Am Abend des 28. Februar fanden sich mehr als 150 Gäste in der Unterkirche der Frauenkirche Dresden ein, um die bewegenden Berichte von Ruslan Odaiskyi, Gennadiy Kharchenko und Huan Leyva-García zu hören. Alle drei Männer verteidigten die Ukraine seit Beginn der russischen Vollinvasion am 24. Februar 2022 und befanden sich bis September 2025 in russischer Kriegsgefangenschaft.
Nach den einleitenden Worten von Maria Noth (Geschäftsführerin der Stiftung Frauenkirche Dresden), Ronny Heine (Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.), dem sächsischen Landtagspräsidenten Alexander Dierks und dem Europaabgeordneten Oliver Schenk – die den Rahmen der Veranstaltung als mahnende Erinnerung setzten, sich nicht an den Krieg in der Ukraine zu gewöhnen und die Schicksale jener, die täglich ihr Leben für die Freiheit riskieren, nicht aus dem Blick zu verlieren – führte Alexandra Gerlach als Moderatorin durch das bewegende Gespräch mit den drei Soldaten.
Schicksale zwischen Widerstand und Gefangenschaft:
Gennadiy und Huan schilderten die wochenlange Verteidigung des eingekesselten Mariupol und des Stahlwerks „Azovstal“. Am 20. Mai 2022 legten sie auf Befehl des ukrainischen Oberkommandos die Waffen nieder und wurden in russische Gefangenschaft überführt. Ruslan hingegen geriet am 4. Dezember 2022 in Kriegsgefangenschaft, nachdem er infolge schweren Artilleriebeschusses das Bewusstsein verloren hatte und gefesselt wieder zu sich kam.
Erschütternde Berichte über Misshandlungen:
Die drei Soldaten berichteten von traumatischen Erlebnissen während ihrer Haft, die von systematischer Folter durch Elektroschocks und kochendes Wasser in den Duschen bis hin zu täglichen Prügeln und Schikanen durch die Gefängniswärter reichten. Zudem verdeutlichten sie die Willkür des russischen Justizsystems, das ihnen haltlose Kriegsverbrechen vorwarf. Besonders eindringlich war der Bericht von Gennadiy, der Zeuge des Massakers von Oleniwka wurde, bei dem ein russisch betriebenes Gefängnis mutmaßlich durch gezielten Eigenbeschuss zerstört wurde, wobei mehr als 50 Gefangene starben.
Abschließend erhielt das Publikum die Gelegenheit, in einen direkten Austausch mit den Soldaten zu treten und persönliche Fragen zu stellen. Dieser offene Dialog verdeutlichte noch einmal die tiefe Anteilnahme der über 150 Anwesenden und bot Raum, das Gehörte gemeinsam zu reflektieren. Es war eine Begegnung, die weit über eine rein informative Veranstaltung hinausging – dieser Abend ging allen Anwesenden zutiefst unter die Haut.
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