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Event Reports

Wie bewusste und ganzheitliche Gesundheit und Ernährung gefördert werden kann

Reden wir über Familie – Der Feierabendtalk

Die Gesundheit der heranwachsenden Generationen zu fördern, ist eine der wichtigen Aufgaben und Ziele in der Familie und Gesundheitspolitik. Gerade Kinder legen in kurzer Zeit große Entwicklungsschritte zurück. Zugleich werden in der Kindheit wesentliche Grundlagen für die Gesundheit in späteren Jahren gelegt. Deshalb hat das Politische Bildungsforum Thüringen mit einem Live Talk der Reihe „Reden wir über Familie“ diesem Thema eine Veranstaltung mit dem Titel „Wie bewusste und ganzheitliche Gesundheit und Ernährung gefördert werden kann“ gewidmet. Als Referenten waren Eva Plake und Michael Kring vom Verein symbioun e.V. geladen. Eva Plake arbeitet als Coach im direkten Austausch mit einschlägigen Einrichtungen, während Michael Kring im operativen Management des Vereins tätig ist.

 

Zum Einstieg definierte Eva Plake ganzheitliche Gesundheit als das Zusammenspiel von Ernährung, Bewegung sowie Stress & Entspannung. Diese seien die Grundpfeiler ihrer Arbeit. Der Verein betreue momentan vor allem KiTas und Schulen, aber auch Hochschulen. In Zukunft können sich die Referenten jedoch vorstellen, Einrichtungen jeden Lebensabschnittes zu begleiten.

Im Folgenden ging Eva Plake auf den Hospitationsprozess, der zu Beginn jedes Projektes erfolgt, beispielhaft in einer KiTa Einrichtung ein. Dieser beginne mit einer Programmvorstellung des Vereins gegenüber der Einrichtung. Im Folgenden würden die vorherrschenden Strukturen, wie das Bewegungspensum oder die Koordinationsfähigkeiten der Kinder sowie welche Verpflegung sie von ihren Eltern mitbekommen, genauestens beobachtet und dafür einige Interviews mit Pädagogen, Erziehern und Kindern geführt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden dann laut Plake in einem sogenannten Steuerungskreis erörtert. Dieser Steuerungskreis setze sich aus den Pädagogen, der Einrichtungsleitung und der Elternvertretung zusammen.

 

 

Hier würden dann demokratische Abstimmungen darüber entscheiden, welche Aspekte des Projekts wie in der Einrichtung umgesetzt werden können. Die Referentin betonte, dass die Einrichtungen dann während der Umsetzung vollumfänglich und individuell betreut werden. Zunächst gehe es meistens darum die Brotdosen der Kinder zu optimieren, indem Kinder dafür sensibilisiert werden wo die Lebensmittel herkommen und welche Auswirkungen diese auf ihren Körper und die Gesundheit haben. Aber auch an die Eltern müsse appelliert werden, da diese am längeren Hebel sitzen, so Plake. Man müsse ihnen auch Anregungen für zuhause mitgeben. Besonders sozial schwächere Familien bräuchten eine Beratung dahingehend, wie auch mit kleinem Budget gesund eingekauft werden kann. Dabei stünden die Coaches des Vereins wie Eva Plake auch zur Seite. Zur Unterstützung würden auch Veranstaltungen wie ein Eltern-Kind-Kochen organisiert werden. Ausgehend von einer Publikumsfrage gingen die Referenten auch auf die Thematik Familien mit Migrationshintergrund und die damit teilweise erschwerte Kommunikation zwischen den Coaches und den Eltern ein. Hierbei bedürfe es einer besonderen Unterstützung durch Dolmetscher.

 

Des Weiteren erklärte Michael König, dass es sich bei symbioun e.V. um einen gemeinnützigen Verein handelt, der durch Fördergelder und insbesondere von Krankenkassen finanziell unterstützt wird. Als Beispiel wurde hier eine Kooperation mit der Techniker Krankenkasse aufgeführt. Außerdem ging der Referent auf die Frage nach den eigenen Personalressourcen ein. Der Verein sei so aufgestellt, dass es festangestellte Coaches gibt, die mit Freiberuflern zusammenarbeiten. Die Netzwerkarbeit habe eine sehr hohe Priorität. Deutlich wurde jedoch, dass es in den Einrichtungen oft an Personal fehle. Eva Plake betonte, dass sie sich von der Politik wünschen würde, dass die pädagogischen und erzieherischen Berufe attraktiver gemacht werden, da der Personalmangel die Arbeit mit den Einrichtungen durchaus erschwere. Folglich seien viele Pädagogen und Erzieher gestresst und übertragen den Stress wiederum auf die Kinder. Aber auch bei der Stressbewältigung des Einrichtungspersonals stehen die Coaches beratend zur Seite, so die Referentin.

 

Andrea Ludwig bedankte sich bei den beiden Referenten für das informative und lehrreiche Gespräch und wünscht dem Verein, das die Projekte zukünftig von vielen weiteren Einrichtungen und Institutionen gut angenommen werden. Des Weiteren machte sie darauf aufmerksam, dass interessierte Zuhörer oder Zuhörerinnen sich gerne bei Eva Plake und Michael Kring von symbioun e.V. melden können, falls Interesse bestehe selbst in diesem Feld tätig zu werden.

Contact

Maja Eib

Maja Eib bild

Landesbeauftragte und Leiterin Politisches Bildungsforum Thüringen

maja.eib@kas.de +49 (0) 361 65491-0 +49 (0) 361 65491-11

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