Gönner reflektierte über die Veränderungen in den transatlantischen Beziehungen im vergangenen Jahr. Ihre zentrale Botschaft: Deutschland, Europa und die Vereinigten Staaten könnten gemeinsam die Wirtschaftsordnung der Zukunft gestalten – eine offene, wettbewerbsfähige und kooperative Ordnung. Sie stellte fest, dass die Vereinigten Staaten weltweit führend bei der raschen Skalierung neuer Geschäftsmodelle seien, während Deutschland sich durch industrielle Stärke, Ingenieurskunst und Prozessqualität auszeichne: „Diese Stärken ergänzen sich gegenseitig. Eine positive transatlantische Agenda bedeutet, diese komplementären Fähigkeiten besser zu integrieren und Kräfte zu bündeln.“
Gönner erklärte, der BDI sei fest davon überzeugt, die Zukunft liege in diversifizierten, zuverlässigen und kooperativ organisierten Lieferketten. „Deutschland und die Vereinigten Staaten sind natürliche Partner bei diesem Ansatz“, betonte sie. Der Ausbau transatlantischer Wertschöpfungsketten sei daher nicht nur ein politisches Projekt, sondern eine wirtschaftliche Realität, befördert von beiderseitigen Interessen.
Der Empfang fand gemeinsam mit dem Representative for German Industry and Trade (RGIT) statt. Mehr als 100 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Thinktanks kamen im KAS USA-Büro zusammen, um über transatlantische Herausforderungen und Prioritäten für das neue Jahr zu diskutieren.