Das Erbe der extremen Rechten: Völkischer Nationalismus von Weimar bis heute
Einer der führenden Theoretiker des völkischen Nationalismus in den frühen 1920er-Jahren war Arthur Moeller van den Bruck. Er bekämpfte die parlamentarische Demokratie der Weimarer Republik und verachtete den Liberalismus. 1923 veröffentlichte er sein bekanntestes Buch "Das dritte Reich", darin lud er den Begriff des „dritten Reiches“ politisch auf und machte ihn so für die Nationalsozialisten anschlussfähig. Dennoch wurden Moeller van den Bruck und andere Autoren der sogenannten Konservativen Revolution nach 1945 als vermeintlich „sauberes“, vom Nationalsozialismus nicht kontaminiertes Erbe umgedeutet, auf das sich die Neue Rechte gerne bezieht. Es findet sich nichts im heutigen Sinn „Konservatives“ an den Autoren der nachträglich von Armin Mohler so bezeichneten Konservativen Revolution. Diese Folge des Geschichtspodcasts zeichnet zusammen mit dem Historiker Volker Weiß die langen Linien völkisch-nationalistischen Denkens nach: vom Kaiserreich über Weimar und Arthur Moeller van den Bruck bis zu Armin Mohler, Götz Kubitschek und politischen Akteuren der Gegenwart.
Podigee, 3. September 2026
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Hosts
Angelika Fey (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Stefan Stahlberg (Konrad-Adenauer-Stiftung)
Gast
Volker Weiß, Historiker & Publizist
Justus Bender (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Literatur
Thomas Lorenz: „Die Weltgeschichte ist das Weltgericht“. Der Versailler Vertrag in Diskurs und Zeitgeist der Weimarer Republik, Marburg 2005.
Erich Mühsam: Unpolitische Erinnerungen, Hamburg 2000.
Uwe Puschner: Die völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich. Sprache – Rasse – Religion, Darmstadt: WBG, 2001.
André Schlüter: Moeller van den Bruck. Leben und Werk, Berlin 2008.
Volker Weiß: Moderne Antimoderne. Arthur Moeller van den Bruck und der Wandel des Konservatismus, Paderborn: Ferdinand Schöningh, 2012.
Online-Quellen
Verfassungsschutzbericht 2021 Freistaat Thüringen
Produktion
Redaktion: Angelika Fey, Stefan Stahlberg
Produktion: F.A.Z. Audio
Sprecher: Kathrin Jakob & Josephine Bewerunge
Soundlogo: David Brucklacher
Schwarz-Rot-Gold: Woher die Farben der deutschen Flagge kommen – und was sie bedeuten
Die Flagge entstand in der freiheitlichen Nationalbewegung im 19. Jahrhundert und symbolisiert bis heute die Werte von Demokratie & Freiheit. Das Video erläutert, wie es dazu kam.
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