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Analyses et Arguments

Für Waren offen, für Zuwanderung verschlossen?

Chinas Umgang mit Arbeitsmarktmigration

Die Volksrepublik China blieb für ausländische Zuwanderung bisher weitgehend verschlossen. Angesichts einer stark alternden Gesellschaft stößt das Wirtschaftsmodell Chinas zunehmend an seine Grenzen, was die gezielte Anwerbung ausländischer Fach- und Arbeitskräfte auf absehbare Zeit erfordern könnte. Für Deutschland und Europa könnte mit China ein neuer Wettbewerber im globalen Wettbewerb um Talente entstehen.

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Die Volksrepublik China durchlief während der letzten Jahrzehnte einen bemerkenswerten Öffnungsprozess. Aus westlicher Perspektive ist besonders beachtlich, dass China trotz seines enormen wirtschaftlichen Aufschwungs, einer kontinuierlichen Integration in die globalen Handelsstrukturen und einer der weltweit größten Diasporagruppen für Einwanderung bislang vergleichsweise verschlossen blieb. Jedenfalls spielte das Thema Zuwanderung von außen als Wirtschafts- und Wettbewerbsfaktor im öffentlichen Diskurs bislang kaum eine Rolle. Der Ausländeranteil fällt gemessen an der Bevölkerungsgröße verschwindend gering aus. Selbst in der wohl internationalsten Metropole Chinas, Shanghai, liegt dieser bei unter einem Prozent.

Angesichts der tiefgreifenden demografischen, wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Veränderungsprozesse, die China gegenwärtig durchläuft, steht die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zunehmend unter Druck. Provinzen und Städte entwickeln in diesem Kontext Masterpläne zur gezielten Anwerbung ausländischer Fach- und Arbeitskräfte. Wie weit diese gehen werden und inwiefern damit tatsächlich Talente angeworben werden, bleibt abzuwarten. Politische Maßnahmen zur internationalen Fachkräftegewinnung, wie das im Oktober 2025 eingeführte K-Visum, stießen in der chinesischen Gesellschaft auf starke Widerstände. Eine weitere Öffnung würde das Modell China vor große gesellschaftspolitische Herausforderungen stellen.

Deutschland und Europa sollten diese Entwicklungen jedoch aufmerksam verfolgen. Für Europa könnte mit China ein neuer Wettbewerber im globalen Wettbewerb um Spitzentalente und Fachkräfte entstehen – mit potenziellen Folgen für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland.

 

Lesen Sie das gesamte Papier „Für Waren offen, für Zuwanderung verschlossen?“ hier als PDF.

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Contact Caroline Schmidt
Portrait
Chargée de mission Fuite et migration
caroline.schmidt@kas.de +49 30 26996-3539
Contact David Merkle
David Merkle
Chef du bureau de Chine - Shanghai
David.Merkle@kas.de +49 30 26996 1038

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À propos de cette collection

Cette série informe de manière concentrée sur les positions importantes de la Fondation Konrad-Adenauer sur les questions d'actualité. Les différents numéros présentent les principales conclusions et recommandations, offrent de brèves analyses, expliquent les projets futurs de la Fondation et désignent les personnes de contact du KAS.