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Immer mehr Menschen empfinden Distanz zur Politik, bezeichnen staatliche Institutionen und Akteure als fern und abgehoben und fühlen sich von Mandatsträgern nicht repräsentiert. Gleichzeitig erzeugen globale Krisen, wirtschaftliche Abhängigkeiten und geopolitische Krisen Gefühle von Ohnmacht und Überforderung. Die Folgen sind offenkundig: Die Bereitschaft zur politischen Mitwirkung und zur Übernahme politischer Verantwortung nimmt ab. Das Vertrauen in demokratische Prozesse und Institutionen schwindet, Polarisierung und Extremismus nehmen zu. Politikferne wird zur Gefahr für die Demokratie. Der Politische Nikolaus der Hauptabteilung Analyse und Beratung in der Konrad-Adenauer-Stiftung will das Spannungsfeld von politischer Nähe und Ferne aus unterschiedlichen Richtungen beleuchten: Wie kann Politik Bürgernähe zurückgewinnen und populistischen Vereinfachungen entgegentreten? Welche Rolle spielen Emotionen für demokratische Entscheidungsprozesse? Wie gelingt der Ausgleich zwischen globaler, regionaler und nationaler Verantwortung? Wie kann Europa zusammenhalten und strategische Handlungsfähigkeit zurückgewinnen? Und welche Gefahren folgen aus der Annäherung unterschiedlicher Extremismusformen für die offene Gesellschaft? Darüber diskutieren Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft. Wir laden Sie ein mitzudenken und mitzureden. Denn die Frage nach Nähe und Ferne ist entscheidend für die Zukunft der Demokratie.
Hier können Sie das Programm herunterladen.
Programme
16:00 Uhr Begrüßung - Forum
Dr. Peter Fischer-Bollin
Leiter Analyse und Beratung, Konrad-Adenauer-Stiftung
16:15 Uhr Beginn des parallelen Programms
Alles wieder näher holen? Europas Griff nach den eigenen Rohstoffen
Die geopolitischen Verwerfungen der vergangenen Jahre haben die Verwundbarkeit europäischer Rohstofflieferketten offengelegt. Sollte Deutschland deshalb eigene Rohstoffvorkommen stärker erschließen, um Abhängigkeiten zu reduzieren und die Energiewende abzusichern? Das Panel diskutiert die Chancen und Risiken heimischen Bergbaus zwischen strategischer Unabhängigkeit, wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, Umwelt- und Naturschutz sowie gesellschaftlicher Akzeptanz.
Mark Helfrich MdB (tbc)
Sprecher und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Dr.-Ing. Horst Kreuter Gründer
Vulcan Energy Resources Ltd
Cornelia Heydenreich (tbc)
Bereichsleiterin Unternehmensverantwortung, Germanwatch
Moderation: N.N.
Zwischen Nähe und Ferne: Wie Emotionen den gesellschaftlichen Zusammenhalt prägen
Im Gespräch mit Prof. Dr. Christian von Scheve wird es darum, wie Emotionen unser Verhalten und die Wahrnehmung beeinflussen und welche Rolle sie in den aktuellen Debatten über die zunehmende Polarisierung unserer Gesellschaft spielen.
Prof. Dr. Christian von Scheve
Professor für Soziologie und Leiter der Arbeitsstelle „Soziologie der Emotionen“ an der Freien Universität Berlin
Dr. Sabine Pokorny
Referentin Wahl- und Sozialforschung, Konrad-Adenauer-Stiftung
Moderation: Dr. Viola Neu
Leiterin Abteilung Wahl- und Sozialforschung, Konrad-Adenauer-Stiftung
Gemeinsame Fronten? Das ideologische und aktivistische Zusammenwirken von Linksextremismus und Islamismus
Zusammenarbeit von linken, linksextremistischen und islamistischen Akteuren ist in Fachkreisen seit langem bekannt. Spätestens seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 und der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 ist sie auch in der breiten Öffentlichkeit ein Thema. Wie sind Allianzen und Übereinstimmungen zwischen Linksextremismus und Islamismus zu erklären und welche Folgen haben sie für Politik und Gesellschaft?
Prof. Hendrick Hansen
Professor für politischen Extremismus und politische Ideengeschichte an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Linus Kebba Pook
Geschäftsführung und Vorstand von democ.
Rebecca Schoenenbach
Beraterin für Terrorismus- und Extremismusbekämpfung, Mitglied im Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung des Bundesministeriums des Innern
Moderation: Dr. Andreas Jacobs
Leiter Abteilung Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Konrad-Adenauer-Stiftung
17:15 Uhr Weiterführung des parallelen Programms
Gefährliche Nähe – Russland und die Bedrohung von Deutschlands Sicherheit
Russland stellt für die Sicherheit Deutschlands die zentrale Bedrohung dar. Sicherheitsbehörden beobachten ein breites Spektrum an Operationen, die von Spionage, Cyberangriffen, Desinformationskampagnen bis hin zu Sabotage reichen. Ist dieser Krieg noch „hybrid“ – und wie nahe kommt er den Bürgerinnen und Bürgern? Welche Bedeutung hat das zunehmende Verwischen von Innen- und Außenpolitik, die Verflechtung von Nah und Fern, für die Ausgestaltung der deutschen Sicherheitspolitik?
Kerstin Vieregge MdB
Obfrau der CDU/CSU Fraktion im Verteidigungsausschuss
Vorsitzende des Netzwerkes nationale Sicherheit
Julia Smirnova
Center for Monitoring, Analysis and Strategy, CeMAS
Moderation: Dr. Edmund Ratka
Referent für Europäische Sicherheit, Konrad-Adenauer-Stiftung
Global denken, lokal handeln – Der Mittelstand im Spagat zwischen globalem Wettbewerb und regionaler Verantwortung
Der deutsche Mittelstand ist stark in seiner Region verwurzelt, steht aber zugleich im globalen Wettbewerb. Regionale Standortnachteile, Transformationsdruck und geopolitische Krisen treffen ihn besonders, da ihm oft nicht die gleiche Flexibilität wie großen Konzernen zur Verfügung steht. Die Diskussion mit Vertretern aus Mittelstand und Politik soll zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze beleuchten.
Vanessa Bachofer
Geschäftsführung der Mack & Schneider GmbH Dr. Klaus Wiener MdB Stellvertretender Vorsitzender der AG Wirtschaft und Energie
Moderation: N.N.
Zu nah, zu fern? Die politische Mitte zwischen Konkurrenz und Zusammenhalt
Die Parteien der demokratischen Mitte stehen vor der Herausforderung, sich in einem fragmentierten und polarisierten Parteiensystem klar voneinander abzugrenzen und zugleich kooperationsfähig zu bleiben. Wie viel Nähe braucht die demokratische Mitte und wie viel Distanz und Abgrenzung braucht der Parteienwettbewerb? Mit Vertreterinnen verschiedener Parteien soll diskutiert werden, wie politischer Wettbewerb, Profilbildung und Streit mit Kompromissfähigkeit und der Zusammenarbeit demokratischer Kräfte vereinbar bleiben.
Catarina dos Santos-Wintz MdB (tbc)
Parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
N.N.
Moderation: N.N.
18:15 Uhr Abschlusspanel - Forum
Politik auf Distanz? Wie Bürgernähe in Zeiten wachsender Polarisierung gelingen kann
Unsere Gesellschaft erlebt eine wachsende Entfremdung: Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich von der Politik und politischen Institutionen nicht mehr vertreten. Das Vertrauen in die demokratische Mitte schwindet, Polarisierung und Extremismus gewinnen an Einfluss. Wie kann Politik Bürgernähe zurückgewinnen, ohne populistischen Vereinfachungen zu erliegen? Wie kann demokratische Nähe neu entstehen?
Dr. Mark Speich
Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung,
im Gespräch mit:
Philipp Amthor MdB
Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit
Mitglied des Bundesvorstandes und Mitgliederbeauftragter der CDU Deutschlands
Prof. Dr. Alena Buyx
Professorin für Ethik der Medizin und Gesundheitstechnologien und Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin (IGEM) an der Technischen Universität München, Fellow der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. 2026
Ricarda Lang MdB
Ehemalige Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen
19:00 Uhr Schlussworte - Forum
Dr. Peter Fischer-Bollin
Leiter Analyse und Beratung, Konrad-Adenauer-Stiftung
Anschließend Stehempfang und Networking