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Vita activa - Vita contemplativa

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Vita activa - Vita Contemplativa. Politik denken und gestalten. Bernhard Vogel zum 70. Geburtstag. Hrsg. von Günther Buchstab. Düsseldorf 2003.

Vorwort

Am 19. Dezember 2002 konnte Bernard Vogel, Ministerpräsident von Thüringen, seinen 70. Geburtstag feiern. Zur Ehrung des Jubilars veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. für ihren Vorsitzenden am 16. Januar 2003 in Berlin eine Festakademie unter dem Thema „Vita activa – Vita contemplativa. Politik denken und gestalten“. Die Festbeiträge und die Einführung in die Veranstaltung durch Bundestagsvizepräsident Norbert Lammert sind in diesem kleinen Band zusammengefasst.
Bernhard Vogels Gabe, auf Menschen zuzugehen, sie zusammenzuführen und zu motivieren, sie mitzunehmen, wie man heute sagt, stellt Angela Merkel, die Vorsitzende der CDU Deutschlands, heraus: Dabei würdigt sie die Verbindung von schier unerschöpflicher Arbeitskraft und größtmöglicher Gelassenheit als erfolgreicher Ministerpräsident des Landes Thüringen.Bernhard Vogel hat spätestens im Jahre 1965, mit seinem Eintritt in den Deutschen Bundestag, die „Politik als Beruf“ gewählt. Ganz im Sinne von Max Webers berühmter Schrift hat er sich damit dem „Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß“ verschrieben. Diese besondere Existenz mit ihren spezifischen Bedingungen und Merkmalen hat der frühere Bundestagsvizepräsident Rudolf Seiters, der selbst seit 1969 den Beruf des Politikers ausübt, in seinem Beitrag beleuchtet.
Seit 1967 ist für Bernhard Vogel die Landespolitik das Hauptbetätigungsfeld. Als Verfechter des Föderalismus, als engagierter Kultusminister und Ministerpräsident in zwei verschiedenen Ländern ist er nicht nur einer der erfahrensten und populärsten, sondern auch – unter den deutschen Politikern der Gegenwart – derjenige, der am längsten ein Staatsamt bekleidet. Als langjähriger Vorsitzender des Europäischen Ausschusses der EDU betrieb er aktiv die Europäische Integration. Den Boden von der Landespolitik zur Europapolitik zeichnet der Präsident des Nationalrats der Republik Österreich, Professor Dr. Andreas Khol, nach, ein langjähriger Freund und Weggefährte.Seit der Studentenzeit in Heidelberg ist Bernhard Vogel freundschaftlich mit Bundeskanzler a. D. Helmut Kohl verbunden. Beide waren Mitglieder einer von Dolf Sternberger geleiteten Forschungsgruppe am Heidelberger Institut für Politische Wissenschaft, beide verbindet auch das Interesse und die Leidenschaft, Politik zu gestalten. Diese „gemeinsamen Wege“ in der Landes- und Bundespolitik beschreibt Helmut Kohl.
Der überzeugte, tätige Katholik Bernhard Vogel war von 1972 bis 1976 Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. In dieser Position setzte er sich für eine wertbetonte Politik auf der Grundlage christlicher Anthropologie und Sozialethik ein; entscheiden hat er den Schutz des ungeborenen Lebens vertreten. Das komplexe Spannungsfeld von Religion und Politik, von Christentum und säkularisierter Gesellschaft beleuchteten der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann und der sächsische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst a. D., Professor Dr. Hans Joachim Meyer.
In seinem christlich fundierten Politikverständnis fühlte sich Bernhard Vogel immer herausgefordert, wenn es um die Wertorientierung seiner Partei und ihrer Programmatik unter dem Namen des „C“ ging. Mit grundsätzlichen und aktuellen Fragen der Christlichen Demokratie und ihrer5 Modernität befassen sich der bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus a. D. Professor Dr. Hans Maier, und die Ministerin für Kultus, Jugend und Sport von Baden-Württemberg, Dr. Annette Schavan.
Mit Ministerpräsident a. D. Professor Dr. Kurt Biedenkopf teilt Bernhard Vogel eine Besonderheit unter deutschen Politiker: Beide konnten nach vielfältigen, jahrelangen Praxiserfahrungen in Westdeutschland als Ministerpräsidenten in Ostdeutschland in besonderer Weise Verantwortung für den staatlichen und gesellschaftlichen Neuaufbau dort übernehmen. Der politische Weggefährte und Kollege seit den siebziger Jahren würdigt den Jubilar in seinen wesentlichen politischen Betätigungsfeldern.
Bernhard Vogel bekennt in seinem Schlusswort, er habe zu nächst die Vita activa und die Vita contemplativa für eine unvereinbare Alternative gehalten, sehe darin heute aber keinen Gegensatz mehr. Vielmehr brauche jeder, der im aktiven Leben steht, Kontemplation als Suche nach der Begründung, warum er es lebt.
Die Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., die gerne dem vielseitigem Wunsch entsprochen hat, die Beiträge „wegen der Aussagen zur Sache“ zu publizieren, freut sich auf zahlreiche interessierte Leser.
Günter Buchstab

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Günter Buchstab
5
Begrüßung
Norbert Lammert
9
Grußwort
Angela Merkel
13
Politik als Beruf
Rudolf Seiters
21
Föderalismus und Regionen im vereinten Europa
Andreas Khol
31
Gemeinsame Wege
Helmut Kohl
43
Religion und Politik in der säkularisierten Gesellschaft
Karl Kardinal Lehmann
Hans Joachim Meyer

49
57
Die Modernität der Christlichen Demokratie
Hans Maier
Annette Schavan

71
81
Würdigung
Kurt Biedenkopf
89
Schlußwort
Bernhard Vogel
99
Publikationen von Bernhard Vogel103
Tabellarischer Lebenslauf116
Autorenverzeichnis119

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