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Reportajes internacionales

Breves informes políticos de las oficinas internacionales de la KAS

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Außenpolitische Fragen der Republik Zypern während der EU-Ratspräsidentschaft

Die politische Geschichte der Republik Zypern ist stark geprägt von den Einflüssen ihrer kolonialen Vergangenheit, den Spannungen zwischen den beiden größten ethnischen Gruppen der Insel – den griechischen Zyprioten und den türkischen Zyprioten – sowie vom Einfluss dritter Staaten und internationaler Akteure. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1960 entwickelte sich das politische System unter schwierigen Bedingungen, die bis heute Politik und Gesellschaft der Insel beeinflussen. Dieser Länderbericht soll mit Blick auf die EU-Ratspräsidentschaft und den informellen Rat Ende April 2026 eine Einordnung über die außenpolitische Lage der Insel geben.

IMAGO / Kyodo News

Präsidentschaftswahlen in Peru

Keiko Fujimori zum vierten Mal in Stichwahl

Am 12. April fanden in Peru Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Die laufende Stimmenauszählung deutet auf einen Wahlsieg von Keiko Fujimori von der konservativen Partei Fuerza Popular mit 17 Prozent der Stimmen hin. Angesichts dieses Ergebnisses wird ein zweiter Wahlgang am 7. Juni nötig. Offen ist noch, wer als zweitplatzierter Kandidat in diese Runde einziehen wird: Der linksgerichtete Roberto Sánchez und der konservative Rafael López Aliaga liefern sich mit jeweils um 12 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Es gilt, die komplette Auszählung der Stimmen abzuwarten. Der Wahltag war geprägt von Turbulenzen wegen der verspäteten Auslieferung von Wahlmaterial in der Stadt Lima. Die Öffnung von 13 Wahllokalen musste auf den Folgetag verlegt werden. In den Regionen verliefen die Wahlen nach ersten Einschätzungen geordnet und ohne größere Zwischenfälle. Die Außenpolitik Perus folgt traditionell langfristigen Linien, und dies wird sich voraussichtlich unter einer neuen Regierung jeglicher Couleur fortsetzen. Deutschland und die EU sollten diese außenpolitische Offenheit weiterhin konstruktiv nutzen.

Balanceakt am Persischen Golf: Indiens Beziehungen zum Iran in der aktuellen Krise

Hormuz, Chabahar und die Grenzen strategischer Autonomie

Die jüngsten Ereignisse am Persischen Golf zeigen, wie stark auch asiatische Staaten von der Stabilität in der Region abhängig sind. Besonders Indien steht vor einem außenpolitischen Balanceakt: Einerseits bestehen enge Beziehungen zu den USA und Israel, andererseits bleibt der Iran ein wichtiger Partner für Energieversorgung und regionale Konnektivität. Die aktuelle Krise wirft daher die Frage auf, wie Indien seine strategische Autonomie bewahren kann, ohne eigene wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen zu gefährden. Der Länderbericht ordnet die Bedeutung der Beziehungen zwischen Indien und Iran vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen ein.

Bosnien und Herzegowina im Wahljahr 2026

Stagnation, Rückschritt oder Aufbruch?

Am 4. Oktober 2026 sind Wahlen in Bosnien und Herzegowina (BiH). Entschieden wird über die Präsidentschaft, die aus drei Personen besteht, über die Parlamente auf gesamtstaatlicher Ebene, in den zwei Entitäten/Teilrepubliken – der Föderation BiH und der Republika Srpska (RS) – sowie in den zehn Kantonen der Föderation und über den Präsidenten der RS.

IMAGO / NurPhoto

La guerra en Irán - Consecuencias para América Latina

Desde el 28 de febrero, Estados Unidos e Israel libran una guerra abierta contra Irán. La escalada en Oriente Medio se sigue y se debate en América Latina con diversa intensidad, pero en muchos paí-ses pasa a un segundo plano en favor de los acontecimientos de la política inter-na. Al mismo tiempo, se observan en la región consecuencias económicas cla-ramente perceptibles que influyen direc-tamente en la vida cotidiana de la pobla-ción. En este informe, nuestros corresponsales en determinados países de la región ofre-cen una visión general de las consecuen-cias económicas que la guerra con Irán está teniendo sobre el terreno y de la pos-tura que adoptan los respectivos gobier-nos respecto al conflicto y a la actuación de Estados Unidos e Israel. Además, analizan la postura que adoptan los so-cios políticos y los partidos afines a la Fundación Adenauer, cómo evoluciona el estado de ánimo general en el país y qué actores podrían beneficiarse de la crisis actual.

Parlamentswahlen 2026 in Slowenien - Zwischen Fragmentierung und Konsolidierung

Ein knappes Ergebnis mit begrenzten Koalitionsoptionen

Die Parlamentswahlen vom 22. März 2026 markieren einen politisch bedeutsamen Moment für Slowenien. Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten absolvierte eine Regierung ihre volle Amtszeit und stellte sich erneut zur Wahl. Das Wahlergebnis bestätigt zwar eine hohe Mobilisierung der Wählerschaft, zeigt aber zugleich die strukturellen Grenzen der politischen Lager sowie die zunehmende Bedeutung kleinerer Akteure in einem fragmentierten Parteiensystem. Während Gibanje Svoboda (GS) unter Premierminister Robert Golob mit knapper Führung stärkste Kraft bleibt, besitzt das Mitte-Links-Lager keine komfortable Mehrheit mehr wie bisher. Der Mitte-Rechts-Block um die Slowenische Demokratische Partei (SDS, EVP) von Janez Janša erzielte ein stabiles, aber kaum ausbaufähiges Ergebnis, da zentrale Koalitionspartner weiterhin auf Distanz bleiben. Gleichzeitig ziehen neue oder wiedererstarkte Parteien ins Parlament ein – darunter Resni.ca und die Demokrati –, was die politische Landschaft weiter aufsplittert. Die Regierungsbildung dürfte aufgrund begrenzter Kompatibilität zwischen Parteien und wechselseitiger Ausschlüsse anspruchsvoller werden als 2022. Die kommenden Wochen werden daher weniger vom Wahlergebnis selbst als von der Fähigkeit der Akteure geprägt sein, tragfähige Koalitionen zu verhandeln.

Bulgarien am Vorabend der Parlamentswahlen am 19. April

Die neue Allianz „Progressives Bulgarien“ des ehemaligen Staatspräsidenten Radew bringt das bisherige Parteiensystem in Wallung.

Mit den erneuten vorgezogenen Parlamentswahlen am 19. April 2026 steht Bulgarien vor den achten Parlamentswahlen seit 2021. Nach dem spektakulären Rücktritt von Staatspräsident Rumen Radew mischt dessen neue Allianz „Progressives Bulgarien“ die Parteienlandschaft auf. Das angebliche Ziel: die totale „Demontage“ der Oligarchie. Ob Radews Allianz die anhaltende politische Instabilität beenden kann oder diese sich weiter verschärft, bleibt abzuwarten.

Parlamentswahl in Dänemark

Richtungsweisend für die künftige Ausrichtung des Landes

Am 24. März 2026 wählten die Däninnen und Dänen ihr neues Parlament: Die regierenden Sozialdemokraten von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen verzeichneten eine historische Niederlage, blieben jedoch stärkste Kraft und erhielten knapp 22 Prozent der abgegebenen Stimmen. Damit liegt der Auftrag zur Bildung einer Koalition bei Fredriksen. Rund 4,3 Millionen Däninnen und Dänen waren zur Wahl aufgerufen. Nach Angaben der dänischen Wahlbehörde am Dienstagabend lag die Wahlbeteiligung bei 84 Prozent. Im Wahlkampf wurden hauptsächlich innen- und sozialpolitische Themen kontrovers diskutiert, während bei den Themen wie Verteidigung oder strengeren Migrationsregeln größtenteils Einigkeit herrschte.

Die zweite Runde der Kommunalwahlen 2026 in Frankreich

Bündnisse und Taktiken im Fokus

Der zweite Wahlgang der Kommunalwahlen 2026 zeigt einmal mehr das wachsende Desinteresse vieler Bürgerinnen und Bürger an lokalen Wahlen. Mit einer geschätzten Beteiligung von rund 57 % [1], deutlich niedriger als 2014 (62,1%), betrachten viele das parteipolitische Geschehen skeptisch oder distanziert. Hinzu kommt, dass die politische Situation seit der Auflösung der Nationalversammlung 2024 bei vielen ein Gefühl von Unsicherheit und Stillstand hinterlassen hat. Vor diesem Hintergrund bleibt offen, ob die Präsidentschaftswahl 2027 die Wählerschaft wieder stärker mobilisieren kann. Für die Parteien gilt erneut: Nach den Wahlen ist vor den Wahlen. Sie müssen die Ergebnisse und die Reaktionen der Wählerinnen und Wähler auf Bündnisse und Allianzen sorgfältig auswerten und diese Erkenntnisse bei der Aufstellung künftiger Kandidaturen für die Präsidentschaftswahlen – auch parteiübergreifend – berücksichtigen.

SmarterPix / SynthEx

Die erste Runde der Kommunalwahlen 2026 in Frankreich

Rassemblement National und La France Insoumise auf dem Vormarsch

Die erste Runde der französischen Kommunalwahlen im Jahr 2026 fand in rund 35.000 französischen Gemeinden statt und zeigt eine weitere Verschiebung der politischen Landschaft des Landes. Besonders auffällig ist der Zugewinn zweier Kräfte an den politischen Rändern: des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN) und der linksextremen La France insoumise (LFI). Beide Parteien konnten in zahlreichen Städten deutlich zulegen und scheinen von der wachsenden Unzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit den traditionellen Parteien zu profitieren. Diese drückte sich auch in der Wahlbeteiligung aus: Je nach Hochrechnung blieben zwischen 41,5 % und 44 % der Wähler der Urne fern – so viele wie nie zuvor außerhalb von Krisenzeiten. Die Wahlenthaltung war besonders hoch in kleinen Gemeinden mit häufig nur einer Wahlliste sowie in sozial benachteiligten Regionen. In Städten mit offenem Wahlausgang wie Paris oder Lyon stieg die Beteiligung hingegen leicht. Trotzdem bestätigt sich im Trend eine sinkende Wahlbeteiligung über die Jahre – und das trotz staatlicher Mobilisierungsversuche. Bemerkenswert ist dabei, dass der Bürgermeister einer Kommune eigentlich die beliebteste politische Figur in Frankreich ist.

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Sobre esta serie

La Fundación Konrad Adenauer está representada con oficina propia en unos 70 países en cinco continentes . Los empleados del extranjero pueden informar in situ de primera mano sobre acontecimientos actuales y desarrollos a largo plazo en su país de emplazamiento. En los "informes de países", ellos ofrecen de forma exclusiva a los usuarios de la página web de la fundación Konrad Adenauer análisis, informaciones de trasfondo y evaluaciones.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.