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Pawel Pawlikowskis Film „Vaterland“ (2026)

Politische Rückfragen an ein intimes Kino-Erlebnis

„Vaterland“ popularisiert die Familie Mann in einnehmenden Schwarz-Weiß-Bildern und inszeniert Thomas Mann als melancholischen Zweifler. Als Kunstwerk ist der Film gelungen, aber er unterschlägt die positiven politischen Botschaften Manns: Das Bekenntnis des Schriftstellers zu Humanismus und liberaler Demokratie sowie die Hoffnung auf Zukunft und eine Erneuerung und Weiterentwicklung der politischen Kultur.

Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Neue Pinakothek München / CC BY-SA 4.0 / creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Demokratie: Ideengeschichte und historische Erscheinungsformen

Vom antiken Athen bis zur Gegenwart: In seiner 2500-jährigen Geschichte hat sich der Begriff der Demokratie immer wieder verändert. Angesichts von Populismus, Polarisierung und autoritären Herausforderungen stellt sich die Frage, wie Demokratie unter heutigen Bedingungen zu verstehen und zu erneuern ist.

Francis Fukuyama: Der letzte Mensch. Wohin steuert die Welt?

Was kommt nach dem „Ende der Geschichte“ und nach dem „letzten Menschen“? Rückzugsgefechte eines heimatlosen Großintellektuellen

Francis Fukuyama: Der letzte Mensch. Wohin steuert die Welt? Hoffmann und Campe. Hamburg 2026.

Leihmutterschaft | Freiheit der Wissenschaft | KI und Bildung | Sicherheit und Verteidigung

"In der Debatte" bietet einen Blick ins politisch-historische Feuilleton im August 2026 – analysiert, bewertet, ordnet ein und fasst zusammen.

"In der Debatte" blickt im August auf die Diskussion über die Leihmutterschaft und die Frage nach einer gesetzlichen Regelung. Eine Gefährdung der Wissenschaftsfreiheit durch politische Blockbildung wird ebenso in den Blick genommen wie die Herausforderungen, denen sich Europa durch das KI-Zeitalter ausgesetzt sieht. Des Weiteren steht die Bedrohung Europas durch unsichere transatlantische Garantien im Blickpunkt der Betrachtung.

Die Rechtskultur des Westens als Wurzel des demokratischen Rechtsstaates

Wie Menschenwürde, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit aus dem Zusammenspiel verschiedener Traditionen hervorgingen

Demokratie lebt nicht allein von Institutionen, sondern von gemeinsamen Überzeugungen über Recht und Gerechtigkeit. Der Essay rekonstruiert die historischen Wurzeln des modernen Rechtsstaates – von der lateinischen Westkirche über Naturrecht und Aufklärung bis zum Grundgesetz – und bekräftigt die Bedeutung dieses Erbes für den Zusammenhalt freier Gesellschaften in der Gegenwart.

Martin Brázdil / flickr / CC BY-NC-ND 2.0 / creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de

Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats

Philip Manow: Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats. C.H. Beck Verlag, München 2026.

Universitätsarchiv Münster/ Fotograf unbekannt

Affirmation und Skepsis

Der Beitrag der Ritter-Schule zur Formierung des Liberalkonservatismus in der Bundesrepublik

Der Essay verortet die „Ritter’sche Mitte“ im Spannungsfeld von Kritik, Institutionenbindung und öffentlicher Verantwortung. Im Zentrum steht ein Verständnis des Intellektuellen, das sich bewusst von radikaler Gesellschaftskritik wie auch von antiintellektueller Pose absetzt und stattdessen auf Skepsis, Mäßigung und kompensatorische Deutungsleistungen in der Moderne setzt. Anhand von Odo Marquard, Hermann Lübbe und Robert Spaemann wird gezeigt, wie sich ein liberalkonservativer Intellektuellentypus herausbildete, der Kritik nicht als Gegenentwurf zur bestehenden Ordnung, sondern als deren reflexive Ergänzung begreift.

1776–2026 | Europa und die USA | Gesellschaftliche Herausforderungen

„In der Debatte“ bietet einen scharfsinnigen Blick ins politisch-historische Feuilleton im Juli 2026 – analysiert, bewertet, ordnet ein und fasst zusammen.

In der Debatte blickt im Juli auf den Zustand der amerikanischen Gesellschaft anlässlich des 250. Jahrestags der Verkündung der Unabhängigkeitserklärung, die Beziehungen zwischen den USA und Europa sowie die Herausforderungen, vor denen die demokratische Gesellschaft steht.

Morton Weinstein/University Archives, Rare Book & Manuscript Library, Columbia University Libraries

Gegen den paranoiden Stil in der amerikanischen Politik

Richard Hofstadters Beitrag zur Ideengeschichte der USA

Richard Hofstadter zählt zu den einflussreichsten amerikanischen Historikern der Nachkriegszeit. In seinen Arbeiten verband er politische Geschichte mit sozialpsychologischen Deutungsansätzen und warnte vor den Gefahren, die Massenbewegungen für die Demokratie darstellen können. David Brown zeichnet die Entwicklung von Hofstadters Denken nach und erörtert die Bedeutung seines Werks für das Verständnis politischer Phänomene der Gegenwart.

picture alliance / arkivi

Überall Faschisten

Zur Entwertung eines historischen Begriffs und den Folgen für die liberale Demokratie

Der inflationäre und von historischer Unkenntnis geprägte Gebrauch des Faschismusbegriffs folgt einer politischen Absicht. Matthias Oppermann begibt sich auf die Spur der Begriffs- und Debattengeschichte und untersucht den Einsatz des Faschismusvorwurfs in den Auseinandersetzungen der Gegenwart.

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