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Kommunikation, Resilienz und Sicherheit

Der Kommunikationsraum ist eine Domäne der Sicherheitspolitik. Dies ist zunächst keine neue Erkenntnis, doch in Zeiten sozialer Medien und neuer Informationskanäle nimmt die Bedeutung dieses Raumes sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich stetig zu. Grund genug, Fragen der Kommunikation und Sicherheit neu zu diskutieren. Denn: Eine wertebasierte wehrhafte Demokratie braucht auch eine wertebasierte wehrhafte Kommunikation.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung lädt Sie in Kooperation mit der Universität der Bundeswehr München dazu sein, sich im Rahmen unseres Veranstaltungsberichtes über das Thema zu informieren und Meinungen und Diskussionen verschiedener Expertinnen und Experten zu hören. Am 06. Mai 2021 haben wir mit dem Bundestagsabgeordneten und außenpolitischen Experten Roderich Kiesewetter, dem stellvertretenden Generalinspekteur der Bundeswehr, Generalleutnant Markus Laubenthal sowie Holger Knappenschneider, Geschäftsführer von Avisa Germany GmbH und Experte für strategische Kommunikation, aussagekräftige Expertinnen und Experten zusammengebracht und Aussagen und Interviews für Sie aufgezeichnet.

 

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Videomitschnitt der Veranstaltung Kommunikation, Resilienz und Sicherheit

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Eröffnet wird die Veranstaltung durch den Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung, Michael Thielen. Er unterstreicht in seiner Begrüßung, dass Kommunikation als wichtige Dimension der Sicherheitspolitik verstanden werden müsse. Immer mehr Menschen nutzen soziale Medien als Informationsquelle, wodurch Gefahren durch Desinformationen entstehen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung steht für eine weitgefasste Meinungsfreiheit, aber gleichzeitig brauchen freiheitliche Gesellschaften resiliente Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen.

Einen Blick von außen bringt Dr. Brigitta Triebel, Leiterin des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Charkiw in der Ukraine, ein. Die Ukraine ist seit Jahren Ziel russischer Desinformation. So werde durch russische Desinformationskampagnen darauf hingewirkt, die Ukraine als Aggressor darzustellen, welcher die russischsprachige Bevölkerung unterdrücke. Es sei das Ziel, das Vertrauen der ukrainischen Bevölkerung in den eigenen Staat zu untergraben und proeuropäische Narrative zu verhindern. Desinformationen seien in der Ukraine ein Schlüsselelement der hybriden und militärischen Kriegführung.

Generalleutnant Markus Laubenthal führt in seiner Keynote aus, wie wichtig inzwischen der Umgang mit Informationen und Fähigkeiten im Cyberraum für die Streitkräfte sei. Verteidigungsfähigkeit könne bereits vor einem konventionellen Angriff durch Desinformationskampagnen geschwächt werden. Umso stärker müsse sich die Bundeswehr auch in der Landes- und Bündnisverteidigung auf hybride Szenarien der Kriegführung vorbereiten. Gleichzeitig könne dies keine rein militärische Aufgabe sein: Resilienz und Sicherheit im Kommunikationsraum ist eine gesellschaftliche Querschnittaufgabe, an der verschiedene Ressorts arbeiten müssen. Resilienz gegen Desinformationen bedürfe außerdem, neben dem technischen Schutz, vor allem auch der notwendigen Medienkompetenz des Einzelnen. Im Bereich der Bundeswehr erläuterte der General dies anhand der Auftragstaktik und der Inneren Führung der Streitkräfte.

In der anschließenden Diskussion unterstreicht Prof. Dr. Natascha Zowislo-Grünewald von der Universität der Bundeswehr München als Moderatorin, dass die neuen Bedrohungslagen unkonkret, schwer fassbar und dennoch stets vorhanden seien. Roderich Kiesewetter führt an, dass der Fokus auf Aufklärung und Bildung liege, aber auch der Kampf gegen Fake-News besonders wichtig sei. Gerade in der Corona-Pandemie würden gezielt Falschinformationen im Sinne russischer Propaganda wie „Russia Today“ gestreut. Man könne aber von den Bürgerinnen und Bürgern erwarten, dass sie sich breiter informieren. Der Kampf gegen Fake-News ist aber auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die einen staatlichen Krisenstab miteinbeziehen müsse. Holger Knappenscheider sieht Probleme darin, dass politikverdrossene Menschen oder Personen, die sich vergessen fühlen, bereit sind „alternativen“ Medien zu folgen. Ganz generell gehe es vor allem darum, dass man bei Falschnachrichten proaktiver werde und dagegen vorgehe. Generalleutnant Markus Laubenthal sieht Probleme bei der Reaktion. Staatliche Institution seien allerdings in der Lage, Vertrauen aufzubauen, so wie die Bundeswehr in der Pandemie. Roderich Kiesewetter stellt heraus, dass staatliche Institutionen Inhalte anders vermitteln müssen, um die jüngere Zielgruppe erreichen, weil sich die Art und Weise des Medienkonsums verändert habe. Im Hinblick auf die Bundestagswahl wird es für die Bundeswehr wichtig, den Informationsraum zu beobachten, sagt Generalleutnant Laubenthal. Um dann Falschnachrichten zu bekämpfen, brauche es einen fähigen Presseapparat. Abschließend weist Holger Knappenscheider darauf hin, dass eine zukünftige Herausforderung darin bestehe, glaubwürdig zu sein und zu bleiben sowie die Menschen zu erreichen, die sich den traditionellen Medien abgewandt hätten. Markus Laubenthal meint, dass die Bundeswehr breit in der öffentlichen Wahrnehmung präsent sein kann. Anonymes kommunizieren über Homepages ist der falsche Weg. Es muss jede Gelegenheit genutzt werden, um darzustellen, was die Bundeswehr warum macht. Roderich Kiesewetter sieht die Aufgabe beim Bund darin, mehr auf Medienkompetenz und Medienbildung zu erreichen. Auf der anderen Seite brauche es eine Agentur, die sich mit Fake-News auseinandersetzt und aufbereitet.

 

Video-Interviews im Überblick

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Russische Desinformation in der Ostukraine

Dr. Brigitta Triebel, Leiterin Auslandsbüro Ukraine (Charkiw), Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

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Auftragstaktik als Mittel der Schaffung von Resilienz

Generalleutnant Markus Laubenthal, Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr

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Gehört uns noch die öffentliche Meinung?

Roderich Kiesewetter, MdB, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums und Obmann für Außenpolitik, CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag und Holger Knappenschneider, Geschäftsführer Avisa Germany GmbH

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Ausländische Einflussnahme: Die besondere Gefährdung von Demokratien

Generalleutnant Markus Laubenthal, Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr

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Bedrohung durch Desinformation

Holger Knappenschneider, Geschäftsführer Avisa Germany GmbH

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Erstschlagsfähigkeit: Können wir auch Angriff?

Generalleutnant Markus Laubenthal, Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr

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Analoge und digitale Glaubwürdigkeit

Roderich Kiesewetter, MdB, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums und Obmann für Außenpolitik, CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

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Authentizität in der Kommunikation ist wichtig! Das Beispiel Bundeswehr

Generalleutnant Markus Laubenthal, Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr

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Bedrohungsszenarien zur Bundestagswahl

Roderich Kiesewetter, MdB, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums und Obmann für Außenpolitik, CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

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Sobre esta serie

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