Publikationen zum Thema „Freiheit braucht Sicherheit“
Asset-Herausgeber
Multipolarity and the Rise of a Geopolitical Europe: ASEAN’s Strategic Choices and Thailand’s Path Forward
Seminar proceeding on key insights, debates, and challenges
The public seminar on 12 December 2025, “Multipolarity and the Rise of a Geopolitical Europe: ASEAN’s Strategic Choices and Thailand’s Path Forward ," culminates in this proceeding. It examines implications for ASEAN and Thailand, particularly in balancing strategic autonomy with deeper cooperation across trade, digital governance, green transition, and regulatory alignment. The paper also provides an executive summary and synthesizes policy recommendations to guide Thailand’s future engagement with the EU. The seminar was organized by the Institute of Democratization Studies and received support from KAS Thailand.
25. März 2026
Einzeltitel
Geldwäsche in intermediären Volkswirtschaften: Neue Studie zur Côte d’Ivoire
Eine umfassende Analyse der Mechanismen, Risiken und politischen Handlungsoptionen im Kampf gegen Geldwäsche in der Côte d’Ivoire
Analyse zu Geldwäsche in der Côte d’Ivoire: Die SIPODI West-Studie beleuchtet Mechanismen, Risiken und politische Handlungsoptionen zur Stärkung von Governance und Sicherheit.
20. März 2026
Einzeltitel
IMAGO / Sven Simon
Mehr KI für Verteidigung und Resilienz
Impulse für eine agile zukunftsfähige Bundeswehr
Technologische Fortschritte, eine neue Weltlage mit akuter Bedrohung der NATO-Ostflanke, hybride und kognitive Angriffe auf Deutschland und seine Verbündeten sowie veränderte Kommunikationsbedingungen stellen die Bundeswehr vor neue Herausforderungen. Künstliche Intelligenz ist aber nicht nur Treiber bei diesen Entwicklungen, sondern zugleich eine Antwort. Dafür bedarf es einer KI-Strategie, die wesentliche Herausforderungen gezielt adressiert und die Möglichkeiten von KI nach ethischen Richtlinien aktiv nutzt, um effizient abschrecken zu können.
Natascha Zowislo-Grünewald, Franz Beitzinger, Ferdinand Alexander Gehringer, Dierk Spreen
19. März 2026
Analysen und Argumente
IMAGO / Depositphotos
Spillover in den Südkaukasus?
Was eine weitere Eskalation im Iran-Krieg für Armenien und Aserbaidschan bedeuten könnte
Der US‑israelische Angriff auf den Iran verschärft auch für den Südkaukasus (geo-)politische Risiken. Aserbaidschan ist bislang durch Drohnenangriffe besonders exponiert, doch auch Armenien drohen indirekte Folgen wie Flüchtlingsbewegungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und Bedrohungen für Energieinfrastruktur. Europa ist gefordert, da eine Eskalation Rivalitäten verstärken, Partner bedrohen und unsere Energie- sowie Sicherheitsinteressen unmittelbar berühren würde.
Jakob Wöllenstein
12. März 2026
Länderberichte
⬈ ICEYE, 18.8.2022
Monitor Luftkrieg Ukraine, Vol XIV
Analysen zum Schutz ukrainischer Städte und Infrastruktur
Der monatlich erscheinende Newsletter „Monitor Luftkrieg Ukraine“ bietet fundierte Analysen zu aktuellen Angriffswellen und langfristigen Entwicklungen im russischen Luftkrieg gegen die Ukraine. Er basiert auf einer umfassenden Datenbank, die seit Herbst 2022 jeden dokumentierten Luftangriff auf zivile Ziele erfasst. Ziel ist es, datenbasierte Empfehlungen zur kurz- und mittelfristigen Unterstützung der Ukraine zu formulieren. Die Inhalte richten sich an politische Entscheidungsträger, Experten im sicherheits- und militärpolitischen Bereich sowie an Fachjournalisten. Herausgegeben wird der Monitor von den „Kyjiwer Gesprächen“ in Zusammenarbeit mit dem OSINT- und Datenanalysten Marcus Welsch und der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Маркус Вельш
11. März 2026
Blickpunkt Ukraine
IMAGO / Anadolu Agency
Mexiko nach dem Schlag gegen „El Mencho“: Sicherheitslage, WM-Risiken und Handelsperspektiven
Im Februar 2026 gelingt es mexikanischen Streitkräften, Nemesio Oseguera Cervantes („El Mencho“), den Anführer des mächtigsten Kartells des Landes, festzunehmen und auszuschalten. Unmittelbar darauf folgen koordinierte Vergeltungs- und Machtdemonstrationen: Straßensperren, Brandanschläge und bewaffnete Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Kartellmitgliedern, die rund 60 Todesopfer fordern. Mexikos prekäre Sicherheitslage rückt damit vorübergehend erneut in den Fokus internationaler Aufmerksamkeit. Die Regierung bemüht sich, rasch Stabilität herzustellen - nicht zuletzt mit Blick auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Eine anhaltende Eskalation würde die bereits aufgekommene Debatte über mögliche Spielortverlagerungen weiter anheizen. Zugleich stärkt die Operation die Position der mexikanischen Regierung gegenüber den USA. Die Ausschaltung eines weltweit gesuchten Kartellführers soll Washington Mexikos sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit demonstrieren und Argumente für eine US-Intervention entkräften. Mit Blick auf die anstehende Neuverhandlung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens T-MEC ist dies von erheblicher Bedeutung, da der T-MEC Mexikos wirtschaftliche Lebensader bleibt. Für deutsche und europäische Unternehmen sind die Aussichten in 2026 in Mexiko grundsätzlich positiv, vor allem wegen der geplanten Modernisierung des EU–Mexiko-Globalabkommens. Kurzfristig erhöht die Gewalt zwar die Unsicherheit, doch eine erneute landesweite Eskalation gilt als unwahrscheinlich. Stärkt die Operation Mexikos Position in den T-MEC-Verhandlungen, wäre dies für in Mexiko ansässige deutsche und europäische Unternehmen vorteilhaft.
Ing. Hans-Hartwig Blomeier, Nikolaus Rischbieter
27. Februar 2026
Länderberichte
IMAGO / CTK Photo
Tschechiens Verteidigungs- und Ukrainepolitik unter der neuen Regierung Babiš – ein erster Eindruck
Vom Ausbau zur Stagnation
Die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen, in denen sich die Tschechische Republik seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine befindet, haben in den vergangenen Jahren zu einer Veränderung der Verteidigungsplanung geführt. Unter der Regierung von Petr Fiala (ODS) war Tschechien bereit, die Verteidigungsausgaben schrittweise zu erhöhen und sie ließ keinen Zweifel an der Unterstützung für die Ukraine. Doch die neue Koalitionsregierung von Andrej Babiš, die durch die populistische Partei ANO, die rechtsextremistischen Antisystempartei SPD (Freiheit und Direkte Demokratie) und die populistisch-konservative Partei der Motoristen gebildet wird, schlägt in vielen Bereichen einen neuen Kurs ein.
Dr. Marco Arndt, Alena Reslová, Martina Beránková
19. Februar 2026
Länderberichte
IMAGO / ZUMA Press Wire
Eine Bühne für Peking?
China vor der Münchner Sicherheitskonferenz 2026
Die Münchner Sicherheitskonferenz 2026 findet in einer Zeit globaler Unsicherheiten und geopolitischer Neujustierungen statt und verzeichnet voraussichtlich eine Rekordbeteiligung hochrangiger Entscheidungsträger. China wird prominent vertreten sein und die MSC nutzen, um Partnerschaften zu pflegen, eigene Narrative zu platzieren und sich als stabilisierende Kraft sowie als mögliche Alternative zu den USA darzustellen. Zugleich stehen Chinas Handlungen diesen Signalen oft im Widerspruch. Trotz Annäherungen mit Kanada und dem Vereinigten Königreich begrenzen unter anderem Chinas fortgesetzte Unterstützung Russlands und wirtschaftliche Verstimmungen die Kooperationsperspektiven mit der Europäischen Union. Insgesamt profitiert Chinas Großmacht-Diplomatie von der diplomatischen Selbstschwächung der USA, doch scheitert daran, den Europäern eine ernsthafte Alternative zu bieten.
Tobias Knörich, Johann C. Fuhrmann
9. Februar 2026
Länderberichte
IMAGO / Bashir Daher
Neuer Jemen, neuer Golf
Der Krieg im Jemen und das Zerwürfnis zwischen Riad und Abu Dhabi
Im Zuge der dramatischen Ereignisse im jemenitischen Bürgerkrieg über den Jahreswechsel haben sich die Karten im regionalen Machtgefüge zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) neu gemischt. Die Militäroffensive von emiratisch-unterstützten Separatisten und der Gegenschlag der mit Saudi-Arabien verbündeten jemenitischen Regierung sind mehr als nur ein weiteres Kriegskapitel – sie brachten das Fass der Spannungen zwischen den beiden Golf-Monarchien zum Überlaufen. Nicht nur trat erstmals die lange schwelende Animosität zwischen Riad und Abu Dhabi offen zu Tage, die Auseinandersetzung macht auch eine weitere Runde an Konfrontationen am Golf wahrscheinlicher und wirft grundlegende Fragen über die Stabilität im Nahen Osten auf, für welche die Golf-Staaten noch vor kurzem als Garantiemächte galten. Nun könnte eine neue Phase der Politik am Golf eintreten, mit zwei konträren Polen des Golf-Kooperationsrates (GCC), die mithilfe unterschiedlicher Koalitionäre gegensätzliche regionale Visionen verfolgen. Ebenso bleibt der Bruch des einstigen Bündnisses Saudi-VAE nicht ohne Konsequenzen für Europas Außenpolitik in Nahost, welche eigentlich auf beide Protagonisten als Stabilitätsanker setzt.
Philipp Dienstbier, Nicolas Reeves
5. Februar 2026
Länderberichte
IMAGO / Zoonar
Mexiko-Ausblick 2026
Mexiko im Stresstest: US-Interventionsdruck, Demokratieabbau und fragile Sicherheit
Seit der US-amerikanischen Militärintervention in Venezuela gelten mögliche Operationen der USA in Mexiko nicht länger als bloße Drohkulisse. Entsprechende Ankündigungen aus Washington werden inzwischen auch in Mexiko als reales politisches Risikoszenario wahrgenommen und stellen Präsidentin Sheinbaum vor eine außen- wie innenpolitische Bewährungsprobe. Gleichzeitig befindet sich das Land in einer Phase tiefgreifender institutioneller Umbrüche. Nach der weitreichenden Schwächung rechtsstaatlicher Strukturen im Jahr 2025 könnte 2026 mit der angekündigten Wahlrechtsreform auch die Legislative faktisch unter die Kontrolle der Regierungspartei geraten. Sollte dieses Vorhaben umgesetzt werden, würde die ohnehin fragile demokratische Balance weiter substanziell beschädigt. Parallel dazu zeigt sich in der Sicherheitslage ein uneinheitliches Bild. Während die Zahl der registrierten Tötungsdelikte zurückgeht, steigt die Zahl der Verschwundenen weiter an. Zugleich bleibt das Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung hoch.