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"Hitlerjunge Salomon"

Online-Zeitzeugengespräch mit Sally Perel

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Sally Perel
Sally Perel

Der am 21. April 1925 als Sohn eines Rabbiners in Peine geborene Salomon „Sally“ Perel wurde im letzten Jahr 95 Jahre alt und gilt somit als einer der letzten, die der Gewalt und der Brutalität des Nationalsozialismus ausgesetzt waren. Das macht ihn zu einem der letzten Überlebenden des Holocausts.

Nach der Zerstörung des Schuhgeschäfts seiner Familie, flüchteten sie zwischen 1935 und 1936 in den Osten nach Lodz in Polen. Nach dem Überfall der Wehrmacht und der Sowjetunion auf Polen, flüchteten Sally und sein Bruder auf Wunsch der Familie in den sowjetisch besetzten Teil Polens. Mit den letzten Worten seiner Mutter: „Du sollst leben!“, und seines Vaters: „Vergiss nie, wer du bist“, verließ er seine Familie, welche er danach nie wieder sah.
Vor Minsk wurden die beiden Brüder jedoch von deutschen Soldaten aufgriffen. Um sein Leben zu bewahren, verschleiert Sally Perel seine jüdische Identität: Salomon Perel wird geistesgegenwärtig zu Josef (Jupp) Perjell und arbeitete zunächst aufgrund seiner erfolgreichen Verschleierung und seiner Kenntnisse der Sprachen als deutsch-russischer Dolmetscher.

Seine beeindruckende Geschichte verarbeitete Perel zunächst in seinem autobiographischen Buch „Ich war Hitlerjunge Salomon“,  das Anfang der 90er Jahre verfilmt wurde. Der Titel des Films ist: „Hitlerjunge Salomon“ (internationaler Titel des Films: Europa, Europa!) und wurde 1992 mit dem Golden Globe ausgezeichnet.

Sally Perel lebt in Israel, reist aber regelmäßig nach Deutschland, um die Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und um seine Geschichte zu erzählen. Er warnt dabei: „Wir müssen alles tun, damit sich so etwas nicht wiederholt“. Daher berichtet der „Hitlerjunge Salomon“ öffentlich als Zeitzeuge vor Schülerinnen und Schülern vom „dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte“, wie er den Holocaust bezeichnet.

 

 

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