Bildung ist ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Lebens. Bildung ermöglicht Selbstentfaltung. Sie ist Voraussetzung für die Entwicklung starker Persönlichkeiten, die für sich und andere Verantwortung übernehmen. Der Begriff „Bildsamkeit“ verweist darauf, dass Menschen der Bildung bedürfen, aber auch dazu befähigt sind.
Unsere Vorstellungen von Bildung und das dahinterstehende Menschenbild sind tief in der europäischen Kultur und im Christentum verwurzelt. Jeder Mensch ist einzigartig, jede(r) kann etwas, keine(r) kann alles, und niemand kann nichts. In unserem Bildungsideal sind Offenheit, Toleranz und Bejahung der Vielfalt angelegt.
Menschen sind unterschiedlich, und die Anerkennung dieser Unterschiedlichkeit kommt allen zugute. Die Vielfalt der Bildungsangebote in einer modernen Gesellschaft muss der Vielfalt der Begabungen, Interessen und Neigungen der Menschen entsprechen.
Das schließt ein, Menschen unabhängig von Kultur und Glauben anzunehmen und zu respektieren und alle unabhängig von ihren biografischen Herkunftsbedingungen oder individuellen Entwicklungsbeeinträchtigungen nach Kräften zu fördern.
Familien und Bildungseinrichtungen haben die Aufgabe, Kindern und Jugendlichen den Erwerb wichtiger Kompetenzen und grundlegender Erfahrungen in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Dazu muss ihnen etwas zugetraut und abverlangt werden. Leistung verdient Förderung und Anerkennung.
So kann es gelingen, ein ziviles Miteinander, kulturellen und sozialen Fortschritt, wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand zu sichern und den gesellschaftlichen Wandel – im Einklang mit der natürlichen Umwelt und den Interessen künftiger Generationen – zu gestalten.
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