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Informes sobre los eventos

Kampala Geopolitics Conference 2026

The African Dimensions in International Debates

In Zusammenarbeit mit der französischen Botschaft in Uganda, der Alliance Française de Kampala und der Makerere-Universität organisierte das Regionalprogramm Sicherheitspolitischer Dialog Ostafrika (RP SIPODI) der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) am 15. und 16. April 2026 die neunte Ausgabe der Kampala Geopolitics Conference (KGC). Regierungsvertreter, Akademiker, Sicherheitsexperten, Journalisten, Akteure der Zivilgesellschaft und insbesondere viele interessierte Studenten versammelten sich im Hauptsaal des Hauptgebäudes der Makerere-Universität in Kampala, um über eine Vielzahl von aktuell brisanten Entwicklungen geopolitischer Natur und deren afrikanische Aspekte auszutauschen

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Yusuf Kiranda, Universitätssekretär der Makerere-Universität, eröffnete offiziell die Konferenz und hob deren Bedeutung als Forum für intellektuellen Austausch über wichtige afrikanische und globale Themen hervor. Er betonte, wie wichtig es sei, strukturierte Mechanismen zur Umsetzung der Beschlüsse zu schaffen, angesichts des Einflusses der Konferenz auf die Wirtschaft, die Sicherheit und das Alltagsleben in Afrika. Yusuf Kiranda bekräftigte ebenfalls den Stolz der Makerere-Universität, die Veranstaltung zum neunten Mal in Folge zu beherbergen und gemeinsam mit ihren Partnern auszurichten. I. E. Virginie Leroy, Botschafterin Frankreichs in Uganda, hob die Rolle der KGC als inklusiver Raum für Austausch hervor, insbesondere für Studenten. Die Botschafterin forderte die Teilnehmer dazu auf, geopolitische Debatten mit den gesellschaftlichen Bestrebungen afrikanischer Staaten hinsichtlich ihrer jeweiligen nationalen Souveränität—einschließlich finanzieller Unabhängigkeit gegenüber externen Akteuren—in Einklang zu bringen. Anna Reismann, Landesvertreterin der Konrad-Adenauer-Stiftung, Auslandsbüro Uganda und Südsudan, reflektierte über die sich wandelnde Weltordnung und wies auf den Niedergang des regelbasierten Systems sowie auf neue geopolitische Allianzen hin, die trotz zunehmender Instabilität Afrika Chancen eröffnen, seine Präsenz in der Global Governance zu stärken. Loïc Boivin, Direktor der Alliance Française de Kampala, hob die kulturelle Komponente der Konferenz hervor und unterstrich die Bedeutung künstlerischer Darbietungen für die Förderung des Dialogs und die Darstellung der Lebendigkeit afrikanischer Kulturen.

Die erste Podiumsdiskussion befasste sich mit den regionalen Ambitionen Äthiopiens und der Geopolitik des Zugangs zum Meer am Horn von Afrika. Unter der Moderation von Oliyada Abera, Projektmanager bei der KAS, Auslandsbüro Äthiopien / Afrikanische Union, konzentrierte sich die Diskussion auf Äthiopiens strategisches Streben nach einem Zugang zum Meer vor dem Hintergrund seiner wirtschaftlichen Abhängigkeit von ausländischen Häfen, insbesondere von jenem in Dschibuti. Nahusenay Belay, Dozent für Politikwissenschaft an der Mekelle University in Äthiopien, ordnete die maritimen Interessen Äthiopiens in den Kontext historischer, regionaler und innerstaatlicher Dynamiken ein. Ferner wies er darauf hin, dass bewaffnete Konflikte auf etwa 65 Prozent des äthiopischen Staatsgebiets stattfänden, wodurch Äthiopiens strategische Ambitionen am Horn von Afrika bis heute in ihrer Umsetzung eingeschränkt seien. Rashid Abdi, Experte für die Regionen Horn von Afrika und Mittlerer Osten, hob die weiterreichenden geopolitischen Implikationen der maritimen Strategie Äthiopiens hervor, darunter die Einbindung externer Akteure wie der Türkei, der Vereinigten Arabischen Emirate und Ägyptens sowie die Risiken einer regionalen Eskalation. Beautah Mwanza Suba, Major a. D. der kenianischen Streitkräfte und Mitarbeiter am Global Centre for Policy and Strategy (GLOCEPS), merkte zudem an, dass der Zugang zum Meer für Binnenstaaten nicht nur eine wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern ebenfalls eine strategische Notwendigkeit darstelle, die das Potenzial zur Neugestaltung regionaler Sicherheitsdynamiken berge. Christine Odera, Strategin für Politik und Governance, Co-Vorsitzende der Kenya Coalition on Youth, Peace & Security und Ratsmitglied des National Youth Service (NYS), hob das Potenzial der Jugendbeteiligung an zwischenstaatlichen Verhandlungen über Konfliktfragen hervor und befürwortete die Schaffung eines maritimen Sicherheitsrahmens in der Region des Roten Meeres als Instrument zur Stärkung des gegenseitigen Vertrauens zwischen regionalen Akteuren.

Die zweite Podiumsdiskussion, moderiert von Meron Elias, Senior Analyst bei der International Crisis Group (ICG), befasste sich mit Afrikas Beziehungen zu externen Mächten in einer sich wandelnden Weltordnung. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen der Aufstieg der transaktionalen Diplomatie sowie der zunehmende Wettbewerb zwischen den Großmächten um Einfluss in Afrika. David Ngendo-Tshimba, Leiter des Zentrums für Afrikastudien an der Uganda Martyrs University, betonte die Notwendigkeit für afrikanische Staaten, sich strategisch aus ausbeuterischen Partnerschaften zurückzuziehen und gleichzeitig vorteilhafte Partnerschaften mit externen Akteuren zu stärken. Folglich plädierte er für eine Ausweitung regionaler Integrationsprozesse in Subsahara-Afrika. Edith Namutebi, Leiterin der Abteilung Regional Peace and Security im ugandischen Außenministerium, betonte die Chancen, die sich aus der gegenwärtigen Entstehung einer multipolaren Weltordnung für den afrikanischen Kontinent ergeben. Sie verwies dabei auf die wachsende politische Handlungsfähigkeit afrikanischer Staaten und ihr Potenzial für verstärkte Souveränität gegenüber externen Akteuren. Prof. Dr. Solveig Richter, Inhaberin der Heisenberg Professur für Internationale Beziehungen und transnationale Politik an der Universität Leipzig, stellte fest, dass Afrika im Mittelpunkt eines globalen Wettstreites um Macht stehe. Okello Moses Chrispus, Senior Researcher am Institute for Security Studies (ISS), unterstrich zudem die zentrale Rolle Afrikas im globalen geopolitischen Wettbewerb, insbesondere in Bezug auf natürliche Ressourcen, Sicherheitspartnerschaften und den gegenwärtigen technologischen Wandel.

Unsere Partner, die französische Botschaft in Uganda, die Makerere-Universität und die Alliance Française de Kampala, organisierten weitere Podiumsdiskussionen, die sich mit dem Wandel der Entwicklungshilfe, der Zukunft der globalen Finanzpolitik, der Krise im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und der Beteiligung junger Menschen an der Politikgestaltung befassten. Die hochkarätigen akademischen Podiumsdiskussionen und der nachfolgende Austausch mit dem Publikum wurden durch eine von der Alliance Française de Kampala organisierten Darbietung der ugandischen Sängerin Tracy Melon ergänzt.

In ihren Schlussworten lobte Dr. Hellen Nambalirwa Nkabala, außerordentliche Professorin am Institut für Religions- und Friedenswissenschaften der Makerere-Universität, die Konferenz dafür, dass sie sowohl den akademischen als auch den praxisnahen Dialog über globale Themen fördere. Sie äußerte sich optimistisch, dass die KGC ihre derzeitige Entwicklung zu einem Forum für Politikgestaltung und kritische Debatten über die Rolle Afrikas in internationalen Angelegenheiten in den nächsten Jahren beibehalten werde.

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Contacto

Anna Reismann

Anna Reismann Final
Landesvertreterin, Uganda & Südsudan
anna.reismann@kas.de

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Sobre esta serie

La Fundación Konrad Adenauer, sus talleres de formación, centros de formación y oficinas en el extranjero ofrecen anualmente miles de eventos sobre temas cambiantes. Le informamos en www.kas.de acerca de una selección de conferencias, eventos, simposios etc. , de forma actual y exclusiva. Aquí, usted encuentra, además de un resumen en cuanto al contenido, materiales adicionales como imágenes, manuscritos de diálogos, vídeos o grabaciones de audio.

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