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CIS
Blickpunkt Ukraine

Der asiatisch-pazifische Raum am Schnittpunkt der Interessen globaler Akteure

von Nataliya Butyrska

Stärkung analytischer Kapazitäten für außenpolitische Entscheidungsprozesse

Diese Publikation wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts erstellt, das vom Zentrum für Internationale Sicherheit (Centre for International Security, CIS) mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung, Auslandsbüro Ukraine, durchgeführt wird. Das Projekt zielt darauf ab, analytische Studien zu zentralen Fragen der ukrainischen Außenpolitik zu erarbeiten, die als Grundlage für politische Entscheidungsprozesse auf Regierungsebene dienen können.

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Autorin:

Nataliya Butyrska, Expertin für den asiatisch-pazifischen Raum und Senior Analystin am Zentrum „New Europe“.

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Zusammenfassung

Der asiatisch-pazifische Raum hat sich zum zentralen Schauplatz des strategischen Wettbewerbs zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China entwickelt. Die zunehmende Rivalität zwischen beiden Mächten geht mit wachsender Unsicherheit über die Außenpolitik der Vereinigten Staaten unter der zweiten Trump-Administration, steigenden regionalen Sicherheitsrisiken sowie zunehmenden Sorgen hinsichtlich der Stabilität von Lieferketten und der Energiesicherheit in der Region einher.

Die zweite Präsidentschaft Donald Trumps ist von tiefgreifenden Veränderungen in nahezu allen Bereichen der internationalen Beziehungen der Vereinigten Staaten geprägt. Dadurch wird die traditionelle Rolle der USA als zentraler Sicherheitsgarant und als einer der wichtigsten Motoren für wirtschaftlichen Wohlstand und Entwicklung im asiatisch-pazifischen Raum zunehmend infrage gestellt. Die Politik des „America First“, die auf wirtschaftliche Sicherheit, Zollpolitik und einen stärker transaktionalen Ansatz gegenüber Bündnispartnern setzt, schwächt die Grundlagen der regionalen Nachkriegsordnung, die über Jahrzehnte Stabilität gewährleistete und günstige Rahmenbedingungen für das wirtschaftliche Wachstum der Region schuf.Die strukturellen Veränderungen im internationalen Umfeld haben erhebliche Zweifel an der Verlässlichkeit traditioneller amerikanischer Verpflichtungen ausgelöst und langjährige Annahmen über ihre Berechenbarkeit und Beständigkeit erschüttert.

Vor diesem Hintergrund verfolgen die maßgeblichen Staaten der Region unterschiedliche Strategien, um sich an den verschärften strategischen Wettbewerb anzupassen. Angesichts eines zunehmend polarisierten außenpolitischen Umfelds setzen sie auf größere diplomatische Flexibilität, den Ausbau strategischer Partnerschaften sowie Investitionen in widerstandsfähigere Lieferketten und den Ausbau ihrer militärischen Fähigkeiten, um auf den wachsenden Druck Chinas zu reagieren.

 

Der vollständige Text der Publikation kann in englischer Sprache als PDF über die rechte Seitenleiste heruntergeladen werden.

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