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EINBLICKE: Amerikas Distanz zu Europa und ihre Folgen für Bosnien und Herzegowina

Von Phillip Florian Braun

Amerikas wachsende Distanz zu Europa könnte sich zu einer ernsthaften Herausforderung für Bosnien und Herzegowina entwickeln.

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Der geopolitische Wandel in den transatlantischen Beziehungen betrifft nicht nur die großen Akteure, sondern entfaltet seine Wirkung besonders stark in fragilen Staaten und Regionen, deren Stabilität bislang maßgeblich von externer Unterstützung abhängig war.

Auch wenn der Konfrontationskurs des US-Außenministers Marco Rubio im Vergleich zur Rede des amerikanischen Vizepräsidenten JD Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Vorjahr nüchterner und teilweise dialogbereiter gegenüber den europäischen Partnern erschien, bleibt die grundsätzliche Ausrichtung der Vereinigten Staaten unverändert.

Die Leitlinie „America First“ bildet weiterhin das zentrale Paradigma amerikanischer Außen- und Sicherheitspolitik. Diese Ausrichtung bringt nicht nur für die Europäische Union und die transatlantischen Beziehungen neue Herausforderungen mit sich, insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Verteidigung und Handel, sondern wirkt sich auch unmittelbar auf den Balkan aus.

Vor allem Bosnien und Herzegowina, das über Jahrzehnte hinweg von politischer, militärischer und wirtschaftlicher Unterstützung der Vereinigten Staaten profitierte, könnte von einem möglichen strategischen Rückzug Washingtons besonders betroffen sein. Die bisherige Rolle der USA als stabilisierender Akteur und politischer Garant war für das Land von zentraler Bedeutung. Ein Abbau dieser Präsenz könnte erhebliche Konsequenzen für die innere politische Stabilität sowie für die außenpolitische Positionierung des Staates haben. 

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Contact Stephan Georg Raabe
Stefan Georg Raabe
Head of the Bosnia and Herzegovina Office in Sarajevo
Stephan.Raabe@kas.de +387 33 215 240

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