Exposition

"Helfen bedeutet leben: Jacob Teitel und der Verband russischer Juden in Deutschland (1920-1935)"

Eine Ausstellung unter der Schirmherrschaft der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

Détails

Jacob Teitel Kantine in Berlin 1938 (Heinrich-Stahl-Sammlung)
Jacob Teitel Kantine in Berlin 1938 (Heinrich-Stahl-Sammlung)

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 20.10.2021 möchten wir Sie herzlich zu unserer Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung "Helfen bedeutet leben: Jacob Teitel und der Verband russischer Juden in Deutschland (1920-1935)" einladen. Die Eröffnung mit einer Einführung in die Ausstellung durch die Kuratorin Dr. Elena Soliminski und einer anschließenenden kleinen Gesprächsrunde beginnt um 18 Uhr in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. mit dem folgendem Thema:

​​​​​​​"Helfen bedeutet leben – das gilt damals wie heute. Wie zeigen sich soziale Fürsorge und gesellschaftliche Initiativen in jüdischen Verbänden?"

Nicht nur diese und weitere Fragen wollen wir in der Gesprächsrunde mit Vertretern jüdischer Einrichtungen beantworten, sondern vielmehr auch Impulse zur Auseinandersetzung mit der Thematik beisteuern.

Im Anschluß haben Sie Zeit, sich die Ausstellung ausführlich anzuschauen.
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Nach der Russischen Revolution von 1917 und dem folgenden Bürgerkrieg mit seinen Pogromen flüchteten Tausende Juden aus Russland nach Deutschland. Hier erwartete sie häufig ein Leben in Armut, gesellschaftlicher Randständigkeit und Unsicherheit. Mit dem Verband russischer Juden organisierte Jacob Teitel (1850–1939) materielle Hilfe und verlor nie das Wichtigste aus den Augen: die Würde des Menschen.

Im Fokus der Ausstellung stehen Teitels Lebenswerk sowie die Tätigkeit des Verbandes russischer Juden in Deutschland. Bereits zu Lebzeiten wurde Teitel von Maxim Gorki als „fröhlicher Gerechter“, welcher sich unermüdlich für Menschenrechte einsetze, bezeichnet.

Jacob Teitel war ein wesentlicher Vertreter des russischen Judentums, der für den Aufbau der Kontakte mit den deutschen Juden sorgte. Bedingt durch die eigenen Emigrationserfahrungen setzte er sich mit seinem 1920 gegründeten „Verband russischer Juden in Deutschland“ für die Rechte der russisch-jüdischen Flüchtlinge in Deutschland und auf internationaler Ebene ein. Seine Ideen der sozialen Solidarität und des gesellschaftlichen Engagements in der Flüchtlingsarbeit haben bis heute Bedeutung.

Die Besonderheit der Ausstellung besteht darin, dass die gezeigten Dokumente, Fotografien und Archivalien erstmals die russisch-jüdische Einwanderung in Deutschland als Bestandteil der Flüchtlingsgeschichte zeigen. Damit wird die Rolle der jüdischen Einwanderung in der Geschichte Deutschlands deutlich und die Bedeutung der humanistischen Tätigkeit einer internationalen Flüchtlingsorganisation sichtbar.

Die Ausstellung ist dem 100. Jahrestag der Gründung des „Verbandes russischer Juden in Deutschland“ und dem 170. Geburtstag von Jacob Teitel gewidmet und ist noch bis zum 03.11. in der Akademie zu besichtigen.

Projektträger der Ausstellung ist die Jüdische Gemeinde Düsseldorf. Die Ausstellung wurde zudem durch den Landesverband der jüdischen Gemeinden Nordrhein K.d.Ö.R., den Landschaftsverband Rheinland, den Zentralrat der Juden in Deutschland sowie durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat unterstützt. Sie steht unter der Schirmherrschaft der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland.

​​​​​​​Für den Besuch ist eine vorherige Anmeldung über den Online-Link erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Es gilt die 2 G-Regel und die aktuellen COVID-19 Hygiene- und Abstandsregelungen. Bitte bringen Sie einen entsprechenden Nachweis mit.

Programme

18.00 - 18.15 Uhr

Begrüßung

Dr. Melanie Piepenschneider

Leiterin der Hauptabteilung Politische Bildung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

18.15 - 18.30 Uhr

Einführung in die Ausstellung – Jacob Teitel und der Verband russischer Juden in Deutschland

​​​​​​​Dr. Elena Solominski

Kuratorin der Ausstellung, Projektleiterin „MENTSH!“, 321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e. V.

18.30 - 19.00 Uhr

Gesprächsrunde

​​​​​​​Dr. Elena Solominski

Kuratorin der Ausstellung, Projektleiterin „MENTSH!“, 321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e. V.

 

Laura Cazes

Leitung Kommunikation und Digitalisierung, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

 

Diana Sandler

Beauftragte gegen Antisemitismus und Beauftragte für den Dialog mit den Religionsgemeinschaften im Land Brandenburg, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Landkreis Barnim e. V.

 

Anna Staroselski

Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschland

 

Moderation:

Shelly Kupferberg

Journalistin und Moderatorin

 

Anschließend besteht die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.

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Lieu de l'événement

Académie de la Fondation Konrad Adenauer
Tiergartenstr. 35,
10785 Berlin
Deutschland

Voie d'accès

Reférences

  • Dr. Elena Solominski
    • Kuratorin der Ausstellung
  • Laura Cazes
    • Leiterin der Abteilung Kommunikation & Digitalisierung der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland
  • Diana Sandler
    • Beauftragte gegen Antisemitismus und Beauftragte für den Dialog mit den Religionsgemeinschaften im Land Brandenburg
  • Anna Staroselski
    • Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschland
  • Moderation: Shelly Kupferberg
    • Journalistin und Moderatorin

Publication

Veranstaltungsbericht: "Helfen bedeutet leben": Ausstellungseröffnung: "Helfen bedeutet leben: Jacob Teitel und der Verband russischer Juden in Deutschland (1920-1935)"
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Contact

Susanne Duhm

Susanne Duhm (2020)

Sekretärin / Sachbearbeiterin

susanne.duhm@kas.de +49 (0)30 26996-3973