Notas de acontecimientos

Dialog mit dem „Schwarzbrotminister“

Bürgerdialog mit Innenminister de Maizière bei der KAS in Stuttgart

Pfarrerin Monika Renninger, Leiterin des Stuttgarter Veranstaltungszentrums „Hospitalhof“, hatte am Montag alle Hände voll zu tun. Immer mehr Medien kündigten sich an, den Bürgerdialog mit dem Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière begleiten zu wollen. Am Ende fand er im größten Saal des Hauses statt – und wurde doch zu einem sehr persönlichen Gespräch.

Dr. Hussein Hamdan, Moderator des Abends, Islamwissenschaftler und Projektleiter an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, fragte zu Auftakt, wie man sich in diesen Tagen als Innenminister fühle. De Maizière gab sich gelassen. „Ich war vorher Verteidigungsminister, jetzt Innenminister. Das ist immer das Schwarzbrot der Politik.“ Das sei der Platz, an dem ihn seine Chefin offenbar haben wollte, fügte er schmunzelnd hinzu. Dem Auftakt folgte ein zweistündiger Dialog mit rund 50 Bürgerinnen und Bürgern, Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft, karitativen Einrichtungen, religiösen Vereinigungen und Wissenschaft. Die Fragen der Gäste des Bürgerdialogs ließen fast kein Themenfeld aus: die Rolle der Türkei als Aufnahmeland und Nato-Partner, der Stand der europäischen Kooperation bei der Flüchtlingsaufnahme, Delinquenz und religiöser Extremismus unter Flüchtlingen. De Maizière forderte unter anderem ein europaweit gleiches Asylrecht und einen einheitlichen Leistungskatalog. Er sprach sich zudem für eine offene Informationspolitik aus, damit nicht der Eindruck entstehe, es würden negative Aspekte der immensen Aufgabe, die die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen bedeute, ausgeblendet.

Der Dialog wurde live vom Nachrichtensender Phoenix übertragen. Mit dabei waren N24, NTV, die SWR-Landesschau sowie regionale und überregionale Medien waren auch präsent. Etliche Tageszeitungen meldeten Auszüge der Statements des Ministers, allerdings meist ohne Nennung der Adenauer-Stiftung.

Federführend begleitet und koordiniert hatte das Projekt Simone Iliou, wissenschaftliche Mitarbeiterin der KAS Stuttgart.

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Stuttgart Deutschland