Publicador de activos

Informes sobre los eventos

Migrationsmanagement im Südsudan stärken

Capacity-Building-Schulung für Einwanderungs- und Standesbeamte in Kaya, Nimule und Dschuba

Das Regionalprogramm Sicherheitspolitischer Dialog Ostafrika der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS RP SIPODI Ostafrika) organisierte in Zusammenarbeit mit Talent Initiative for Development (TIDE South Sudan) und dem Directorate for Civil Registry, Nationality, Passport and Immigration (DCRNPI) drei Capacity-Building-Schulungen unter dem Projekt „Migrationsmanagement im Südsudan stärken.“ Die Veranstaltungen fanden in Kaya, (9. bis 11. September), Nimule (14. bis 16. September) und Dschuba (23. bis 24. September 2026) statt. Zu den Zielgruppen gehörten Einwanderungs- und Standesbeamte und relevante Akteure im Bereich Migrationsmanagement.

Publicador de activos

Compartir

Das Schulungsprogramm verfolgte drei übergeordnete Ziele: die Stärkung der fachlichen, ethischen und beruflichen Kompetenzen des Personals im Bereich Migrationsmanagement; die Förderung der Rechte, der Würde und der Sicherheit von Migranten; sowie die Verbesserung der Einhaltung nationaler und internationaler Verpflichtungen in den Bereichen Migration und Schutz. An allen drei Standorten standen zudem Themen wie praktische Koordination, Dokumentation, Betrugsaufdeckung, Grenzmanagement und behördenübergreifende Zusammenarbeit im Mittelpunkt der Diskussionen.

 

An der Schulung in Kaya nahmen Mitarbeiter des DCRNPI sowie Vertreter der Grenzsicherung, des Gesundheitswesens, des Zolls und anderer relevanter Akteure teil. Im Vordergrund der Diskussionen standen praktische Herausforderungen an der Grenze zwischen dem Südsudan und Uganda bei Kaya–Oraba, insbesondere die Aufdeckung gefälschter Reisedokumente, Lücken im Datenmanagement und die Notwendigkeit einer klareren Koordination zwischen den für das Grenzmanagement zuständigen Institutionen. Die Teilnehmer wiesen insbesondere darauf hin, dass die undokumentierte Mobilität südsudanesischer Flüchtlinge zwischen Uganda und dem Südsudan Bedenken hinsichtlich der Dokumentation, der Überschreitung der Aufenthaltsdauer sowie der Gefährdung durch Menschenhandel und andere Schutzrisiken aufwirft.

 

Die Schulung in Nimule befasste sich primär mit Migrationsmanagement an der Hauptgrenze des Südsudans zu Uganda, wobei besonderes Augenmerk auf berufliches Verhalten, den Schutz von Migranten, grenzüberschreitende Kriminalität und die Koordinierung zwischen den an der Grenze tätigen Institutionen gelegt wurde. Die Teilnehmer nannten Menschenschmuggel, Menschenhandel, gefälschte Dokumente und andere Formen grenzüberschreitender Kriminalität als zentrale operative Herausforderungen. Die Schulung in Nimule wurde anschließend von dem DCRNPI mit der praktischen Aufdeckung und Bearbeitung eines mutmaßlichen Menschenhandelsfalls kurz nach der Veranstaltung verknüpft, was die unmittelbare Relevanz des Kapazitätsaufbaus verdeutlichte.

 

Die abschließende Veranstaltung in Dschuba brachte Beamte des internationalen Flughafens von Dschuba und die oberste Führungsebene der DCRNPI zusammen. Die Sitzung wurde von Generalleutnant Achol Cyier Rahan, Generaldirektorin der DCRNPI, eröffnet, die den praktischen Nutzen der Schulung, der Professionalisierung, der institutionellen Reformen und die Notwendigkeit einer Imageverbesserung der südsudanesischen Einwanderungsbehörde hervorhob. Sie wies zudem auf ein unmittelbares operatives Resultat der Schulung in Nimule hin, bei der Beamte ihr neu erworbenes Wissen aus der Schulung bei der Reaktion auf einen mutmaßlichen Fall von Menschenhandel angewandt hatten, an dem ein nach Nairobi reisendes Kind beteiligt war. Die Maßnahme führte zur Festnahme eines mutmaßlichen Menschenhändlers und zum Schutz des Kindes.

 

In seiner Eröffnungsrede lobte Karl Wiesemeyer, Programmmanager bei der KAS RP SIPODI Ostafrika, die Zusammenarbeit mit TIDE Südsudan und DCRNPI und betonte, dass solche Kooperationen auch in Zukunft fortgesetzt werden sollen. Isaac Khamis Cosmas, amtierender Geschäftsführer von TIDE, dankte der KAS für die seit über vier Jahren andauernde Zusammenarbeit mit TIDE. Er bedankte sich beim DCRNPI für die Möglichkeit zur Partnerschaft mit TIDE und wies zudem darauf hin, dass TIDE die erste nationale Nichtregierungsorganisation war, die eine Partnerschaft mit einer staatlichen Institution im Südsudan eingegangen ist.

 

Die Schulung in Dschuba festigte die Erkenntnisse aus den Grenzschulungen in Kaya und Nimule und befasste sich gleichzeitig mit der umfassenderen Rolle von Migrationsbehörden in der nationalen Regierungsführung. Obwohl die drei Veranstaltungen getrennt voneinander durchgeführt wurden, zeigten sie eine Reihe einheitlicher institutioneller und operativer Herausforderungen im gesamten Migrationsmanagementsystem des Südsudans auf. Dabei sind insbesondere die Kapazitätslücken in den Bereichen Fachkenntnisse, Ausrüstung, IKT-Systeme und institutionelle Ressourcen hervorzuheben. Die fehlende Standardisierung von Reisedokumenten, Schleuserkriminalität, Menschenhandel und irreguläre Grenzübertritte erfordern stärkere Mechanismen zur Aufdeckung, Weiterverweisung und behördenübergreifenden Reaktion.

 

Es wurde empfohlen, ähnliche Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau auf weitere Grenzübergänge auszuweiten, darunter Nadapal an der Grenze zu Kenia und Aweil an der Grenze zum Sudan. Ebenfalls empfohlen wurden ein grenzüberschreitender Dialog zwischen Uganda und dem Südsudan zum Migrationsmanagement, um die in Kaya und Nimule festgestellten Herausforderungen anzugehen, sowie die Stärkung der IKT-Infrastruktur, der Kapazitäten zur Dokumentenprüfung und sicherer Datenverwaltungssysteme an den Grenzposten.

 

Zum Abschluss der Schulung verpflichtete sich Generalleutnant Achol Cyier Rahan, Generaldirektorin des DCRNPI, die kontinuierliche berufliche Weiterbildung sowie Schulungen zu Führung und Teamarbeit für das Personal der Einwanderungs- und Standesämter zu fördern. Karl Wiesemeyer, Programmmanager bei der KAS RP SIPODI Ostafrika, dankte TIDE und dem DCRNPI für ihre Zusammenarbeit sowie den Teilnehmern für ihr Interesse und ihre aufschlussreichen Beiträge. Das Schulungsprogramm endete anschließend mit der Übergabe der Schulungszertifikate an die Teilnehmer.

Publicador de activos

Contacto Jan-Ole Voß
Jan-Ole_Voß
Leiter Regionalprogramm Sicherheitspolitischer Dialog Ostafrika
jan-ole.voss@kas.de

comment-portlet

Publicador de activos

Sobre esta serie

La Fundación Konrad Adenauer, sus talleres de formación, centros de formación y oficinas en el extranjero ofrecen anualmente miles de eventos sobre temas cambiantes. Le informamos en www.kas.de acerca de una selección de conferencias, eventos, simposios etc. , de forma actual y exclusiva. Aquí, usted encuentra, además de un resumen en cuanto al contenido, materiales adicionales como imágenes, manuscritos de diálogos, vídeos o grabaciones de audio.

Publicador de activos