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KAS-Bremen
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Weihnachten - so wie es früher war

de Meret Nitschke

Lesung

Am 1. Dezember lud die Konrad-Adenauer-Stiftung Bremen (KAS) zu der letzten Abendveranstaltung für das Jahr 2025. Aus diesem Anlass organisierte die KAS eine Weihnachtslesung mit der Autorin Traudl Kupfer, die aus ihrem kürzlich erschienenen Werk „Das große Weihnachtsbuch – Geschichten, Lieder, Bilder und Rezepte aus über 100 Jahren“ las und erzählte.

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Zu Beginn begrüßte Ralf Altenhof die Gäste im Weser Raum des Radisson Blu Hotel in der Altstadt. Er betonte, dass die letzte Abendveranstaltung des Jahres immer etwas Besonderes sei und verwies unter anderem auf das Drei-Generationen-Konzert zu Ehren Don Jaffés im letzten Jahr. In diesem Jahr solle dies das von Kupfer herausgegebene Weihnachtsbuch sein. Für die Gäste gab es zudem leckere Pfefferkuchen, die die KAS eigens aus Pulsnitz in Sachsen für die Veranstaltung bestellt hatte.


Für ihr weihnachtliches Werk recherchierte Kupfer unter anderem in Bibliotheken und sprach im Altersheim mit Menschen über ihre Kindheitserinnerungen rund um Weihnachten und festliche Bräuche, erzählte die Autorin dem Publikum, bevor sie die erste Passage las. Für diese wählte sie „Die Weihnachtszeit“, eine Geschichte der Hamburger Schriftstellerin und Schulleiterin Elise Averdieck. In dieser geht es darum, wie die Kinder Elisabeth, Charlotte, Marie und Karl dem Weihnachtsfest entgegenfiebern. Sie stricken Strümpfe, die sie zu Weihnachten ihrem Papa schenken wollen, lernen Lieder auswendig, malen Bilder, verschenken sogar Teile ihrer Spielsachen an ärmere Kinder und freuen sich über die neuen Bilder, die ab dem 1. Dezember jeden Tag bis Heiligabend an die Tapete gehangen werden. Kupfer erzählte in diesem Zusammenhang von einem Brauch, der im 19. Jahrhundert üblich war, heute aber weniger vorstellbar erscheine: Früher schrieben die Kinder ihren Eltern einige Tage nach der Bescherung Dankesbriefe für die Geschenke, die sie bekamen, eben um ihre Dankbarkeit zum besonderen Ausdruck zu bringen. 


Genauso von großer Bedeutung wie heute das festliche Essen und Trinken zu Weihnachten ist, sei es auch damals gewesen, erklärte Kupfer. Sie las dazu aus den Jugenderinnerungen des Hamburger Apothekers Berend Goos. Dieser erinnerte sich lebhaft an das aufwendige Kuchenbacken seiner Mutter und wie die Näherin, die Scheuerfrau, die Köchin und weiteres Personal dabei halfen. Ein oder zwei Dutzend dieser Kuchen dienten jedoch als Geschenk für alle dem Haus nahestehende Personen: Für das gesamte Personal, befreundete Häuser und viele weitere Personen gab es Kuchen, erinnert sich Goos in Kupfers Werk. Sie erzählte den Gästen amüsiert, wie die Menschen früher, wenn sie eine Weihnachtsgans zum Fest servieren wollten, diese kühl aufbewahrten. Große Kühlschränke wie heute gab es natürlich nicht, draußen aber war es fast immer kalt genug, um die Tiere gekühlt zu lagern. Und so war es früher zur Weihnachtszeit mehr als üblich, wenn man die Straßen entlang ging, zahlreiche Weihnachtsgänse draußen an den Fenstern hängen zu sehen. Nicht selten soll es vorgekommen sein, dass auf die eine oder andere Weise so einige Gänse gestohlen wurden. 


Zudem seien auch schon früher die Weihnachtsbäume und das prachtvolle Schmücken dieser ein fester und wichtiger Brauch gewesen. So wichtig, dass selbst 1923 zur Hyperinflation in der Weimarer Republik, die Leute darauf bestanden, einen Weihnachtsbaum zum Fest zu haben. Dieser war dann nur deutlich kleiner als üblich gewesen. 


Kupfer erzählte auch von den Weihnachtmärkten früher. Gerade der Weihnachtsmarkt am Hamburger Dom war besonders groß und beliebt, so Kupfer. Für die Händler seien die Märkte eigentlich eine wichtige Einnahmequelle gewesen. Allerdings machten die meisten Verkäufer auf den Weihnachtsmärkten keinen besonders großen Verdienst, da viele Besucher nur über den Markt schlenderten und kein Geld ausgeben konnten für Geschenke. Stattdessen haben die Händler in den anders als heute unbeheizten Weihnachtsbuden vor allem sehr gefroren.


Zum Abschluss der Weihnachtslesung hieß es „Von drauß‘ vom Walde komm ich her; Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!“ und „Markt und Straßen stehn verlassen;“. Denn Kupfer las zwei Passagen aus ihrem Buch, die den meisten Gästen so bekannt waren, dass sie sie mitsprechen konnten. Zum einen Theodor Storms Knecht Ruprecht von 1862 und zum anderen das berühmte Gedicht „Weihnachten“ von Jospeh von Eichendorff, welches 1837 entstand. 

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Contacto Dr. Ralf Altenhof
Dr. Ralf Altenhof
Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Bremen
ralf.altenhof@kas.de +49 421 163009-0

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Sobre esta serie

La Fundación Konrad Adenauer, sus talleres de formación, centros de formación y oficinas en el extranjero ofrecen anualmente miles de eventos sobre temas cambiantes. Le informamos en www.kas.de acerca de una selección de conferencias, eventos, simposios etc. , de forma actual y exclusiva. Aquí, usted encuentra, además de un resumen en cuanto al contenido, materiales adicionales como imágenes, manuscritos de diálogos, vídeos o grabaciones de audio.