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Corruption Through a Gender Lens

de Zipporah Abaki

Feminist Institutional Analysis of Kenya

This paper utilizes feminist institutional theory to analyze corruption in Kenya, framing it as a systematic institutional design rather than isolated individual moral failures. It demonstrates how formal rules and informal norms disproportionately expose women to coercive, non-monetary forms of corruption, specifically sextortion, with everyday public service sectors like healthcare and education. Ultimately, the author argues that traditional anti-corruption frameworks must expand past narrow financial definitions to capture these power-based gendered abuses.

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Korruption untergräbt weiterhin Kenias Entwicklung, indem sie öffentliche Mittel zweckentfremdet, Institutionen schwächt und das Vertrauen zwischen Bürgern und Staat untergräbt. Dennoch wird sie nicht von allen gleichermaßen erlebt. Die meisten Rahmenwerke zur Korruptionsbekämpfung behandeln Korruption als geschlechtsneutral und konzentrieren sich auf Bestechung, Betrug im öffentlichen Beschaffungswesen oder die Vereinnahmung durch die Elite. Dieser enge Fokus übersieht, wie Korruption durch institutionelle Machtverhältnisse geprägt wird, die selbst geschlechtsspezifisch sind. Um über diese traditionellen Perspektiven hinauszugehen, muss Korruption in Kenia als Produkt institutioneller Gestaltung und nicht als bloße Ansammlung illegaler Handlungen neu definiert werden. Im Zentrum dieses Wandels steht die Erkenntnis, dass nicht-monetäre Formen der Korruption, insbesondere Sextortion, nicht marginal oder außergewöhnlich sind, sondern Teil der praktischen Funktionsweise von Institutionen. Erkenntnisse aus Kenia zeigen deutliche Unterschiede darin, wie Korruption erlebt wird. Männer sind eher mit monetärer Bestechung in Bereichen wie Polizeiarbeit und Unternehmensregulierung konfrontiert, während Frauen eher Korruption bei alltäglichen Dienstleistungen ausgesetzt sind, darunter Gesundheitsversorgung, Bildung und Personenstandswesen. Diese Interaktionen beinhalten oft Verzögerungen, Begünstigung oder Nötigung statt direkter finanzieller Zahlungen. Da solche Erfahrungen in offiziellen Daten selten erfasst werden, bleiben sie in politischen Diskussionen weitgehend unsichtbar. Darüber hinaus argumentiert dieser Beitrag, dass diese Muster nicht zufällig sind. Sie spiegeln wider, wie Institutionen Macht, Ermessensspielraum und Rechenschaftspflicht so verteilen, dass bestimmte Gruppen – insbesondere Frauen – systematisch stärker zwingenden Formen der Korruption ausgesetzt sind.

 

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Contacto Eva-Maria Okot
Eva-Maria_Okot
Research Fellow
eva.okot@kas.de +254 1166100-21/-22/-23

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