kurzum

2019

Für eine wehrhafte demokratische Streitkultur

de Thomas Köhler

Einige Beobachtungen zum Wandel der Sprach- und Debattenkultur
Wie verändert sich der Sprach- und Argumentationsstil in der politischen Auseinandersetzung, sei es im Parlament, im persönlichen Gespräch oder in den Sozialen Medien? Gehen fundamentalere Unterschiede in den Positionen mit einer radikaleren Sprache einher? Und welche Folgen hat das für die Demokratie? In ersten empirischen Untersuchungen, Literaturstudien, Expertengesprächen und Diskussionsbeiträgen hat die Konrad-Adenauer-Stiftung begonnen, Fragen des Wandels der Sprach- und Debattenkultur auszuleuchten.

2019

Kulturen des Streitens verstehen und stärken

de Thomas Köhler, Jochen Roose

Ein Schwerpunkt der Konrad-Adenauer-Stiftung
Demokratien leben davon, sich in geordneter und ziviler Weise miteinander auseinanderzusetzen – zu streiten. Die Regeln des Streitens sind dabei von großer Bedeutung. Sie sollen unterschiedlichen Sichtweisen und Argumenten Raum geben, die Unterschiede sichtbar machen und zur Entwicklung von Gemeinsamkeiten und Kompromissen führen. Was beim demokratischen Streiten erwartet werden kann, was erlaubt ist und was Grenzen überschreitet – diese Fragen der Sprach- und Streitkultur gilt es, immer wieder neu zu verhandeln. Die Konrad-Adenauer-Stiftung widmet sich in ihrem Schwerpunkt dem Wandel der Sprach- und Streitkultur.
© UN Photo / Loey Felipe / flickr / CC BY-NC-ND 2.0

2019

UN-Sicherheitsrat: Deutschland in der ersten Reihe

de Andrea Ellen Ostheimer, Daniela Braun

Vom 1. bis zum 30. April 2019 saß Deutschland dem UN-Sicherheitsrat vor. Auch wenn die Agenda des Gremiums grundsätzlich durch Mandatsverlängerungen und Annahme von Berichten vorbestimmt ist – und durch aktuelle Krisenentwicklungen geprägt wird – ergibt sich im Monat des Vorsitzes ein stärkerer Gestaltungsspielraum. Geleitet vom französisch-deutschen Doppelvorsitz im März und April musste sich das Gremium unter anderem mit dem Konflikt in Libyen anlässlich der erneuten Eskalation der Gewalt befassen. Wie angekündigt nutzte die Bundesregierung den Vorsitz, um als Impulsgeber für die Schwerpunktthemen der deutschen Agenda im Sicherheitsrat aufzutreten und trieb insbesondere den Kampf gegen sexuelle Gewalt in Konflikten voran.
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

2019

Deutschland muss sich ranhalten!

Ergebnisse der Studienreihe „Vergleich nationaler Strategien zur Förderung von Künstlicher Intelligenz“
Tim Reckmann / flickr / CC BY 2.0

2019

Für ein offenes und freies Internet

de Tobias Wangermann

Man kann es als symbolischen Akt werten, dass die Bundesregierung den von Tim Berners-Lee initiierten „Contract for the Web“ (https://contractfortheweb.org/) im November 2018 unterzeichnet hat. Ist das Papier, das im Mai 2019 publiziert werden soll und dem sich Regierungen, Unternehmen, Organisationen und auch Einzelpersonen anschließen können, doch eher eine Willensbekundung als ein rechtsverbindlicher Vertrag. Dennoch ist es aber ein wichtiges Bekenntnis zu einem offenen und freien Internet und zugleich eine deutliche Botschaft für eine freiheitlich demokratische und rechtsstaatliche Grundordnung. An der Umsetzung seiner Prinzipien werden sich zukünftig alle Unterzeichner messen lassen müssen. Nicht nur die Bundesregierung hat unterschrieben – auch Google und Facebook.
Flickr/K.W. Barrett CC BY 2.0

2019

Virtuelle Realität in der Bildung

de Kevin Straßburger

Chancen und Risiken
Die Digitalisierung hat unsere Gesellschaft erfasst. Die Bildung ist davon in besonderem Maße betroffen. Der technologische Fortschritt birgt in erster Linie Chancen, die wir als Gesellschaft nutzen können und müssen. Eine dieser Möglichkeiten ist die Virtuelle Realität (VR). Ob Schule, Studium oder private Weiterbildung – Bildung wird in Zukunft durch Simulationen gestärkt werden. Ob medizinische Operationen oder die Reparatur von Maschinen, alles kann kostengünstig und unabhängig dargestellt und zum Lernen genutzt werden.
snre / flickr / CC BY 2.0

2019

Keimbahneingriffe und das kurze Gedächtnis der Öffentlichkeit

de Norbert Arnold

Lulu und Nana sind die ersten Menschen, deren Erbgut mit Hilfe von CRISPR/cas9 (Genome Editing) gezielt verändert wurde. Damit wurde eine Grenze überschritten. Keimbahneingriffe am Menschen galten bisher als Tabu. Es gibt viele Gründe, die für ein weltweites Verbot von Keimbahneingriffen sprechen.
Flickr / Steffen Voß / CC BY 2.0

2019

Im Konjunktiv

de Karsten Grabow

Das neue Sozialstaatskonzept der SPD
Die SPD hat ein neues Sozialstaatskonzept beschlossen. Sie rückt damit nach links und verabschiedet sich nach eigenem Bekunden endgültig von ihrem "Trauma" Hartz IV. Während sich die SPD im Aufbruch wähnt, bleiben Zweifel an der Umsetzbarkeit der ambitionierten Beschlüsse bestehen.
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À propos de cette série

Prägnant, auf das Wesentliche reduziert, aber immer hochaktuell. In der Reihe "kurzum" fassen unsere Expertinnen und Experten eine Fragestellung oder Problematik auf maximal zwei Seiten zusammen.