Publicador de contenidos

Título individual

Mittelmächte mit Ambitionen: Deutschland und Thailand im Indo-Pazifik

de Anna Wittmann

Zwischen Kooperationspotenzial und Sicherheitsverantwortung: Deutschland und Thailand justieren ihre Partnerschaft neu.

Zusammenarbeit zwischen Thailand & Deutschland

Publicador de contenidos

Compartir

Im gemeinsamen Gespräch v. l. n. r. Andreas Scheuer, Bundesminister a. D., Rolf Schulze, Botschafter a. D., Chittipat Tongprasroeth, thailändischer Botschafter in Deutschland, und Vijavat Isarabhakdi, thailändischer Vize-Außenminister.

Die Veränderung globaler Machtverhältnisse bedeutet auch im Indo-Pazifik einen tiefgreifenden Umbruch. Auf Einladung der Königlich Thailändischen Botschaft Berlin, der Asienbrücke e.V. und der Konrad-Adenauer-Stiftung diskutierten thailändische und deutsche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft am 20. Mai 2026 in Berlin, welche Rolle Mittelmächte wie Deutschland und Thailand in einer zunehmend von Großmächten geprägten Weltordnung spielen können und wollen.

Sowohl der thailändische Vize-Außenminister Vijavat Isarabhakdi als auch Staatsminister Florian Hahn im Auswärtigen Amt betonten die Bedeutung gemeinsamer, problemspezifischer Kooperation. Ziel sei es, gemeinsam zu Stabilität beizutragen, anstatt im Spannungsfeld der Großmächte zum Spielball geopolitischer Rivalitäten zu werden. Der Umstand, dass beide Staaten von relativ neue Regierungen geführt werden, verstärkt dabei den beidseitigen Wunsch einer strategischen Neukalibrierung der deutsch-thailändischen Beziehungen. Denn Krisen im Indo-Pazifik machen nicht an Grenzen halt, ihre Auswirkungen treffen auch Europa und Deutschland. Angesichts einer zunehmend unter Druck geratenen regelbasierten Ordnung sind daher insbesondere Mittelmächte gefordert, für internationales Recht und verlässliche multilaterale Strukturen einzutreten.

Diese Verantwortung beinhaltet auch eine wirtschaftliche Dimension. In Hinblick auf Chinas wachsenden Einsatz wirtschaftlicher Abhängigkeiten als geopolitisches Druckmittel positioniert sich Thailand längst nicht mehr nur als Absatzmarkt, sondern als strategischer Industrie- und Logistikstandort für europäische Unternehmen. Thailands Lage zwischen dem Indischen Ozean und dem Südchinesischen Meer macht es dabei zu einem attraktiven Standort für europäische Diversifizierung. Bereits rund 550 deutsche Unternehmen sind vor Ort tätig, das bilaterale Handelsvolumen liegt bei knapp 14 Milliarden Euro. Doch damit bleibt es nach Einschätzung aller Beteiligten deutlich unter seinem eigentlichen Potenzial, gerade auch gemessen an Thailands 14 bestehenden Freihandelsabkommen. Die laufenden Verhandlungen zum EU-Thailand-Freihandelsabkommen sind der entscheidende Hebel, um ebendiese Potentiale auszuschöpfen.

Konkrete Chancen sehen beide Seiten auch im Bereich maritimer Sicherheit. Der Konflikt im Nahen Osten hat beiden Staaten die Bedeutung resilienter Energierouten und Seehandelswege vor Augen geführt. Thailands strategische Lage im Indopazifik, sein regionales Wissen und seine Netzwerke in der Region könnten, kombiniert mit deutschen technologischen und militärischen Fähigkeiten, die Interessen beider Staaten nachhaltig stärken.

Der gemeinsame Befund war klar und ist zugleich ein Auftrag: Die bilaterale Beziehung hat ihr Potenzial bislang nicht annähernd ausgeschöpft. Die geplante Sectoral Dialogue Platfrom und das EU-Thailand-Freihandelsabkommen sind erste konkrete Schritte, die Partnerschaft auf eine neue Ebene zu heben. Ob bei der Diversifizierung von Produktionsstandorten oder beim Schutz digitaler Infrastruktur: Antworten auf diese Fragen lassen sich gemeinsam besser finden als im Alleingang.

Die Veränderung globaler Machtverhältnisse bedeutet auch im Indo-Pazifik einen tiefgreifenden Umbruch. Auf Einladung der Königlich Thailändischen Botschaft Berlin, der Asienbrücke e.V. und der Konrad-Adenauer-Stiftung diskutierten thailändische und deutsche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft am 20. Mai 2026 in Berlin, welche Rolle Mittelmächte wie Deutschland und Thailand in einer zunehmend von Großmächten geprägten Weltordnung spielen können und wollen.

Sowohl der thailändische Vize-Außenminister Vijavat Isarabhakdi als auch Staatsminister Florian Hahn im Auswärtigen Amt betonten die Bedeutung gemeinsamer, problemspezifischer Kooperation. Ziel sei es, gemeinsam zu Stabilität beizutragen, anstatt im Spannungsfeld der Großmächte zum Spielball geopolitischer Rivalitäten zu werden. Der Umstand, dass beide Staaten von relativ neue Regierungen geführt werden, verstärkt dabei den beidseitigen Wunsch einer strategischen Neukalibrierung der deutsch-thailändischen Beziehungen. Denn Krisen im Indo-Pazifik machen nicht an Grenzen halt, ihre Auswirkungen treffen auch Europa und Deutschland. Angesichts einer zunehmend unter Druck geratenen regelbasierten Ordnung sind daher insbesondere Mittelmächte gefordert, für internationales Recht und verlässliche multilaterale Strukturen einzutreten.

Diese Verantwortung beinhaltet auch eine wirtschaftliche Dimension. In Hinblick auf Chinas wachsenden Einsatz wirtschaftlicher Abhängigkeiten als geopolitisches Druckmittel positioniert sich Thailand längst nicht mehr nur als Absatzmarkt, sondern als strategischer Industrie- und Logistikstandort für europäische Unternehmen. Thailands Lage zwischen dem Indischen Ozean und dem Südchinesischen Meer macht es dabei zu einem attraktiven Standort für europäische Diversifizierung. Bereits rund 550 deutsche Unternehmen sind vor Ort tätig, das bilaterale Handelsvolumen liegt bei knapp 14 Milliarden Euro. Doch damit bleibt es nach Einschätzung aller Beteiligten deutlich unter seinem eigentlichen Potenzial, gerade auch gemessen an Thailands 14 bestehenden Freihandelsabkommen. Die laufenden Verhandlungen zum EU-Thailand-Freihandelsabkommen sind der entscheidende Hebel, um ebendiese Potentiale auszuschöpfen.

Konkrete Chancen sehen beide Seiten auch im Bereich maritimer Sicherheit. Der Konflikt im Nahen Osten hat beiden Staaten die Bedeutung resilienter Energierouten und Seehandelswege vor Augen geführt. Thailands strategische Lage im Indopazifik, sein regionales Wissen und seine Netzwerke in der Region könnten, kombiniert mit deutschen technologischen und militärischen Fähigkeiten, die Interessen beider Staaten nachhaltig stärken.

Der gemeinsame Befund war klar und ist zugleich ein Auftrag: Die bilaterale Beziehung hat ihr Potenzial bislang nicht annähernd ausgeschöpft. Die geplante Sectoral Dialogue Platfrom und das EU-Thailand-Freihandelsabkommen sind erste konkrete Schritte, die Partnerschaft auf eine neue Ebene zu heben. Ob bei der Diversifizierung von Produktionsstandorten oder beim Schutz digitaler Infrastruktur: Antworten auf diese Fragen lassen sich gemeinsam besser finden als im Alleingang.

Die Veränderung globaler Machtverhältnisse bedeutet auch im Indo-Pazifik einen tiefgreifenden Umbruch. Auf Einladung der Königlich Thailändischen Botschaft Berlin, der Asienbrücke e.V. und der Konrad-Adenauer-Stiftung diskutierten thailändische und deutsche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft am 20. Mai 2026 in Berlin, welche Rolle Mittelmächte wie Deutschland und Thailand in einer zunehmend von Großmächten geprägten Weltordnung spielen können und wollen.

Sowohl der thailändische Vize-Außenminister Vijavat Isarabhakdi als auch Staatsminister Florian Hahn im Auswärtigen Amt betonten die Bedeutung gemeinsamer, problemspezifischer Kooperation. Ziel sei es, gemeinsam zu Stabilität beizutragen, anstatt im Spannungsfeld der Großmächte zum Spielball geopolitischer Rivalitäten zu werden. Der Umstand, dass beide Staaten von relativ neue Regierungen geführt werden, verstärkt dabei den beidseitigen Wunsch einer strategischen Neukalibrierung der deutsch-thailändischen Beziehungen. Denn Krisen im Indo-Pazifik machen nicht an Grenzen halt, ihre Auswirkungen treffen auch Europa und Deutschland. Angesichts einer zunehmend unter Druck geratenen regelbasierten Ordnung sind daher insbesondere Mittelmächte gefordert, für internationales Recht und verlässliche multilaterale Strukturen einzutreten.

Diese Verantwortung beinhaltet auch eine wirtschaftliche Dimension. In Hinblick auf Chinas wachsenden Einsatz wirtschaftlicher Abhängigkeiten als geopolitisches Druckmittel positioniert sich Thailand längst nicht mehr nur als Absatzmarkt, sondern als strategischer Industrie- und Logistikstandort für europäische Unternehmen. Thailands Lage zwischen dem Indischen Ozean und dem Südchinesischen Meer macht es dabei zu einem attraktiven Standort für europäische Diversifizierung. Bereits rund 550 deutsche Unternehmen sind vor Ort tätig, das bilaterale Handelsvolumen liegt bei knapp 14 Milliarden Euro. Doch damit bleibt es nach Einschätzung aller Beteiligten deutlich unter seinem eigentlichen Potenzial, gerade auch gemessen an Thailands 14 bestehenden Freihandelsabkommen. Die laufenden Verhandlungen zum EU-Thailand-Freihandelsabkommen sind der entscheidende Hebel, um ebendiese Potentiale auszuschöpfen.

Konkrete Chancen sehen beide Seiten auch im Bereich maritimer Sicherheit. Der Konflikt im Nahen Osten hat beiden Staaten die Bedeutung resilienter Energierouten und Seehandelswege vor Augen geführt. Thailands strategische Lage im Indopazifik, sein regionales Wissen und seine Netzwerke in der Region könnten, kombiniert mit deutschen technologischen und militärischen Fähigkeiten, die Interessen beider Staaten nachhaltig stärken.

Der gemeinsame Befund war klar und ist zugleich ein Auftrag: Die bilaterale Beziehung hat ihr Potenzial bislang nicht annähernd ausgeschöpft. Die geplante Sectoral Dialogue Platfrom und das EU-Thailand-Freihandelsabkommen sind erste konkrete Schritte, die Partnerschaft auf eine neue Ebene zu heben. Ob bei der Diversifizierung von Produktionsstandorten oder beim Schutz digitaler Infrastruktur: Antworten auf diese Fragen lassen sich gemeinsam besser finden als im Alleingang.

 

Publicador de contenidos

Contacto Anna Lederer
Referentin für Indien und Südostasien
anna.lederer@kas.de

comment-portlet

Publicador de contenidos

Publicador de contenidos