Толық мәлімет
Francis Fukuyama hatte doch recht, wenn er vom Ende der Geschichte sprach. Welche Gesellschaftsform kann die liberale Demokratie überbieten? Welche ermöglicht seinen Bürgerinnen und Bürgern mehr Freiheiten und Gleichheitsrechte? Wenn man wie Hegel oder Marx von einer Teleologie gesellschaftlicher Entwicklungen ausgeht, scheint diese zu ihrem Abschluss gekommen zu sein.
Die Frage aber ist, ob diesen gesellschaftlichen Zustand alle Bürger wertschätzen. Letztlich könnte es unbefriedigend sein, wenn man keine gemeinsamen Ziele mehr hat, gesellschaftliche Bindungskräfte geringer werden, Entscheidungsprozesse langwierig ausgehandelt werden müssen und Respekt verloren geht.
Menschen streben zwar nach Überlegenheit und Anerkennung, aber die verflachten Horizonte der liberalen Demokratie, die dazu anhalten, grenzenlos offen, tolerant und vorurteilsfrei zu sein, führen dazu, dass Kampf, Risiko und Ehrgeiz abhandenkommen. So sind sie unzufrieden, weil es keine Ziele mehr gibt, für die es lohnt, sich einzusetzen. Worauf kommt es an, wenn dann populistische Erwartungen Raum greifen?
Fukuyama, einer der bekanntesten Politologen der Geschichte, verteidigt die liberalen Demokratien, indem er auch auf dem Hintergrund der Entwicklungen in den USA erläutert, welchen Herausforderungen und Anfeindungen sie ausgesetzt sind und wie diesen zu begegnen sei.
Бағдарлама
Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Norbert Lammert, Ehrenvorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung
Der Letzte Mensch – Wohin steuert die Welt?
Prof. Dr. Francis Fukuyama, Stanford University
Moderation
Dr. Joachim Klose, Leiter des Mitteleuropaforums der Konrad-Adenauer-Stiftung