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"Können 2017 den Wiedereinzug in den Bundestag schaffen"

Dr. Wolfgang Gerhardt im Interview mit KAS.de

Bei der Bundestagswahl im September verpassten die Liberalen erstmals in ihrer Geschichte den Wiedereinzug ins Parlament. Nun soll unter der Führung von Christian Lindner ein Neuanfang gestartet werden. Anlässlich des 65. Jahrestags der Parteigründung sprach KAS.de mit dem ehemaligen Parteichef und heutigen Vorsitzenden der Friedrich-Naumann-Stiftung, Dr. Wolfgang Gerhardt, über Aufbruchstimmung, politischen Liberalismus und Geburtstagswünsche.

Die Bundestagswahlen seien eine empfindliche Niederlage für die Liberalen gewesen, denn niemand habe erwartet, dass die Partei nicht wieder in den Bundestag einziehe, sagte Dr. Wolfgang Gerhardt im Interview mit KAS.de. „Aber jeder geht davon aus, dass wir den Wiedereinzug 2017 erreichen können, wenn wir aus Niederlagen lernen“, so der ehemalige FDP-Parteichef und heutige Vorsitzende der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung. Der komplette Wechsel in der Parteiführung sei konsequent gewesen und nun beginne die Arbeit von neuem.

Mit neuen Gesichtern, einem höheren Frauenanteil und unterstützt von einer neuen Generalsekretärin könne Christian Lindner als neuer Parteivorsitzender liberale Konzepte und Grundsätze neu darstellen und verlorengegangenes Vertrauen wiedererlangen. „Dann heißt es: Ausdauer in der Sache und Mut, den Menschen auch die Komplexität von Themen näherzubringen“, so Gerhardt. Liberale sollten sich davor nicht drücken, sondern sich vielmehr mutig dieser Aufgabe stellen.

Aufgabe der Naumann-Stiftung sei es nun, vermehrt im Rahmen der politischen Bildung den Menschen den politischen Liberalismus wieder näherzubringen. Denn, ohne das Distanzgebot zur Partei zu verletzen, „haben wir ein legitimes Interesse daran, dass er im parlamentarischen System der Bundesrepublik Deutschland seinen Platz wieder einnimmt“. Grundsätzlich wünsche er sich eine Renaissance des Liberalismus, wie es ihn zu Beginn der Bundesrepublik gegeben habe, als die Menschen noch in bewusster Erinnerung hatten, was Diktatur und Freiheitsentzug bedeuteten. „Ich wünsche mir eine mentale Verfassung der Gesellschaft, die Selbstständigkeit, eigene Lebensführung und Privatheit wieder schätzen lernt und sich nicht nur auf den Staat verlässt.“

Das komplette Interview mit Wolfgang Gerhardt finden Sie als Audio-Mitschnitt in der rechten Spalte.

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Editor

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

erscheinungsort

Berlin Deutschland