Vom 5. bis 8. Oktober 2026 fand an der Reichman-Universität in Herzliya der diesjährige World Summit on Counter-Terrorism des International Institute for Counter-Terrorism (ICT) statt. Die Konferenz zählt zu den wichtigsten internationalen Foren für Fragen der Terrorismusbekämpfung und bringt jedes Jahr Fachleute, politische Entscheidungsträger sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 65 Ländern zusammen. Unter dem diesjährigen Leitmotiv „The Evolving Architecture of Terror: States, Proxies, and Technology“ standen insbesondere das Zusammenspiel staatlicher Akteure und ihrer Stellvertreterorganisationen sowie die Auswirkungen neuer Technologien auf terroristische Bedrohungen und deren Bekämpfung im Fokus.
Vor dem Hintergrund des dritten Jahrestages der Terroranschläge vom 7. Oktober 2023 war die besondere Relevanz dieser Themen für Israel während der gesamten Konferenz deutlich spürbar. Die Erinnerung an die Angriffe und ihre weitreichenden politischen, gesellschaftlichen und sicherheitspolitischen Folgen prägte zahlreiche Diskussionen über die zukünftige Sicherheit Israels und des Nahen Ostens.
Auch die Konrad-Adenauer-Stiftung Israel beteiligte sich erneut mit einem eigenen Panel am Programm. Gemeinsam mit den Botschafterinnen und Botschaftern Tschechiens, der Niederlande, Indiens, Zyperns sowie der Europäischen Union diskutierten wir die Frage, wie sich Israel und die Region seit dem 7. Oktober 2023 verändert haben. Teilnehmer des Panels waren Veronika Šmigolová, Botschafter der Tschechischen Republik, Stella Ronner-Grubačić, Botschafter des Königreichs der Niederlande, Jindendra Singh, Botschafter Indiens, Kornelios Korneliou, Botschafter Zyperns, sowie Michael Mann, Botschafter der Europäischen Union in Israel. Im Mittelpunkt standen die sicherheitspolitischen, gesellschaftlichen und diplomatischen Veränderungen der vergangenen drei Jahre sowie deren Auswirkungen auf die regionale Stabilität und internationale Partnerschaften.
Darüber hinaus tauschten sich geladene Gäste während eines gemeinsamen Mittagessens mit Assaf Moghadam, dem neuen Leiter des ICT, und Dr. Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) über Perspektiven einer zukünftigen Sicherheitsarchitektur im Nahen und Mittleren Osten aus. Diskutiert wurden dabei insbesondere die Voraussetzungen für eine stärkere regionale Zusammenarbeit und die Rolle internationaler Partner bei der Bewältigung gemeinsamer Sicherheitsherausforderungen.
Die Konferenz bot zahlreiche Gelegenheiten für den fachlichen Austausch über unterschiedliche sicherheitspolitische Perspektiven und aktuelle Entwicklungen. Zugleich waren die bevorstehenden Wahlen in Israel ein wiederkehrendes Thema am Rande der Veranstaltung. Führende Vertreter verschiedener Parteien stellten ihre Analysen der aktuellen Lage vor und erläuterten ihre Konzepte für die zukünftige Sicherheit Israels und der Region. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie eng die sicherheitspolitischen Debatten des Landes mit den politischen Weichenstellungen der kommenden Monate verknüpft sind.
Die Aufzeichnung der Konferenz finden Sie auf der Website der ICT.
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À propos de cette collection
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