Tropische Wirbelstürme, schwere Überschwemmungen und extreme Hitze: Asien ist in besonderem Maße von klimabedingten Katastrophen und den daraus resultierenden Folgen wie Vertreibung, dem Verlust von Lebensgrundlagen und einer zunehmenden Krankheitslast betroffen. Gleichzeitig erwärmt sich Asien schneller als der globale Durchschnitt, und 11 der 20 am stärksten vom Klimawandel betroffenen und gefährdeten Länder weltweit liegen in der Region. Vor diesem Hintergrund kommt Journalistinnen und Journalisten eine wichtige Rolle zu: Sie müssen nicht nur schnell und verlässlich über Katastrophen berichten, wenn diese eintreten, sondern auch langfristige Entwicklungen sichtbar machen und Themen wie Katastrophenvorsorge, klimaresiliente Infrastruktur und Anpassungsstrategien in den Fokus rücken.
Als Reaktion auf diese Herausforderungen organisierte das Medienprogramm Asien der Konrad-Adenauer-Stiftung gemeinsam mit dem Centre for Investigative Reporting Sri Lanka ein dreitägiges Training zur Berichterstattung über Umweltkrisen, das vom 17. bis 19. August 2026 in Kalutara, Sri Lanka, stattfand. Der Workshop brachte 26 Journalistinnen und Journalisten mit mehrjähriger Berufserfahrung aus unterschiedlichen Redaktionen und 12 Ländern Süd- und Südostasiens zusammen, um praktische Erfahrungen auszutauschen und ihre Berichterstattung stärken.
Die Sessions wurden von fünf erfahrenen Trainerinnen und Trainern geleitet, die zusammen auf nahezu 100 Jahre journalistische Erfahrung zurückblicken. Ihre Schwerpunkte reichten von Klimaberichterstattung und investigativer Klimaberichterstattung bis hin zu datenbasierter Klimaberichterstattung. Durch eine Mischung aus praktischen Übungen, theoretischen Inputs und Simulationen beschäftigte sich der Workshop mit dem gesamten Katastrophen- und Krisenzyklus – von der Vorbereitung über die Reaktion bis hin zur Bewältigung der Folgen. Die Sessions vermittelten einen Überblick über die wissenschaftlichen Grundlagen der Klimaberichterstattung und die relevanten Rahmenbedingungen, förderten eine Kultur der Prävention durch journalistische Berichterstattung über Katastrophenvorsorge und richteten den Blick zugleich auf den Aufbau des notwendigen Ökosystems für Klimaberichterstattung. Da Klimajournalismus stark auf dem Verständnis und der Nutzung von Daten basiert, lag ein weiterer Schwerpunkt auf datenbasierter Berichterstattung. Die Teilnehmenden beschäftigten sich daher mit Verifizierung und Faktenprüfung, der Analyse von Karten und Satellitenbildern sowie deren Nutzung mit Hilfe von KI-Tools. Um die Inhalte und das erworbene Wissen aus allen Sessions zusammenzuführen, wurde der Workshop mit einem Simulationsspiel abgeschlossen. Die Teilnehmenden erhielten dabei ein fiktives Krisenszenario, das sie gemeinsam bearbeiten mussten.
Am Ende des Workshops verfügten die Teilnehmenden über einen praxisorientierten Werkzeugkasten mit Strategien und Ansätzen, um Umweltkrisen vor, während und nach einer Katastrophe journalistisch zu begleiten. Sie gewannen praktische Einblicke von Expertinnen und Experten mit eigener Erfahrung in der Berichterstattung über Umweltkrisen und stärkten zugleich ihre regionalen Netzwerke mit Journalistinnen und Journalisten, die in den Bereichen Umwelt- und Krisenberichterstattung tätig sind.
Sobre esta serie
La Fundación Konrad Adenauer, sus talleres de formación, centros de formación y oficinas en el extranjero ofrecen anualmente miles de eventos sobre temas cambiantes. Le informamos en www.kas.de acerca de una selección de conferencias, eventos, simposios etc. , de forma actual y exclusiva. Aquí, usted encuentra, además de un resumen en cuanto al contenido, materiales adicionales como imágenes, manuscritos de diálogos, vídeos o grabaciones de audio.