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Jahresberichte

Jahresbericht 2025

Einblicke in das Jahr 2025 der Konrad-Adenauer-Stiftung

2025 war ein ereignisreiches, ein unruhiges und mitunter auch beunruhigendes Jahr in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, in Deutschland, Europa und der Welt. Viele große und kleine Herausforderungen haben die Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung im vergangenen Jahr maßgeblich beeinflusst und werden uns weiterhin begleiten. Neue, bislang unbekannte Aufgaben werden zudem auf die Tagesordnung drängen, denen wir unsere Aufmerksamkeit widmen werden.

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Die vorgezogene Bundestagswahl im Februar 2025 hat die politische Landschaft in Deutschland neu geordnet: Die Union ist als stärkste Kraft hervorgegangen und bildet nun gemeinsam mit der SPD die Regierungskoalition. Zugleich offenbart das Wahlergebnis ein schwindendes Vertrauen in die etablierten Parteien der Mitte. Für unsere demokratische Gesellschaft ist der deutliche Zugewinn der AfD ein bedenkliches Signal; für unsere Arbeit als Stiftung, insbesondere in einem Jahr, in dem wir 70 Jahre Politische Bildung gefeiert haben, ist dies zugleich eine Bestätigung unseres Auftrages, die Bürgerinnen und Bürger zu befähigen, als verantwortungsbewusste Mitglieder einer freiheitlichen Demokratie eine aktive Rolle in einer informierten und selbstverantwortlichen Gesellschaft zu übernehmen und demokratiefeindliche Tendenzen angemessen erkennen und einordnen zu können.

Zudem stehen wir in Deutschland und Europa unter dem Eindruck einer doppelten »Zeitenwende«: Drei Jahre nach Russlands Angriff auf die Ukraine wird die regelbasierte Weltordnung ausgerechnet durch den Präsidenten der Vereinigten Staaten infrage gestellt, während die Ukraine weiter auch für unsere Freiheit kämpft. Für Europa bedeutet das: Die Herstellung der eigenen Verteidigungsfähigkeit ist akut und dringend. Mit nochmals gesteigerter Resonanz von Partnerorganisationen und Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben wir im diesjährigen »Cafe Kyiv« erneut ein deutliches Zeichen dafür gesetzt, dass wir Europäerinnen und Europäer alles in unserer Macht Stehende tun müssen, um zu verhindern, dass die Ukraine – und damit die europäische Friedensordnung – auf dem Schlachtfeld oder am Verhandlungstisch geopfert wird.

Auch die Eskalation im Nahen Osten hat die globale Ordnung in diesem Jahr weiter unter Druck gesetzt. Die im Oktober vereinbarte Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel war ein erster wichtiger Schritt und führte nach über zwei Jahren endlich zur Freilassung der letzten lebenden Geiseln des grausamen Terrorüberfalls der Hamas-Terroristen auf Israel. Ungeachtet dieser vorsichtigen Fortschritte dürfen wir unseren Einsatz gegen den Antisemitismus in unserem eigenen Land nicht mindern. Aus diesem Grund haben wir uns auch 2025 mit über 100 Veranstaltungen entschlossen gegen den Antisemitismus engagiert. Ebenso wie die Sicherheit Israels zu unserer Staatsräson gehört, so ist es unsere Verantwortung und Pflicht, dass Jüdinnen und Juden sich nie wieder verfolgt und diskriminiert fühlen. In diesem Jahr, in dem wir das 60. Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen gefeiert haben, sollte es uns jedoch auch Anlass zur Hoffnung geben, dass es möglich war, nach der unglaublichen Vergangenheit, die zwischen Deutschland und Israel steht, zwischen diesen beiden Ländern nicht nur Versöhnung, sondern Freundschaft möglich zu machen. Dieses Jubiläum der deutsch-israelischen Freundschaft haben wir sowohl im Rahmen der Ausstellung »Die unmögliche Freundschaft – Konrad Adenauer und David Ben-Gurion« in Tel Aviv und eines Festaktes unseres Auslandsbüros in Israel gemeinsam mit der deutschen Botschaft zelebriert als auch gemeinsam mit der Jungen Union bei einer Veranstaltung im Oktober in Berlin gewürdigt.

Auch das Ende des Zweiten Weltkriegs, das sich in diesem Jahr zum 80. Mal jährt, sowie das 75. Gründungsjahr der CDU Deutschlands boten Anlass, zurückzublicken auf das Erreichte der vergangenen Jahrzehnte – und die aktuellen Herausforderungen in den Blick zu nehmen. Angesichts der vielfältigen Konflikte und Krisen in Deutschland und der Welt haben sich unsere drei Schwerpunktthemen – Freiheit braucht Sicherheit, Demokratie braucht Mitwirkung, Nachhaltigkeit braucht Innovation – erneut als verlässliche Leitlinien unserer Arbeit bewährt, die unsere Positionen schärfen und gezielt der Öffentlichkeit vermitteln. Im kommenden Jahr werden wir zudem die Förderung des wirtschaftlichen Wachstums in unsere Schwerpunktthemen aufnehmen. Nicht zuletzt unser KAS-Fellow 2025, Herr Prof. Dr. Dr. h. c. Christoph Schmidt, Präsident des RWI – Leibniz- Institut für Wirtschaftsforschung, hat uns die Notwendigkeit dieser Fokuserweiterung deutlich gemacht. In diesem Jahr, das von Haushaltsdebatten, Sozialstaatsdiskussionen und Industrieförderplänen geprägt war, hat er uns darin unterstützt zu ergründen, wie wir es in Deutschland schaffen können, unsere Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu erneuern.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich für ihren Einsatz und ihre hervorragende Arbeit in herausfordernden Zeiten. Ebenso danken wir den Mitgliedern unserer Gremien für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit sowie allen Förderinnen und Förderern des Freundeskreises, den Spenderinnen und Spendern, den Sponsorinnen und Sponsoren für ihre wertvolle ideelle wie finanzielle Unterstützung. Unser Dank gilt auch unseren zahlreichen Partnern im In- und Ausland für die gute und zuverlässige Zusammenarbeit. Wir werden weiterhin alles daransetzen, dem Vertrauen, das Sie uns und unserer Arbeit in Deutschland, Europa und der Welt entgegenbringen, gerecht zu werden. Wir hoffen und freuen uns auf Ihre Unterstützung, die uns die bevorstehenden Aufgaben mit Zuversicht und Entschlossenheit angehen lässt.

 

Den gesamten Jahresbericht der Konrad-Adenauer-Stiftung für 2025 können Sie hier als PDF herunterladen. 

 

Bitte richten Sie Fragen und Anmerkungen zum Jahresbericht an publikationen@kas.de.

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İletişim Katja Christina Plate
Katja Christina Plate
Leiterin der Abteilung Strategie und Planung
katja.plate@kas.de +49 26996 3598

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