In seiner Pressekonferenz am Wahlabend stellte ein etwas gezwungen wirkender Staatspräsident Correa sinngemäß fest, verglichen mit dem Wahlausgang in der Hauptstadt Quito seien alle anderen Ergebnisse letztendlich zweitrangig. So trefflich kann nur ein Präsident formulieren, denn der überragende Wahlsieg des bürgerlichen Herausforderers Mauricio Rodas (58,42 Prozent) gegen den amtierenden Bürgermeister der Regierungshochburg Quito, Augusto Barrera (38,25 Prozent), ist das zentrale Ereignis dieser Kommunalwahlen! Die erwartete Wiederwahl des christsozialen Bürgermeisters Jaime Nebot in der Hafenmetropole Guayaquil (59,84 Prozent gegenüber der Alianza PAÍS-Kandidatin Viviana Bonilla mit 38,80 Prozent), der größten Stadt Ecuadors, wurde als Schlagzeile vom Wahlergebnis in der Hauptstadt sowie in der zweiten Hochburg der Regierungsbewegung Alianza PAÍS, der historischen Stadt Cuenca in der Hochlandprovinz Azuay, nahezu verdrängt: Dort konnten sich die Kandidaten eines lokalen Bündnisses gemäßigter Mitte-Links-Kräfte sowohl gegen den amtierenden Bürgermeister als auch gegen den Provinz-Präfekten, beide von der Alianza PAÍS, durchsetzen.
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