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100. Geburtstag Dr. Kurt Georg Kiesinger

von Philipp Gassert

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Zwischen Kiesinger und mir lag kein Graben, aber jener Abstand, den die unterschiedlichen Lebenswege und Lebensinhalte geschaffen hatten. (Willy Brandt)

Man wird Kiesingers Leistung nicht gerecht, würde man ihn lediglich als „Übergangskanzler“ sehen. Die Situation, in die Kiesinger hineingestellt war, ließ Spektakuläres nicht zu. (Helmut Schmidt)

Freiheitliche Politik bedeutet für Kurt Georg Kiesinger Übernahme von Verantwortung, „für die man weder sein Geld noch seine Zeit noch sein Leben sparen soll“. Für Kiesinger ist dieser Satz Alexis de Tocuevilles Leitmotiv seines Handelns geworden. (Helmut Kohl)

Das Leben des dritten Bundeskanzlers ist das wie keines zweiten Spitzenpolitikers der alten Bundesrepublik ein Spiegel der Zeiten im 20. Jahrhundert. Er wurde vor 100 Jahren im württembergischen Ebingen auf der Höhe der Schwäbischen Alb geboren, leistete Kriegsdienst im Auswärtigen Amt des Dritten Reiches, war Rechts- und Außenpolitiker im Deutschen Bundestag (1949 – 1958), Ministerpräsident von Baden-Württemberg (1958-1966) und Kanzler der Großen Koalition (1966-1969). Er hat den demokratischen Aufbau an entscheidender Stelle mitgeprägt und als Kanzler der Großen Koalition einen nachhaltigen Modernisierungsschub mitausgelöst. Zugleich ist er eine Symbolfigur in den Kontroversen um die Bewältigung der NS-Zeit geworden. Er war ein begnadeter Redner, der intensiv über die Grundlagen der Demokratie nachgedacht hat. Richard von Weizsäcker nannte ihn einen „außergewöhnlichen, vom Geist geprägten Politiker“, der ein Beispiel für „Humanität in der Politik“ gegeben habe.

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Kontakt

Hanns Jürgen Küsters

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