Jahresberichte

Jahresbericht 2020

Die Konrad- Adenauer- Stiftung in Zeiten der Coronapandemie | Einblicke in das Jahr 2020

Unsere Schwerpunktthemen haben unserer Arbeit auch in diesen unruhigen Zeiten die notwendige Orientierung gegeben: Die Themenkomplexe Sicherheit, Innovation sowie Repräsentation und Partizipation erweisen sich gerade vor dem Hintergrund der Coronapandemie weiter als hochaktuell.

Editorial

Die Coronapandemie hat das Leben hierzulande wie in der gesamten Welt auf den Kopf gestellt. Unser Staat und unsere Gesellschaft befinden sich seit Frühjahr 2020 im Ausnahmezustand. Über Wochen blieben Kindergärten und Schulen ebenso geschlossen wie Theater, Kinos und Restaurants, viele Betriebe und Unternehmen haben ihre Arbeit reduziert oder ganz eingestellt. Auch am politischen Leben ist die Pandemie nicht spurlos vorbeigegangen. Aber eine existenzielle Bedrohung für unsere Demokratie ist nicht entstanden. Wir müssen an Vielem in unserem Land arbeiten, aber wir können und sollten auf die Stabilität unseres politischen Systems in Deutschland vertrauen. Mit Blick auf die internationale Ebene hat die Pandemie einmal mehr gezeigt, dass der Multilateralismus in der Krise steckt. Neu ist diese Erkenntnis nicht, aber dass nicht einmal der hohe Problemdruck eines sich rapide global ausbreitenden Virus die Staatenwelt zu einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bringen konnte, ist bedenklich.

Darüber hinaus waren der Präsidentschaftswahlkampf in den USA sowie die Entwicklungen in Asien und Afrika bestimmende Themen der internationalen Politik. Außerdem übernahm Deutschland im zweiten Halbjahr 2020 die Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union (EU). Die Konrad-Adenauer-Stiftung war Gastgeberin für Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die im Rahmen einer Stiftungsveranstaltung im Mai 2020 ihr Programm für den Ratsvorsitz vorstellte.

Geprägt war das vergangene Jahr auch von einer Reihe zentraler historischer Jubiläen unseres Landes und der Christdemokratie – vom 30. Jahrestag der ersten freien Wahlen in der DDR und dem 75. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs, dem 30. Jahrestag der Wiedervereinigung sowie dem 75. Jahrestag der Gründung der CDU.

Wir hatten für ein „normales“ Jahr 2020 viele Pläne gemacht, aber die Pandemie hat uns gezwungen, sie anzupassen. Zur Unterstützung der Bemühungen, um die Verbreitung des Coronavirus einzugrenzen, haben wir bereits Mitte März 2020 auf mobiles Arbeiten umgestellt. Viele Großveranstaltungen konnten entweder nicht durchgeführt, mussten verschoben oder durch alternative Formate ersetzt werden. Wir haben bei allen unseren Aktivitäten innerhalb kürzester Zeit gewohnte Vorgehensweisen umstellen müssen und es ist beachtlich, wie gut das gelungen ist. Wir wissen jetzt noch besser, dass es auch digitale Möglichkeiten jenseits der vertrauten Präsenzformate gibt, um bisherige und vor allem neue Zielgruppen zu erreichen. Und wir sind zufrieden, dass die Kernfunktionen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu keinem Zeitpunkt ernsthaft beeinträchtigt waren.

Unsere Schwerpunktthemen haben unserer Arbeit auch in diesen unruhigen Zeiten die notwendige Orientierung gegeben: Die Themenkomplexe Sicherheit, Innovation sowie Repräsentation und Partizipation erweisen sich gerade vor dem Hintergrund der Coronapandemie weiter als hochaktuell.

Über diese und weitere vielfältige Aktivitäten der Konrad-Adenauer-Stiftung liefert dieser Jahresbericht einen Überblick.

Wir haben das Jahr 2020 darüber hinaus für eine Reihe von Modernisierungen genutzt. Um die nationale und internationale Arbeit der Stiftung effektiver und effizienter miteinander zu verbinden, haben wir die Analyseeinheiten der „Europäischen und Internationalen Zusammenarbeit“ mit „Politik und Beratung“ in der neuen Einheit „Analyse und Beratung“ (AuB) zusammengeführt. Die Arbeitsbereiche Marketing und Publikationen wurden in die bisherige Arbeitseinheit „Strategie und Planung“ eingebunden. Diese bildet nun zusammen mit dem „Medienzentrum“ (Pressestelle und Online-Kommunikation) und dem Vorstandsbüro den Leitungsstab. Nicht zuletzt haben wir mit Blick auf die veränderte Arbeitsweise unsere digitale Infrastruktur massiv aufgerüstet, was uns in den nächsten Jahren für unsere Arbeit dienlich sein wird.

An dieser Stelle wollen wir uns ganz besonders bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement in diesem denkwürdigen Jahr 2020 bedanken, den Mitgliedern unserer Gremien für die konstruktive Zusammenarbeit, den Förderinnen und Förderern des Freundeskreises, den Spenderinnen und Spendern, Sponsorinnen und Sponsoren sowie Partnerinnen und Partnern für ihre Unterstützung. Wir werden weiterhin alles daransetzen, dem darin zum Ausdruck gebrachten Vertrauen gerecht zu werden. Wir hoffen und wir freuen uns auf Ihre Unterstützung.

 

Den gesamten Bericht können Sie als pdf herunterladen.

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Nora Kalweit

Nora Kalweit

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