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Der Geschichtspodcast

Als Weimar die NSDAP verbieten wollte: Parteiverbote von 1930 bis heute

von Angelika Fey, Stefan Stahlberg

Der Geschichtspodcast von Frankfurter Allgemeine Zeitung und Konrad-Adenauer-Stiftung – Folge #16

Wie wehrhaft ist die Demokratie? Von der NSDAP in Weimar über die KPD in der Bundesrepublik bis zur AfD geht es um dieselbe Frage: Wann kann und darf eine Demokratie Parteien verbieten, um die Freiheit zu schützen?

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Als Weimar die NSDAP verbieten wollte: Parteiverbote von 1930 bis heute

Podigee, 8. Oktober 2026

Der Jurist Robert Kempner und drei weitere Beamte weisen im Jahr 1930 in einem internen Gutachten nach, dass die NSDAP die Republik von innen zerstören will. Doch ein NSDAP-Verbot scheitert. Weshalb, das erklären wir in dieser Folge. Außerdem geht es um Parteiverbote in der Bundesrepublik und die Frage, was das alles für die Debatte um ein mögliches AfD-Verbot bedeutet. 

Welche Lehren lassen sich aus Weimar ziehen? Die junge Bundesrepublik sollte eine streitbare Demokratie sein, die sich gegen ihre Feinde wehren kann. Wie die Väter und Mütter des Grundgesetzes deshalb ein Parteienverbot angelegt haben, erläutert der Historiker Andreas Wirsching im Interview.

In Deutschland hat es in den 1950er Jahren zwei erfolgreiche Parteiverbote gegeben: Die rechtsextreme SRP und die KPD wurden beide für verfassungswidrig erklärt. Zudem gab es zwei Verbotsverfahren gegen die NPD. Auf die Verbotsverfahren gehen wir ebenfalls ein. Schließlich fragen wir: Wie wehrhaft und streitbar ist Deutschland heute, auch im Hinblick auf den Umgang mit der AfD?
 

In der Bilderstrecke finden Sie Fotos und Dokumente aus Weimar und Bundesrepublik zu Personen und Ereignissen dieser Episode:


 

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Hosts

Angelika Fey (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Stefan Stahlberg (Konrad-Adenauer-Stiftung)

 

Gäste

Andreas Wirsching, Historiker; Professor em. für Neueste Geschichte an der LMU München

Matthias Oppermann, Leiter Abteilung Zeitgeschichte, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

 

Literatur

Bracher, Karl Dietrich: Die Weimarer Republik 1918–1933. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, 2. Aufl., Bonn 1988.

Rossol, Nadine/Ziemann, Benjamin (Hg.): Aufbruch und Abgründe. Das Handbuch der Weimarer Republik, Darmstadt 2021.

Geppert, Dominik: Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, München 2021.

Kempner, Robert M.W. unter Mitarbeit von Friedrich, Jörg: Ankläger einer Epoche. Lebenserinnerungen, Berlin 1983.

Kempner, Robert M. W. (Hg.): Der verpaßte Nazi-Stopp. Die NSDAP als staats- und republikfeindliche, hochverräterische Verbindung. Preußische Denkschrift von 1930, Berlin 1983.

Molitor, Andreas: Hermann Göring. Macht und Exzess. Eine Biografie, München 2025.

Wirsching, Andreas: Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, München 2011.

 

Online-Quellen:

Bracher, Karl Dietrich / Matthias, Erich / Morsey Rudolf (Hgg.), Politik und Wirtschaft in der Krise 1930–1932. Quellen zur Ära Brüning, online auf kgparl.de, abgerufen am 21.09.2026.

Hofmann, Hans: Das Demokratieverständnis der Extremisten. Grenzen und Abgrenzung zur Demokratie des Grundgesetzes am Beispiel der Partei „Alternative für Deutschland“, online auf kas.de, 05.10.2026 

 

Produktion

Redaktion: Angelika Fey, Stefan Stahlberg

Produktion: F.A.Z. Audio

Sprecher: Kathrin Jakob  & Josephine Bewerunge

Soundlogo: David Brucklacher

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