Nachhaltig - Jenseits von Verboten

Nimmt die Menschheit ihre erdgeschichtliche Verantwortung ausreichend wahr? Derart umfassend verändern Menschen den Planeten, dass Wissenschaftler vorschlagen, ein geologisches Zeitalter nach ihr zu benennen: das Anthropozän. Der Begriff verweist selbstredend auf die destruktiven Folgen menschlichen Handelns für die irdische Natur. Zu Recht atmet die Welt auf, seit die USA zu den Pariser Klimaschutzzielen zurückgekehrt sind. Doch so wichtig die Neuformierung internationaler Zusammenarbeit in Nachhaltigkeitsfragen ist: Ihre Konzepte bleiben abstrakt, sollten sie nur „top-down“ verhandelt werden. Schon heute stapeln sich die Klima-, Umwelt- und Naturschutzverordnungen in den Amtsstuben, Planungsbüros und Betrieben vor Ort. Ver- und Gebote mit engmaschigen Kontrollen allein fördern jedoch die Attraktivität des Nachhaltigkeitsgedankens in der Breite nicht. Vielmehr sind Ideen gefragt, die sich in der gelebten Praxis bewähren oder, noch besser, aus ihr erwachsen. Es geht darum, in einer teils ideologisch zugespitzten Debatte Impulse für einen breiten Dialog und Einbindung zu geben.

Edward Burtynsky, courtesy of Galerie Springer, Berlin / Nicholas Metivier Gallery, Toronto / Gestaltung: StanHema

Inhalt

Magdalena Göbl: Aufgeladener Diskurs. Warum Moral allein keine Lösung ist und Nachhaltigkeit zur Leerformel zu werden droht

  • Aufgeladener Diskurs

    Warum Moral allein keine Lösung ist und Nachhaltigkeit zur Leerformel zu werden droht

    von Dr. Magdalena Göbl

Ralf Fücks: Verbieten kann jeder. Klimakrise als Bewährungsprobe für die offene Gesellschaft

  • Verbieten kann jeder

    Die Klimakrise wird zur Bewährungsprobe für die offene Gesellschaft

    von Ralf Fücks

Jürgen Struck: Acker oder Brache. Landwirtschaft und Nachhaltigkeit

Interview: "Europas Mann-auf-dem-Mond-Moment". Ursula von der Leyen über den European Green Deal als Zukunftsvision

Anna Luisa Lippold: Bewegung statt Stillstand. Orientierungen zu einer nachhaltigen Mobilität

Andreas Barner, Volker Meyer-Guckel: Ansporn zum Umbau. Impulse zur Transformation der Industrie

  • Ansporn zum Umbau

    Impulse zur Transformation der Industrie

    von Prof. Dr. Andreas Barner, Volker Meyer-Guckel

Jürgen Rüttgers: Eine neue Erinnerungskultur. 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Die Politische Meinung und Team

Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik. Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

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