnung: „Ich freue mich riesig über Gold beim Axel-Springer-Preis 2020. Ohne die Ausbildung und den Support der Jona wäre ich zu dieser Recherche nicht in der Lage gewesen.“ 

 

Dominik Stawski hat in Eichstätt und Boston Journalistik, Betriebswirtschaft und Politikwissenschaft studiert. Nach seinem Volontariat bei der "Süddeutschen Zeitung" in München, Berlin und Brüssel wechselte er in das Gesellschaftsressort des "Stern" nach Hamburg. Seit 2019 leitet er dort das Auslandsressort. Für seine Reportagen wurde er unter anderem mit dem Reporterpreis, dem Axel-Springer-Preis, dem Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus sowie dem Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet.  

Miguel Helm, 24, arbeitet als freier Autor in Berlin. Er ist in Freiburg im Breisgau aufgewachsen, seine ersten Veröffentlichungen erschienen in der Badischen Zeitung. Danach freie Mitarbeit beim Rundfunk Berlin-Brandenburg und der ZEIT. Parallel dazu Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaft in Konstanz, London und momentan in Berlin. Er war 2019 für den Reporterpreis nominiert. 


Wegen der Corona-Pandemie fanden beide Verleihungen in diesem Jahr online statt.


Links:

Reportage von Dominik Stawski: "Wenn das Herz versagt und es nur eine Rettung gibt"

Reportage von Miguel Helm: "Sie ist 13, er 52" (kostenpflichtges Angebot von Zeitonline)

Online-Veranstaltung der Axel-Springer-Akademie