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Der Geschichtspodcast

WM in Argentinien 1978: Kann Fußball unpolitisch sein?

von Michael Götz, Stefan Stahlberg

Der Geschichtspodcast von Frankfurter Allgemeine Zeitung und Konrad-Adenauer-Stiftung - Folge #10

Fußballfest oder Propagandainszenierung? Die Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien zeigt, wie die Militärdiktatur das Sportspektakel ausnutzte und wie FIFA und DFB die politische Dimension des Großereignisses und ihre eigene Verantwortung ausblendeten.

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Auf einen Blick

  • Fußballgroßereignisse wirken über den Sport hinaus in Gesellschaft und Politik, weil sie auf einer internationalen, medialen Bühne stattfinden
  • Sportfunktionäre und Spieler tragen als Personen des öffentlichen Lebens, als Schnittstelle zwischen Sport und Politik sowie als Vorbilder eine gesellschaftspolitische Verantwortung
  • Haltung im Sport muss klare Werte erkennbar machen und darf sich nicht in bloßer Symbolpolitik im Stadion erschöpfen

 

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WM in Argentinien 1978: Kann Fußball unpolitisch sein?

Die Folge blickt auf die Fußball-WM 1978 in Argentinien: auf den Jubel in den Stadien, während die Militärdiktatur Menschen verschwinden ließ, folterte und ermordete. Die Hosts erläutern die Hintergründe für den Militärputsch, wie die Junta mit den Fußballfunktionären zusammenarbeitete und wie die Nationalmannschaft mit den Vorwürfen gegenüber den Militärs umgingen. Der Historiker Stefan Rinke ordnet für die Folge die Geschichte Argentiniens in den Siebzigern ein; der Sportjournalist Michael Horeni spricht über Fußball, Medien und politische Verantwortung; Henning Suhr von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Uruguay beleuchtet die besondere gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs in Argentinien. 

Podigee, 4. Juni 2026

 

 

In der Bilderstrecke finden Sie historische Fotos ausgewählter Protagonisten der Podcastfolge:

 


 

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Hosts

Michael Götz (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Stefan Stahlberg (Konrad-Adenauer-Stiftung)
 

Gäste

Stefan Rinke, Professor für die Geschichte Lateinamerikas am Lateinamerika-Institut und an der Freien Universität Berlin

Michael Horeni, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Henning Suhr, Leiter Regionalprogramm Parteiendialog Lateinamerika der Konrad-Adenauer-Stiftung in Montevideo, Uruguay

 

Q&A-Fragen

„Wo ziehen Sie die Grenze? Ab welchem Punkt muss Fußball politisch sein?“

Ihre Meinung interessiert uns! Schreiben Sie uns gerne an podcast@faz.de oder schicken Sie uns eine Sprachnachricht an +49 172 – 778 2384. Die Fragen und Kommentare unserer Hörer besprechen wir kommenden Donnerstag in der Q&A-Folge – gemeinsam mit unseren Experten. Einsendungen können gekürzt oder auszugsweise im Podcast verwendet werden.
 

Literatur

Archetti, Eduardo P.: “Argentina 1978. Military Nationalism, Football Essentialism, and Moral Ambivalence”; in: Tomlinson, Alan, Young, Christopher: National Identity and Global Sport Events. Culture, Politics, and Spectacle in the Olympics and the Football World Cup, Albany: State University of New York Press, 2006, S. 133–147.
Blaschke, Ronny: Buenos Dias Argentina: WM zwischen Triumph und Folter, Artikel auf bpb.de, 10. Juni 2018.
Ehrhart, Hans-Georg: Fußball und Völkerverständigung, Artikel auf bpb.de, 4. Mai 2006.
Gomez, David: From the Pitch to Power: Football and Politics in Latin America, Konrad-Adenauer-Stiftung, 2026.

Riekenberg, Michael: Kleine Geschichte Argentiniens, München: C.H. Beck, 2009.

 

Produktion

Autoren & Redaktion: Michael Götz, Stefan Stahlberg

Sprecherin: Kati Schneider

Produktion: F.A.Z. Audio in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung

Soundlogo: David Brucklacher

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Kontakt Stefan Stahlberg
Portrait Stefan Stahlberg
Referent Zeitgeschichte
stefan.stahlberg@kas.de +49 30 26996-3688 +49 30 26996-53688
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