Détails
Rohstoffe sind eine zentrale Voraussetzung für industrielle Wertschöpfung, technologischen Fortschritt und wirtschaftlichen Wohlstand. Sie bilden die Grundlage für die Energie- und Mobilitätswende, die Digitalisierung sowie zahlreiche Zukunftstechnologien. Angesichts geopolitischer Spannungen, wachsender globaler Nachfrage und zunehmender strategischer Konkurrenz stellt sich für Europa die Frage, wie eine sichere, nachhaltige und wettbewerbsfähige Rohstoffversorgung gewährleistet werden kann.
Dabei stehen der Ausbau heimischer Rohstoffgewinnung und -verarbeitung sowie die Vertiefung internationaler Partnerschaften nicht im Widerspruch zueinander, sondern ergänzen sich. Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten verfolgen das Ziel, kritische Abhängigkeiten zu reduzieren, Lieferketten resilienter zu gestalten und zugleich hohe Umwelt-, Sozial- und Nachhaltigkeitsstandards zu wahren. Die Kontrolle ganzer Wertschöpfungsketten muss gesichert sein, um die Produktion von Schlüsseltechnologien in Europa zu gewährleisten.
Die Fachkonferenz bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und internationalen Partnerländern zusammen, um Chancen und Grenzen einer europäischen Rohstoffstrategie zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen die Potenziale heimischer Förderung, die Rolle globaler Partnerschaften sowie die Frage, wie Rohstoffpolitik zu mehr wirtschaftlicher Souveränität, Versorgungssicherheit und Wohlstand in Europa beitragen kann.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der European Initiative for Energy Security (EIES) organisiert.
Es handelt sich um eine Invitation-Only Veranstaltung unter Chatham-House-Regel.
Geschlossene Veranstaltung
Programme
13.00 Uhr – 13.30 Uhr Registrierung
13.30 Uhr – 13.45 Uhr Begrüßung
13.45 Uhr – 14.15 Uhr Keynote
14.15 Uhr – 15.15 Uhr Paneldiskussion: „Mined in Germany?“ Was heimischer Bergbau und Verarbeitung wirklich leisten könn(t)en
Dieses Panel beleuchtet die Potenziale und Grenzen einer stärkeren heimischen Rohstoffgewinnung und -verarbeitung als Baustein einer europäischen Rohstoffstrategie. Vor dem Hintergrund steigender Nachfrage nach kritischen Rohstoffen für Energie-, Digital- und Verteidigungstechnologien wird diskutiert, welchen Beitrag Deutschland zur Versorgungs-sicherheit leisten kann und welche politischen, regulatorischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen dafür notwendig sind.
Kernfragen:
Welche Rohstoffe können in Deutschland wirtschaftlich und nachhaltig gewonnen bzw. verarbeitet werden?
Welche regulatorischen und gesellschaftlichen Hürden begrenzen den Ausbau heimischer Projekte?
Welchen Beitrag kann heimischer Bergbau zur Verringerung strategischer Abhängigkeiten leisten?
Wie lassen sich Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und hohe Umweltstandards miteinander vereinbaren?
15.15 Uhr – 16.15 Uhr Paneldiskussion: Rohstoffsouveränität strategisch denken: Versorgungssicherheit für Industrie, Innovation und Sicherheit
Dieses Panel widmet sich der Frage, wie Europa strategische Rohstoffabhängigkeiten reduzieren, Investitionen in neue Projekte mobilisieren und widerstandsfähige Wertschöpfungsketten aufbauen kann. Im Fokus stehen die Umsetzung des Critical Raw Materials Act, die Rolle des geplanten EU Critical Raw Materials Centre sowie das Zusammenspiel von europäischen, nationalen und industriellen Initiativen.
Kernfragen:
Welche strategischen Technologien und Wertschöpfungsketten sind für Europa besonders anfällig für Rohstoffengpässe und welche Folgen ergeben sich daraus für Industrie, Energiewende und Sicherheit?
Wie kann Europa kritische Rohstoffabhängigkeiten wirksam reduzieren und zugleich seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber China und den USA stärken?
Welche Rolle sollte das geplante EU Critical Raw Materials Centre bei Nachfrageaggregation, Markttransparenz, strategischer Bevorratung und Versorgungssicherheit übernehmen?
Wie können Finanzierungshürden für Rohstoffprojekte überwunden und Investitionen durch Offtake-Agreements, öffentliche Garantien und andere Instrumente erleichtert werden?